EINE BILANZ

Gerhard Rüsch verabschiedet sich nach dieser GR-Periode aus der Politik. Es gibt zahlreiche nachhaltige Investitionen der Stadt, an denen Gerhard Rüsch in unterschiedlichen Funktionen (Hochbau, Stadtplanung, Verkehr, Stadterhaltung, Beteiligungen, Immobilien u. Personal) in den vergangenen 16 Jahren seiner politischen Tätigkeit beteiligt war und die er als Finanzstadtrat (mit)verantwortet hat. Im Bereich Wirtschaft wurden durch Ihn in den letzten 4 Jahren zahlreiche Impulse gesetzt und Rahmenbedingungen geschaffen um dem schnellen Wachstum der Grazer Kreativszene gerecht zu werden. Nachdem 2014 die Million geknackt wurde, legte Graz auch in den Folgejahren bei den Nächtigungen zu.

Zeit für Gerhard Rüsch Bilanz seiner Arbeit für Graz zu ziehen, die er nie bereut hat, wenngleich nicht immer alles einfach gewesen ist.

„Der lange 6er ins Peterstal war sicher so einer der Meilensteine – auch wenn ich damals von Gegnern beschimpft wurde. Aber zu den Highlights zählen auch der Bau der Stadthalle, des Kunsthauses, die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung samt der Installierung der grünen Zonen, die neue Kläranlage Gössendorf, die Um- bzw. Neugestaltung des Augartens und des Martha-Tausk-Parks, das Sachprogramm Grazer Bäche mit dem Hochwasserschutz. In meiner Funktion als Beteiliguns- und Finanzreferent war es vor allem die Umstrukturierung der Stadt und ihrer Beteiligungen in das HAUS GRAZ, die Sicherstellung von Grundstücken für 1070 Wohnungen, wovon 515 bereits realisiert, 555 bereits in Planung bzw. die Grundstücke gesichert wurden, aber auch die Sicherstellung von 95 Hektar Wald von der Diözese für die nächsten 50 Jahre, der enorme Ausbau an Schulen oder die gelungene Sanierung bzw. der Umbau der Eishalle. Auch die in die Wege geleitete Bürgerbeteiligung, Förderungen der Kreativwirtschaft und die Etablierung von City-of-Design-Maßnahmen wie etwa die Neueröffnung der Murinsel sind einige der Projekte. Vor allem aber sind es hohe Vermögens werte, die die Stadt geschaffen hat. In Summe waren es seit 2008 mehr als eine Milliarde Euro. Für mich ist es also der beste Zeitpunkt, um nun Abschied zu nehmen“, so Rüsch.

„Vor 16 Jahren habe ich einen Partner für die Politik gefunden, dem ich Danke sagen will. Denn als Politiker ist man gut beraten, sich mit den besten Experten zu umgeben. Und Gerhard Rüsch ist so einer, der Verkehrs- und Finanzwesen nicht nur studiert, gelehrt und gelebt hat sondern schließlich auch selbst aktiv mitgestalten wollte. Er war immer als Sir in der Politik, in der Sprache und im Auftreten bekannt, er wird mir fehlen“, streute Bürgermeister Nagl seinem „großen politischen Bruder“, zum Abschluss Rosen.

Fotocredit: Stadt Graz/Fischer