29. Juli 2020

Neuer Glanz für Naherholung am Thalersee

 

Ein neues Restaurant, mehr Freizeitangebote und mehr Schutz vor Hochwasser: Das Siegerprojekt eines Wettbewerbs soll dem Thalersee neuen Glanz verleihen.

Er war bereits vor einem Jahrhundert DAS Naherholungsgebiet für Menschen aus Graz und der weiteren Umgebung – und er soll jetzt wieder an den Glanz früherer Zeiten anschließen können: Die Rede ist vom Thalersee vor den Toren des Grazer Westens, der künftig völlig neu belebt werden soll. In einem vom Referat Hochbau der Stadtbaudirektion EU-weit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb für die Gestaltung des neuen Restaurants samt Freizeiteinrichtungen und Hochwasserschutz setzte sich das Grazer Büro Pittino & Ortner ZT GmbH unter 53 eingereichten Vorschlägen durch. Eine Verwirklichung des Projekts ist bereits bis zum Sommer 2022 vorgesehen.

Nagl: „Naherholung für rasant wachsenden Großraum Graz“

Für den Grazer Grünraum-Referenten Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl sind in der dynamisch wachsenden Stadt Graz und im Umland Möglichkeiten zur Naherholung und naturnahen Freizeitgestaltung ein Gebot der Stunde: „Im Osten gibt es mit dem Schloßberg und dem Schöckl beliebte Ausflugsziele, im Westen ist das Angebot noch nicht so gut entwickelt. Da der Bevölkerungszuwachs aber vor allem im Westen stattfindet, brauchen wir in erster Linie hier entsprechende Angebote, die natürlich sanft im Einklang mit der Natur und vor allem auch nachhaltig entwickelt werden müssen!“ Geplant ist beim Projekt „Thalersee neu“ eine ganzjährige Nutzung der Naherholungsangebote.

Stadt Graz Teileigentümerin des Sees

Die Weichen für eine gemeinsame Aufwertung des in die Jahre gekommenen Angebots am Thalersee wurden bereits vor einigen Jahren gestellt: 2014 erwarb die Holding Graz die Liegenschaft des Restaurants einschließlich angrenzendem Parkplatz, 2018 kaufte die Stadt Graz dann von den Bundesforsten ein Drittel des Thalersees. Die restlichen zwei Drittel des Sees blieben im Besitz der Marktgemeinde Thal, die bei den Vorbereitungen zur Aufwertung des Areals für die Zukunft in enger Partnerschaft eingebunden wurde, wie auch deren Bürgermeister Matthias Brunner betont.

Eustacchio: „Neubau schafft zeitgemäße Wohlfühl-Infrastruktur“

Und so soll sich der „Thalersee neu“ präsentieren: Das derzeitige Restaurant wird abgebrochen und von Grund auf neu gebaut. Über einem Untergeschoss aus Stahlbeton für die Lagerflächen und Technik liegen das Restaurant und Café sowie ein Gästetrakt aus einer Mischkonstruktion aus Stahlbeton und Holzelementen. Das neue Haus soll künftig nicht nur den Gästen zur Verfügung stehen, die den See und seine Umgebung besuchen, sondern auch optimale Voraussetzungen für Veranstaltungen, Seminare und Feiern am See bieten. Vorgesehen sind 100 Sitzplätze im Inneren des Restaurants und zusätzlich 100 Plätze auf den überdachten Terrassen am Haus und den Decks direkt am See. Dazu werden auch acht Gästezimmer mit Seeblick für Übernachtungen geboten. Der bestehende Bootsverleih wird in den künftigen Gebäudekörper integriert und um einen Rad- und Schlittschuhverleih erweitert. Die Boote werden daher nun direkt vor der Seeterrasse ankern. Der gesamte Bereich zwischen Restaurant und See wird mit Sitzmöglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen einladend gestaltet, damit sowohl die Gäste des Restaurants als auch die Ausflugsgäste das attraktivierte Seeufer in direkter Lage am Wasser erleben können. Bürgermeister-Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio kommt fast ins Schwärmen: „Uns war es wichtig, mit der neuen Infrastruktur nicht nur alles auf den Stand der Technik zu bringen, sondern dieses stadtnahe Freizeit- und Sportparadies aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und den Grazern eine Wohlfühloase zu schenken. Fast jeder Grazer verbindet mit dem Thalersee schöne Kindheitserinnerungen, und das möchten wir auch den künftigen Generationen zeitgemäß erhalten.“

