Von wegen Sommerruhe: 2,3 Mio. Euro für die städtischen Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen

Am kommenden Montag beginnt für viele Kinder wieder der „Ernst des Lebens“: Ein neues Schuljahr bzw. ein neues Betreuungsjahr in Kinderkrippe und Kindergarten beginnt. Während sich viele Kinder während des Sommers Erfrischung im Schwimmbad gesucht, Eis geschleckt oder an verschiedensten Sommeraktivitäten teilgenommen haben, wurde in den Grazer Schulen und Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtungen fleißig gewerkt. Viele Ergebnisse dieser Arbeiten werden am Montag für die Kinder seh- und spürbar sein. „Der Sommer wird traditionell dafür genutzt, um wichtige Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen in diesen Einrichtungen durchzuführen. Die Arbeiten sind vielfältig und reichen von kleinen Verbesserungen über größere Sanierungen bis hin zum Einbau von neuen Systemen“, erklärt Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner. Auch im heurigen Sommer ging es in den Kinderbildungs- und-betreuungseinrichtungen heiß her. Insgesamt wurden 809.650 Euro investiert. An vier Standorten wurden zum Beispiel neue Küchen installiert, während im Kindergarten Lustbühel das Turmdach erneuert wurde. Das größte Investitionsvolumen im heurigen Sommer umfasste die Erneuerung der Sanitäranlagen sowie die Herstellung der Barrierefreiheit im Heilpädagogischen Kindergarten Panoramagasse.

Modernes Schließsystem an allen Standorten

Große Neuerung an allen 52 Standorten: Alle Einrichtungen werden im Laufe des kommenden Semesters mit einem modernen Schließsystem (via Chip) und mit individuellen Zugangsberechtigungen versehen. Während des Sommers wurden die baulichen Voraussetzungen in allen Einrichtungen geschaffen, sowie die entsprechenden Einbauten umgesetzt. Die operative Umstellung der Schließsysteme erfolgt nun im Laufe des kommenden Semesters: „Mit den neuen Schließanlagen gelingt uns ein großer Meilenstein. Wir wollen dass unsere Kinder nicht nur qualitativ hochwertig sondern auch sicher betreut werden. Dazu gehört in der heutigen Zeit einfach ein modernes Zutrittsmanagement. Viele Private haben ihre Schließsysteme an einzelnen Standorten bereits umgestellt. Wir schaffen es nun in diesem Sommer alle städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen flächendeckend auf das neue System umzustellen“, ist Hohensinner stolz.

1,5 Millionen für die Schulen

Auch in den Schulstandort Graz wurde kräftig investiert. Allein im heurigen Sommer wurden (wohlgemerkt neben dem eigentlichen Schulausbauprogramm GRIPS) über 1,5 Mio. Euro für diverse Arbeiten ausgegeben. So bekommen etwa die Volksschulen Andritz, Baiern, Brockmann, Fischerau, Gösting, Jägergrund, St. Peter und St. Veit neue Spielgeräte und die VS Baiern auch eine Hofsanierung sowie die die VS Engelsdorf eine Terrassensanierung. In der VS Gabelsberger und der NMS St. Johann fanden Küchenumbauarbeiten statt. Die NMS St. Peter bekommt neue Heizgeräte und neue Sanitäranlagen und in der Polytechnischen Schule Hergottwies sowie der NMS Puntigam wurde der Turnsaal saniert bzw. umgebaut. Zusätzlich fanden an einigen Schulen Malerarbeiten sowie Instandhaltungsarbeiten (Böden, Eingangsbereich, etc.) statt. „An 23 Schulstandorten wurde wichtige Sanierungsarbeiten durchgeführt. Der größte Budgetbrocken war die Dachsanierung des Altbestands der VS St. Peter mit einem Volumen über 200.000 Euro. Ebenfalls größere Sanierungen und Umbauten fanden an der VS Ferdinandeum (Ganztagsbetreuung) sowie der NMS Andritz (Turnsaal) auf dem Programm. Wir wollen unseren Kindern und Jugendlichen nach der Sommerpause eine pädagogisch hochwertige Infrastruktur zur Verfügung stellen, dafür wird in den Sommermonaten fleißig gearbeitet“, sagt der Bildungsstadtrat.

Volksschule Straßgang runderneuert und ausgebaut

Alle oben genannten Arbeiten sind Teil des ordentlichen Budgets und nicht Teil des Schulausbauprogramms. Auch dort gibt es aber erfreuliche Nachrichten. So wird am kommenden Montag erstmals die ausgebaute und runderneuerte Volksschule Straßgang ihre Pforten öffnen. Rund 6,5 Mio. Euro wurden investiert. Aus den acht Stammklassen wurden zwölf, zusätzlich wurden ein Normturnsaal, ein Ganztages-Betreuungsbereich und neugestaltete Freibereiche mit Hartplatz eingerichtet. Eine eigene Hol- und Bringzone sorgt dafür, dass die Kinder auch gefahrlos zum Unterricht gelangen können. Weitere Ausbauten die bereits beschlossen sind: VS Triester, VS Murfeld und die neue VS Smart City. „Insgesamt es ist uns in den letzten Jahren in Graz gelungen Bildungsinfrastruktur nicht nur zu erhalten, sondern wesentlich auszubauen. Die zahlreichen Eröffnungen der letzten Jahre sind ein wichtiger Baustein, um das Bildungsangebot für unsere Kinder mit der entsprechenden Schulinfrastruktur sicher zu stellen. Infrastruktur bedeutet nicht nur Raum zum Lernen – Bildungsinfrastruktur bildet die Grundlage für das Lern- und Bildungsklima in der Stadt!“, so Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner abschließend.

Auch im heurigen Schuljahr ist wieder mit einer Zunahme jener Schüler zu rechnen, die die Ganztagesbetreuung in Anspruch nehmen werden. Als neues flexibles Angebot wird ab Herbst auch erstmals ein Pilotprojekt zu einer Mittagsbetreuung an der VS St. Veit durchgeführt.

Fotocredit: Stadt Graz/Fischer