Hüttenbrennergasse auf Schiene – Für andere Projekte heißt es leider „Bitte Warten“

„Über 100 Millionen Euro wurden in den vergangenen zehn Jahren in die Grazer Sportinfrastruktur investiert. In der abgelaufenen Periode waren es allein rund 71 Millionen Euro. Dadurch konnten wir den Grazer Sportstandort massiv weiter entwickeln. Der städtische Anteil an den Investitionen beträgt rund 31 Millionen Euro. Das bedeutet wird konnten mehr als die Hälfte (rund 40 Mio. Euro) durch andere Partner und Gebietskörperschaften lukrieren. Besonders die Hilfe des Landes Steiermark und von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer hat uns geholfen wichtige Meilensteine zu setzen. So auch den letzten großen Impuls für die Grazer Sportinfrastruktur: Das grüne Licht für die Internationale Ballsporthalle Hüttenbrennergasse das wir in der letzten Gemeinderatssitzung geben konnten“, erklärt Sportstadtrat Kurt Hohensinner. Unter anderem konnten in den letzten Jahren folgende Projekte für den Grazer Sportstandort umgesetzt werden:

  • Merkur Arena (Flutlicht und Sanierung): 5,9 Mio. Euro (3,4 Mio. Euro städtischer Anteil)
  • Eishalle Liebenau: 20 Mio. Euro (10 Mio. Euro)
  • ASKÖ Zentrum Eggenberg: 13,1 Mio. Euro (5,5 Mio. Euro)
  • HIB Dreifach-Ballsporthalle: 9,4 Mio. Euro (4,2 Mio. Euro)
  • Bezirkssportplätze/Kleinanlagen wie Streetworkout: 800.000 Euro (800.000 Euro)

Ballsport auf internationalem Niveau

Hohensinner: „Ich freue mich, dass es uns in der letzten Sitzung des Gemeinderats noch gelungen ist, die wichtige Ballsporthalle Hüttenbrennergasse auf Schiene zu bekommen.“ Der neue Sportpark in der Hüttenbrennergasse umfasst nicht nur eine internationale Ballsporthalle mit einer Zuschauerkapazität von bis zu 3.000 Personen, sondern bringt für die Stadt Graz und ihren einwohnerstärksten Bezirk die Möglichkeit ein adäquates Sportangebot zu bekommen. Der neue Sportpark wird einen positiven Impuls im Bezirk auslösen und wird der Ort sein, an dem Bewegung für Jung und Alt, Burschen aber vor allem auch für Mädchen stattfinden kann. Diese einmalige Kombination den Jugend-, Gesundheits-, Breiten und Leistungssport so zu organisieren, dass einerseits eine tagtägliche Nutzung gegeben ist und andererseits aufgrund der Anordnung und der Multifunktionalität der Räume ein Betrieb als eine internationale Ballsporthalle möglich ist, wird hier erstmalig realisiert. Durch dieses Konzept werde im Jahr rund 250.000 Sportkontakte stattfinden und damit tausende Jugendliche und viele Vereine eine neue Heim und Trainingsmöglichkeit finden. Zusätzlich entstehen im Außenbereich der Anlage öffentlich zugängliche Sport- und Spielflächen, sodass Flächen zum ersten Mal der Bevölkerung zur Verfügung stehen werden. Viele Infrastruktur Projekte in der Stadt Graz haben gezeigt, dass solche Neuerungen zu einer Aufwertung eines gesamten Stadtteiles geführt haben. Insgesamt ist das Projekt 17,4 Mio. Euro schwer. Stadt und Land steuern jeweils 5,9 Mio. Euro bei. Der Bund hat nun eine Unterstützung in Höhe von 4,6 Mio. Euro avisiert. Den Rest trägt die Sportunion aus Eigenmitteln.

Negative Folgen des Budget-Provisoriums

Bedauerlich findet Sportstadtrat Kurt Hohensinner die Folgen, die das Nein der KPÖ zum Budget mit sich bringt: „Ein Provisorium ist eben nur eine Notlösung. Das bedeutet, dass in diesem keine Investitionen abgebildet sind. Das heißt, dass einige wichtige Sportprojekte zum jetzigen Zeitpunkt nicht umgesetzt werden können bzw. bis zu einem neuen Budget aufgeschoben sind. Insgesamt stehen nun Investitionen von rund 2,5 Mio. Euro in der Warteschleife.“ Folgende Projekte sind davon betroffen:

  • Sportplatz für angloamerikanische Sportarten Weinzödl
  • LUV – Sanierung des Platzes und Neubau des Clubhauses
  • Grazer Sportclub – Kunstrasenplatz
  • Bezirkssportplatz Hüttenbrennergasse/Pomisgasse
  • Streetworkoutpark im Volksgarten
  • Bezirkssportplatz St. Vinzenz (Sanierung)
  • Bezirkssportplatz Theodor-Körner-Straße (Sanierung)
  • Vereinshaus Kanu Club Graz