Ein wesentlicher Teil des Projektes ist aber auch die Erneuerung und damit Verbesserung des Hochwasserschutzes für den Thalerbach, der immer wieder im Stadtgebiet von Graz Überschwemmungen angerichtet hat. Als Teil einer Hochwasserschutzanlage erhält der See nun eine neue höhere Staumauer, die das Stauziel des künstlichen Gewässers um einen Meter erhöht. Damit ist im Hochwasserfall wesentlich mehr Fassungsvermögen vorhanden. Aufgabe des Wettbewerbs war es, die Staumauer so in die Architektur des Restaurants mit einzubeziehen, dass sie praktisch nicht sichtbar ist. Eine große Herausforderung, deren Bewältigung schlussendlich hervorragend gelungen ist.

Siegerprojekt mit vielen Vorzügen

Das Siegerprojekts des Wettbewerbs vom Grazer Architekturbüro Pittino & Ortner ZT GmbH punktete auf vielen Ebenen. Im Juryprotokoll heißt es: „Ein zweigeschoßiger langgestreckter Baukörper birgt alle Servicefunktionen unter einem Dach und fungiert als Rückgrat für die von allen Seiten frei zugänglichen Terrassenanlagen am Seeufer. Abgerückt von der Thalerseestraße entsteht ein großzügiger Platz, der jetzt auch den Passanten einen Blick auf den See erlaubt. Die Höhenentwicklung ist maßstäblich, Auskragungen im Norden und Süden verleihen dem Baukörper je nach Standpunkt ein schwebendes Erscheinungsbild.“

Baubeginn im nächsten Jahr geplant

Der ehrgeizige Zeitplan sieht einen Baubeginn bereits im Frühjahr 2021 vor. Damit soll die Fertigstellung des neuen Restaurants mit seinen Terrassen- und Freianlagen bereits im Sommer 2022 erfolgen. Die Baukosten für das Restaurant wurden im Wettbewerb mit rund vier Millionen Euro veranschlagt. Zusätzlich werden auch der Bestands-Parkplatz saniert und die Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich des Restaurants vorgezogen. Das Projekt soll ein Vorreiterprojekt hinsichtlich Energiekonzept und Nachhaltigkeit werden. Derzeit laufen gerade unter Einbindung von Experten die diesbezüglichen Planungen. Auch im Mobilitätskonzept setzt man auf nachhaltige Ziele: Ein kostenloser E-Bus bringt schon jetzt die BesucherInnen von Gösting nach Thal, und es werden ausreichend Ladestationen und Stellplätze für E-Bikes und E-PKW vorhanden sein.

Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge

Eine Ausstellung, in der sämtliche eingereichten Wettbewerbsbeiträge für die Neugestaltung des Restaurants am Thalersee gezeigt werden, ist von Dienstag, 11., bis einschließlich Montag, 31. August, jeweils von 8 bis 14 Uhr im Foyer der Stadtbaudirektion Graz, Europaplatz 20, 5. Stock, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Rendering (Copyright Pittino+Ortner ZT GmbH)
Foto (Copyright Stadt Graz/Thomas Fischer)

Zukunft Graz

28. Juli 2020

Historische Premiere: Sport Austria Finals 2021 in Graz

 

14 Standorte, 213 Bewerbe, 639 Medaillenentscheidungen und 3000 AthletInnen: Die erste Auflage der Sport Austria Finals wird ein Sportfest der Superlative, bei dem rund 20 rotweißrote Sportverbände vom 3. bis 6. Juni 2021 in Graz ihre österreichischen Meister ermitteln!

Dabei kündigt sich eine geballte Ladung Spitzensportpower rund um heimische Ausnahmekönner wie Lukas Weißhaidinger, Verena Preiner, Ivona Dadic, Beate Schrott, Sarah Lagger, Bettina Plank, Alisa Buchinger, die Becirovic-Zwillinge, Alexandra Toth oder Vinzenz Höck an.

