Mag. Siegfried Nagl wieder zum Bürgermeister gewählt

In einer geheimen Wahl wurde Siegfried Nagl zum vierten Mal in Folge zum Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz gewählt. Er erhielt 32 Stimmen von den insgesamt 48 GemeinderätInnen. Mit großem Applaus wurde seine Wahl von den neuen MandatarInnen im Gemeinderat begrüßt.

48 Stimmen abgegeben

16 Stimmen: ungültig

32 Stimmen gültig

Zur Veranschaulichung das Mandatsverhältnis im neuen Gemeinderat:

ÖVP: 19 GemeinderätInnen

KPÖ: 10 GemeinderätInnen

FPÖ: 8 GemeinderätInnen

SPÖ: 5 GemeinderätInnen

Grüne: 5 GemeinderätInnen

NEOS: 1 Gemeinderat

Hier gehts zum Team der ÖVP im Stadtsenat und im Gemeinderat:

Team

Antrittsrede Bürgermeister Siegfried Nagl

Der neue alte Bürgermeister Siegfried Nagl dankte für das Vertrauen – er gehe in seine vierte Periode als Bürgermeister und fünfte als Stadtpolitiker. Für ihn gebe es zwei wichtige Antriebsquellen. Er wollte schon immer stolz auf Graz sein und das sei er auch, weil Graz hervorragend positioniert sei. Den Menschen in Graz solle das Leben Freude machen und gelingen. Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil dafür heiße „Bildungsstadt“. Bildung sei deutlich mehr, als die notwendige Voraussetzung zu schaffen, möglichst viel Geld zu verdienen. Bildung sei die Möglichkeit zu erkennen, zu verstehen und wertzuschätzen. Damit werde Graz zu einem kreativen Hotspot, das Zusammenleben sei von Respekt getragen. Nagl betonte, er lasse sich von christlichen Werten leiten und habe sich überlegt, was es für die 55 Personen der Stadtpolitik bedeute, die GrazerInnen vertreten zu dürfen. Demut sollte eine Grundhaltung sein, das Dienen gegenüber dem Nächsten. „Wir machen Politik für die Menschen unserer Heimatstadt, nicht für uns!“, so das Stadtoberhaupt. Die Medien mögen kritisch begleiten, aber immer berücksichtigen, dass die PolitikerInnen aus der Mitte der Bevölkerung gewählt seien und damit die gleichen Ängste und Sorgen mit sich tragen.

Wohin soll die Reise in dieser Gemeinderatsperiode gehen? In den letzten Wochen haben ÖVP und FPÖ ein tragfähiges Programm für die nächsten fünf Jahre ausgearbeitet. Dinge, die gut laufen, kämen in der Agenda nicht vor – etwa das Thema Frauen und Gleichstellung, dieser Gedanke wird bereits gelebt. „Mein Leitsatz ist: Tu es!“ Darum solle es in den nächsten fünf Jahren gehen – rascher, weniger zögerlich. „Ich will mehr Stabilität, vor allem in Budgetfragen. Wir werden Graz weiterentwickeln, mit Zuversicht und Optimismus. Schwerpunkte werden Investitionen in den Wirtschaftsstandort sein, die Wirtschaft schafft Arbeitsplätze – das sei die beste Präventions- und Sozialpolitik“, so Nagl.

Die soziale Agenda wird auf alle Stadtsenatsmitglieder aufgeteilt sein, was für die klassische Querschnittsmaterie Soziales gut sei. Bildung, Infrastruktur und Wohnbau werden im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Es werden weiter Krippen, Kindergärten, Schulen gebaut und ausgebaut.

Nagl lud alle StadtregiererInnen und SpitzenbeamtInnen zu Gesprächen in den nächsten Wochen ein. Rund 600 Millionen Euro werden in den nächsten fünf Jahren für Investitionen zur Verfügung stehen – wie in der letzten Periode. 300 Millionen davon sollen aus der Stadt selbst finanziert werden. Die anwesenden LandespolitikerInnen lud Nagl gleich zur Kooperation ein.

„Hohn und Spott können Motivation für etwas sein, was langfristig dann Neid verdient“: Mit diesem Zitat schloss Nagl seine Antrittsrede. Er wünschte den Gemeinderatsmitgliedern, dass sie an ihrer Seite PartnerInnen, Freunde, Familien haben mögen, die in der ganzen Periode zur Seite stehen. Und Nagl dankte seiner Familie und seiner Gattin Andrea dafür, dass er nun in die fünfte Periode gehen dürfe.