Zero Project Conference 2018: Graz als Vorzeigebeispiel bei internationalem Gipfeltreffen zu Barrierefreiheit

Drei Tage lang versammeln sich ExpertInnen und EntscheidungsträgerInnen aus der ganzen Welt zum Thema Barrierefreiheit in der UNO City Wien. Die im internationalen Vergleich innovativsten Projekte werden vorgestellt und mit dem Zero Project Award ausgezeichnet. Die Stadt Graz zählt mit ihrem barrierefreien Stadtentwicklungssystem zu den Vorzeigebeispielen dieser Konferenz.
Die diesjährige Zero Project Conference 2018 steht ganz im Zeichen der Barrierefreiheit. International etabliert, bietet das Forum eine Plattform für vorbildliche Lösungen, die das Leben von Menschen mit Behinderung nachweislich verbessern. Mit ihrem kommunalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung übernimmt die Stadt Graz österreichweit eine Vorreiterrolle.
Ein Nährboden für eine Welt ohne Barrieren
„Barrierefreiheit geht weit über rollstuhlgerechte Zugänge und blindengerechte Auskünfte hinaus. Die Grazer Stadtentwicklung ist ein Paradebeispiel dafür“, erklärt Martin Essl, Gründer der Essl Foundation und Initiator der Zero Project Conference. „Mit Hilfe der Zero Project Conference versuchen wir solche innovativen Best-Practice Beispiele vorzustellen und andere dadurch zu inspirieren. Wir vernetzen Experten und schaffen einen Nährboden für eine Welt ohne Barrieren.“
Der für Behindertenhilfe und Barrierefreiheit zuständige Stadtrat Kurt Hohensinner nutzte selbst die Möglichkeiten für den internationalen Austausch vor Ort: „Es ist eine ungemeine Bereicherung die besten Projekte aus allen Teilen der Welt zum Thema Barrierefreiheit auf der Zero Project Conference aktiv erleben und ausprobieren zu können. Als Sozialstadtrat freue ich mich sehr, dass auch Graz mit seinen vielfältigen Projekten im Rahmen der heurigen Konferenz präsentiert wird und wir damit einen kleinen Beitrag auf dem Weg zu einer Welt ohne Barrieren leisten können.“
Rund 600 Teilnemer aus mehr als 70 Ländern
In den nächsten Tagen werden rund 600 TeilnehmerInnen aus mehr als 70 Ländern erwartet. Die Zero Project Conference versammelt nicht nur weltweit führende VertreterInnen der Behindertenrechtsbewegung und viele hochkarätige Sprecher, sondern auch prominente EntscheidungsträgerInnen in Wien. Der Erfahrungsaustausch sowie die Vernetzung der Anwesenden stehen dabei im Vordergrund.
Graz barrierefrei erleben lautet das Ziel der steirischen Landeshauptstadt
„Graz ohne Grenzen für jedermann. Das ist das erklärte Ziel – unabhängig davon ob es um die Anreise, den öffentlichen Verkehr, Museen, Sightseeing, unsere wichtigen Veranstaltungsorte oder Beratung für barrierefreies Bauen sowie Bauprogramme für Beseitigung von Barrieren im öffentlichen Raum geht. Die Stadt Graz fordert sich in diesem Zusammenhang gerne selbst und setzte auf das Wissen von Experten und Betroffenen um jedwede Alltagshürde möglichst zu minimieren“, so Mag. Siegfried Nagl, Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz.
Maßnahmen zum Abbau und zur Vermeidung von Barrieren stehen in Graz schon seit Jahrzehnten ganz oben auf der Prioritätenliste. Bereits seit 1995 werden in der zweitgrößten Stadt Österreichs fortschrittliche Regelungen für Menschen mit Behinderung beschlossen. Aber nicht nur für, sondern auch gemeinsam mit Betroffenen arbeitet die Stadt laufend an der Beseitigung von Hürden im Alltag. Unter anderem ist dadurch ein systemübergreifendes Netz von physischen und sinnesorientierten Leitsystemen entstanden, das hilft, ein selbstbestimmtes Leben für alle zu ermöglichen.
Die zahlreichen sowie vielfältigen Maßnahmen, die gesammelt das barrierefreie Stadtsystem von Graz darstellen, werden bei der diesjährigen Zero Project Conference präsentiert. Das jahrelange Engagement der Stadt Graz soll als Vorbild für andere Städte dienen und aufzeigen, was alles möglich ist.

Über Zero Project
Das Zero Project ist eine Initiative der gemeinnützigen Essl Foundation, die sich weltweit für die Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung engagiert. „Zero“ steht dabei für eine Welt ohne Barrieren. Als Plattform analysiert und verbreitet das Zero Project vorbildliche Lösungen aus allen Teilen der Welt, die die tägliche Lebenssituation von Menschen mit Behinderung verbessern und ihre gesetzlichen Rechte stärken. In Zusammenarbeit mit über 4.000 ExpertInnen aus 180 Ländern werden jedes Jahr Best-Practice-Beispiele identifiziert, im Zero Project Report veröffentlicht und auf der Zero Project Conference vorgestellt. In einem Vierjahres-Zyklus werden zentrale Themen behandelt, 2016/17 waren es Beschäftigungsmodelle für Menschen mit Behinderung, 2018/19 ist es die Barrierefreiheit.
Weitere Informationen finden Sie unter https://zeroproject.org und https://conference.zeroproject.org.

#zerocon18

ZERO PROJECT CONFERENCE 2018
(v.l.n.r.) Karin Praniess-Kastner (Projektleiterin Zero Project Unternehmensdialoge), Michael Pichler (Leiter der Zero Project Projekte in Österreich), Kira Grünberg (Abgeordnete zum Nationalrat), Patricia Braun (Assistentin von Kira Grünberg), Martin Essl (Gründer der Essl Foundation und Initiator der Zero Project Conference), Kurt Hohensinner (Stadtrat der Stadt Graz für die Ressorts Integration, Bildung und Sport) und Maximilian Koren (Sprecher Büro Stadtrat Kurt Hohensinner)
Copyright: Essl Foundation