Über die Hintergründe zu diesen historischen ersten Sport Austria Finals und warum diese Veranstaltung eine Dauereinrichtung werden soll, informierten Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler, Steiermarks Sportlandesrat Christopher Drexler, Graz-Bürgermeister Siegfried Nagl und Sport Austria-Präsident Hans Niessl im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Anlage des Allgemeinen Turnvereins Graz. Weitere Gesprächspartner waren Diskuswerferin Djeneba Toure und Kunstturner Alexander Benda.

Die Presseunterlage sowie honorarfreie Fotos (© Sport Austria/Leo Hagen) findet Ihr im Anhang!

Medieninfo Sport Austria Finals

 

Foto 1 zeigt v.l.: Sport Austria-Präsident Hans Niessl, Kunstturner Alexander Benda, Diskuswerferin Djeneba Toure, Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler

Foto 2 zeigt v.l.: Sport Austria-Präsident Hans Niessl, Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler, Kunstturner Alexander Benda, Graz-Bürgermeister Siegfried Nagl, Graz-Sportstadtrat Kurt Hohensinner, Diskuswerferin Djeneba Toure, Steiermarks Sportlandesrat Christopher Drexler

13. Juli 2020

Zusammenhalt Graz: Aktionsplan gegen Vereinsamung

 

„Einsamkeit und das Gefühl unerwünscht zu sein, ist die schlimmste Armut“, hat Mutter Theresa sehr treffend formuliert. Gerade in den urbanen Räumen merkt man derzeit, dass das Problem Vereinsamung immer stärker spürbar wird, so auch in Graz. „Vereinsamung ist ein sehr komplexes Thema, das alle Generationen und alle gesellschaftlichen Schichten treffen kann. Gerade im Sozialressort aber auch darüber hinaus merken wir, dass das Phänomen Vereinsamung immer stärker spürbar wird. Derzeit sind knapp unter 50 Prozent der Grazer Haushalte Single-Haushalte. Alleine zu leben und alleine zu wohnen sucht sich nicht jeder freiwillig aus, und oft geht mit dem Alleine Leben auch die Einsamkeit einher“, erklärt Sozialstadtrat Kurt Hohensinner. Seit Ende des vergangenen Jahres stellt das Sozialressort nun verstärkt das Thema Vereinsamung in den Mittelpunkt. „Soziale Politik heißt für Menschen in all ihren unterschiedlichen Lebenssituationen da zu sein und gerade jenen Menschen zu helfen, die es selbst nicht mehr können. Als Sozialstadtrat ist es mir ein besonderes Anliegen gezielte Strategien aufzuzeigen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Graz zu stärken und um die Vereinsamung in Graz einzudämmen“, so Hohensinner.

Aktionsplan mit drei Säulen
Als Startschuss für die Bemühungen gegen Vereinsamung fand im vergangenen Herbst eine Fachtagung zum Thema im Grazer Rathaus statt. Aufbauend auf deren Ergebnisse wurde ein Aktionsplan ausgearbeitet, der nun im gestrigen Stadtsenat beschlossen wurde. Der Aktionsplan baut auf drei Säulen auf:
1. Maßnahmen des Haus Graz
2. Schwerpunkt-Kooperation mit dem Kolleg für Sozialpädagogik
3. 20 ausgewählte Projekte aus dem Fördercall „Vereinsamung“

„Als ersten Schritt haben wir die Projekte der städtischen Abteilungen gebündelt“, erklärt Hohensinner, „es gibt bereits zahlreiche Initiativen, auf die wir aufbauen können.“ So bietet etwa das SeniorInnenbüro einen Ort der Begegnung, wodurch vor allem älteren Menschen der Zugang zu gesellschaftlichen Teilnahme und Teilhabe ermöglicht wird. Zahlreiche Aktivitäten in jedem Monat, und vor allem das Cafe Graz und das Adventkonzert laden die Senioren ein. Auch das Seniorensommerprogramm findet heuer, wenn auch aufgrund von Covid-19 in angepasster Form, statt. Ebenso hervorzuheben: Zahlreiche Projekte der Stadtbibliothek als niederschwellige Bildungseinrichtung, wie etwa die Bücherboten, Jugendbibliothek oder das Sprachcafe „Deutsch um Drei“, sowie Jugendzentren, Elternberatungen und Freizeitangebote des Amtes für Jugend und Familie. Darüber hinaus wurde das Kolleg für Sozialpädagogik für eine Kooperation gewonnen. Im Sommer 2020 werden dort fünf Praxisprojekte zum Schwerpunktthema durchgeführt. Geplant sind hier „Young Chefs“ – die Entwicklung einer Online-Plattform rund ums Kochen für junge Menschen, „Brücken bauen zwischen Alt und Jung“ – Brieffreundschaften initiieren, „Kräutergarten“ – Beschäftigung rund um Garten und Pflanzen, „Neustart“ – ein Musikprojekt und ein „Fähigkeiten-Flohmarkt“.

Fördertopf mit gesamt 62.000 Euro
Herzstück des Aktionsplans ist ein eigens eingerichteter Fördertopf zum Thema Vereinsamung. Insgesamt steht ein Gesamtfördervolumen von 62.000 Euro zur Verfügung. „Wir haben zahlreiche Einreichungen im Fördercall bekommen“, sagt der Sozialstadtrat, „das zeigt auch die Wichtigkeit des Themas. Bei der Auswahl der Projekte wollten wir eine größtmögliche Breite und Vielfalt erreichen, sowohl örtlich als auch in den Zielgruppen.“ Als Entscheidungshilfe für die Beurteilung wurden außerdem Kriterien nach dem „EASE“ Programm (von John Cacioppo, University of Chicago) herangezogen. EASE bedeutet:
• extent (ausweiten) – zwischenmenschlichen Aktionsradius erweitern, neue Räume, Kontakte ausprobieren.
• action (Aktivität) – nur eigene Aktivität führt aus der Einsamkeit. Betonung auf das aktiv werden für das eigene Wohlbefinden!
• selectiv (aussuchen) – Wichtig ist zudem, die besten Beziehungen auszusuchen und zu verstärken, das heißt zu selektieren.
• expect the best (das Beste erwarten) – nicht aus Angst vor Zurückweisung im Zustand der Einsamkeit verharren.

Vom Generationentreff über Wohnzimmerkonzerte bis zu mobilen Gärten
Insgesamt wurden 20 Projekte zur Umsetzung ausgewählt. Die Umsetzung findet nun in der zweiten Jahreshälfte 2020 statt. Alle Projekte wurden dabei in Bezug auf die aktuellen Covid-19-Vorgaben geprüft und gegebenenfalls adaptiert. „Die Projekte sind so vielfältig, wie das Phänomen der Vereinsamung selbst. Auch aktuelle Erfahrungen des Corona-Lockdowns sind teilweise eingeflossen“, so Hohensinner, der sich auch darüber freut, dass neben bewährten Trägern auch einige Einzelpersonen Projekte eingereicht haben. Unter anderem im Programm: Ein Generationentreff des Vereins JUKUS, der Lerntreff „Partnership for Kids“, Wohnzimmerkonzerte vom Verein a.mus.e, ein Straßenspielplatz der Generationen im Andrä Viertel, die „Single AG“ für Menschen mit Behinderung oder „Voll im Leben“ der Lebenshilfe, mobile Gärten von FGM, „Draußen aktiv gesund“ der ARGE für Sport und Körperkultur in Österreich, ein intergeneratives Tanztheatermärchen im BeGS, oder „Graz Com“ der Grazer Stadtidee.

Rückschau: Fachtagung
Als Startschuss für die Bemühungen gegen Vereinsamung fand am 20. November 2019 im Grazer Rathaus eine Fachtagung unter dem Titel „Zusammenhalt Graz – Herausforderung Vereinsamung“ statt. Ziel war es, das Phänomen Vereinsamung aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, aber auch Good-Practice-Projekte vorzustellen und zukünftige Maßnahmen zu diskutieren. Im Zentrum der Tagung standen zwei Impulsreden. Psychiater und Beststeller-Autor Reinhard Haller widmete sich den psychologischen Aspekten hinter der Einsamkeit. Von Narzissmus über Sucht bis hin zu Depressionen und weiteren gesundheitlichen Auswirkungen. Erstaunlich: 10-12 Prozent der Bevölkerung leiden laut aktueller Studien an Depressionen, 25 Prozent machen in ihrem Leben zumindest eine schwere Depression durch. Die zahlreich erschienenen Gäste im Grazer Gemeinderatssaal beschäftigte er auch mit der Frage wie es sein könne, dass in einer vernetzten Welt immer mehr Menschen das Gefühl haben einsam zu sein. Genau dieser „Einsamkeit in der Connected Society“ widmete sich danach die Zukunftsforscherin Oona Horx-Strathern. Sie tat das anhand von mehreren globalen Megatrends, die sie ausführte, unter anderem „Silver Society“, also dass Menschen zwar immer älter werden, gleichzeitig aber mit fortschreitendem Alter auch in Gesundheit und Mobilität eingeschränkt sind. Auch die Megatrends „Individualisierung“ und „Konnektivität“ führte sie aus und zeigte auf, welche Risiken, diese in puncto Vereinsamung mit sich bringen können. Im Anschluss an die Impulsreden wurde in Arbeitsgruppen weiter diskutiert und vernetzt. Unter anderem wurden auch Good-Practice-Beispiele der Stadt Graz präsentiert, wie Vereinsamung vorgebeugt werden kann. Etwa „Points4Action“, wo junge Menschen Aktivitäten mit Bewohnern von Altenheimen durchführen, aber auch das Programm „Besuch & Buch“ der Stadtbibliothek, in dem Bücherboten Menschen mit Büchern und Geschichten besuchen.

Foto Credit: Stadt Graz/Fischer

7. Juli 2020

Grazer Kinderspielplätze werden rauchfrei

„Seit ich Jugend- und Familienstadtrat sein darf, ist mir diese Thematik besonders wichtig“, leitet Stadtrat Kurt Hohensinner ein, „seit Jahren wurde darüber diskutiert, vor allem zwischen den Juristen. Gleichzeitig haben sich unzählige Eltern und Kinder, sowie auch das Kinderbüro an mich gewandt. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass wir in dieser Woche im Gemeinderat beschließen werden, dass die Grazer Kinderspielplätze rauchfrei werden.“ Das Rauchverbot wird für alle öffentlich zugänglichen Kinderspielplätze und –flächen gelten, die im Eigentum der Stadt Graz stehen oder von dieser verwaltet werden. Vom Verbot werden neben den Spielflächen und der Spielgeräte auch die Wege- Pflanzungs- und Rasenflächen, sowie sonstige Einrichtungen, Tische, Bänke und Stühle erfasst sein. Die Kontrolle erfolgt durch die Ordnungswache. Beim ersten Vergehen werden Organstrafen von 30 Euro verhängt. Bei wiederholten Verstößen droht ein Verfahren und Geldstrafen bis zu 1.000 Euro sind möglich. Die Regelung tritt voraussichtlich mit 23. Juli in Kraft.

1.001 Zigarettenstummeln allein im Stadtpark
Das Rauchverbot wird mittels Ortspolizeilicher Verordnung in den Gemeinderat eingebracht. Derartige Verordnungen kann die Gemeinde im eigenen Wirkungsbereich erlassen, wenn sie der Beseitigung von Missständen dienen. die das Gemeinschaftsleben stören und beeinträchtigen. Im konkreten Fall wurde der Missstand umfassend dokumentiert. So war vor allem das Grazer Kinderbüro in diesem Zusammenhang sehr aktiv. Im vergangenen Jahr wurde dazu eine Zigarettenstummel-Zählaktion im Stadtpark-Spielplatz durchgeführt. Nach nur kurzer Zeit hatten die Kinder 1.001 Zigarettenstummeln aufgesammelt. „Es geht hier nicht nur um das Rauchen an sich, sondern vor allem auch um die Zigarettenreste“, erklärt Kinderparlament-Projektleiterin Heidi Richter-Jursitzky, „Kinder ahmen die Großen nach und stecken sich die Kippen in den Mund. In diesen stecken dann bis zu 250 unterschiedliche Giftstoffe.“ Auch die Holding Graz, als zuständige Stelle für die Spielplatz-Reinigung, hat gerade in den vergangenen Jahren verstärkt Beschwerden aus der Bevölkerung wahrgenommen. Außerdem verursachen die Zigarettenstummel einen enormen zeitlichen Reinigungsaufwand, nachdem diese nur händisch aufgesammelt und entfernt werden können. Oft finden sich die Zigarettenstummel laut Berichten der Holding dabei auch in Sandkisten, in Ritzen von Spielgeräten oder im allgemeinen Bodenbereich. Deshalb befürwortet auch die Stadtreinigung ein solches Rauchverbot.

Eine der häufigsten Vergiftungsformen
Tabakvergiftungen zählen zu den häufigsten Vergiftungen im Kindesalter. Karlheinz Kornhäusl, Arzt und Mandatar im Bundesrat hat sich sehr aktiv in Wien um eine Lösung bemüht: „Als Arzt, als Politiker, aber vor allem als zweifacher Vater ist mir dieser Schritt, den wir jetzt setzen wollen, ein Herzensanliegen. Es geht dabei nicht nur um eine Vorbildwirkung und Präventionsmaßnahme, sondern ganz wesentlich um die unmittelbare Gesundheit unser Kinder. Es kann nicht sein, dass wir als Eltern Angst haben müssen, dass Kleinkinder am Spielplatz herumliegende Zigarettenstummel in den Mund nehmen könnten oder gar verschlucken.“ Hintergrund: Bis ein solcher Zigarettenstummel zersetzt ist, vergehen in der Regel 10 bis 15 Jahre.

Foto: Stadt Graz/Fischer
Karlheinz Kornhäusl (Arzt und Bundesrat) und Jugend- und Familienstadtrat Kurt Hohensinner mit den Grazer Kinderbürgermeistern Lea, Luis und Lucia.

1. Juli 2020

Sportjahr 2021: LET’S GO GRAZ!

• Von der Sportstadt zur sportlichsten Stadt Österreichs
• 12 Monats-Schwerpunkte zeigen die Vielfalt des Sports
• Markus Pichler wird Programmkoordinator

Mit dem Sportjahr 2021 – in welchem Sport, Bewegung und ein gesunder Lebenswandel im Mittelpunkt stehen werden – setzt die Stadt Graz einen Schwerpunkt, der den Sport und dessen positive Wirkungen für die Grazerinnen und Grazer mit verschiedenen Projekten und Initiativen stärker ins Bewusstsein ruft. „Sport ist Abbild und gleichzeitig Mikrokosmos unserer Gesellschaft. Er hat eine erzieherische, gesundheitsfördernde, gesellschaftlich-soziale und eine wirtschaftliche Funktion“, weiß Bürgermeister Siegfried Nagl, „körperliche Aktivität, Gesundheit und Lebensqualität stehen in einem engen Zusammenhang. Im Jahr 2021 wird deshalb die gesamte Stadt ganz im Zeichen des Sports stehen.“

Neues Level für den Sport in Graz
„Mit dem Sportjahr wollen wir den Sport in Graz nachhaltig stärken, immer mit dem klaren Ziel vor Augen, Begeisterung für Sport und Bewegung zu entfachen“, erklärt Sportstadtrat Kurt Hohensinner. Als Budget für das Sportjahr selbst werden 2,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird ab dem Jahr 2021 auch die Nachwuchs- und Sportförderung der Stadt Graz erstmals seit mehr als 10 Jahren erhöht werden. Dazu wird eine zusätzliche Million für das Budget des Sportamtes zur Verfügung gestellt. Das heißt, das Sportbudget der Stadt wird nachhaltig von vier auf fünf Millionen Euro erhöht. „Wir haben das Sportbudget in den letzten Jahren bereits langsam angehoben. Mit der Erhöhung auf fünf Millionen Euro geht aber nun ein lang gehegter Wunsch von mir in Erfüllung“, so Hohensinner weiter, „mit diesem Schwerpunktjahr heben wir den Sport in Graz auf ein neues Level.“ Dazu erklärt FPÖ-Klubobmann Armin Sippel: „Die Grazer Sportlandschaft hat unglaublich viel zu bieten und viele gute Dinge bestehen bereits. Für uns ist deshalb gerade die Förderung des Breitensports und die nachhaltig verbesserte Vereinsförderung besonders wichtig. Gemeinsam wollen wir die Grazerinnen und Grazer motivieren mitzumachen.“

Niederschwelliges Mitmachjahr
Graz hat sich zu einer starken Sportstadt entwickelt, vor allem im Bereich der Infrastruktur. In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 130 Millionen Euro in diese investiert. Rund 60.000 Mitglieder in über 240 Sportvereinen sorgen täglich dafür, dass sich die Sportlandschaft laufend weiterentwickelt. „Mit dem Sportjahr wollen wir einerseits diese Vereine unterstützen und stärken, aber vor allem jene ansprechen, die derzeit noch nicht sportlich aktiv sind“, so Hohensinner, „wir werden die Grazerinnen und Grazer in Bewegung versetzen. Unser Ziel ist es Graz von einer Sportstadt zur sportlichsten Stadt Österreichs zu machen. Jede Bürgerin und jeder Bürger soll am Ende des Jahres zumindest einmal zu Bewegung und Sport motiviert worden sein.“ Das Sportjahr 2021 wird viele Möglichkeiten bieten, um sich zu bewegen und auch neue Sportarten kennenzulernen. Ziel ist aber nicht nur die wirkliche sportliche Betätigung, sondern auch die ganz einfache Alltagsbewegung. „Wenn jemand bewusst das Rad für den Arbeitsweg nimmt oder mehr Wege zu Fuß geht oder am Wochenende einen kleinen Spaziergang oder eine Wanderung plant, dann haben wir unser Ziel erreicht. Es geht um das Bewusstsein, dass Sport und Bewegung sich positiv auf unsere Lebensqualität auswirken“, so der Sportstadtrat.

Sportstrategie 2030 als Auftrag
Die Stadt Graz will bei der Konzeption und der Umsetzung des Sportjahres eine möglichst breite Einbindung von Stakeholdern erreichen. Schon im Rahmen der Erarbeitung der Sportstrategie 2030, die im vergangenen Jahr vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde, wurden alle Vereine und Verbände stark eingebunden. Diese Sportstrategie bildet auch den Rahmen für das Sportjahr 2021. Die Sportstrategie 2030 soll allen GrazerInnen unabhängig von Alter, Geschlecht, Ausbildung, Herkunft, Familienstand, Staatsbürgerschaft, Einkommen etc. zugutekommen. Sport und Bewegung im Sinne der Sportstrategie 2030 sollen die GrazerInnen zur gemeinsamen Sportausübung motivieren und damit die gesellschaftlich verbindende Wirkung des Sports betonen. In besonderem Maße gilt das im Sport für das Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung im Sinne der Inklusion. Diese Sportstrategie 2030 der Stadt Graz soll auch einen wichtigen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der von der UNO-Generalversammlung beschlossenen „2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung“ liefern. Wie in dieser UNO-Resolution ausgeführt ist, wird der Sport als ein wichtiger Faktor für die Erreichung der in dieser Resolution beschlossenen 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) eingestuft: „Auch der Sport ist ein wichtiger Ermöglicher nachhaltiger Entwicklung. Wir anerkennen den zunehmenden Beitrag des Sports zur Verwirklichung von Entwicklung und Frieden, indem er Toleranz und Respekt fördert, zur Stärkung der Frauen, der jungen Menschen, des Einzelnen und der Gemeinschaft und zu den Zielen der Gesundheit, der Bildung und der sozialen Inklusion“.[1]

Breite Einbindung der besten Köpfe
Zentrale Umsetzungsstelle für das Sportjahr wird der Programmkoordinator sein. „Mit Markus Pichler haben wir hier die perfekte Personalie gefunden“, sind sich Nagl und Hohensinner einig. Der 49-Jährige ist im Sport kein Unbekannter. 2017 wickelte er sehr erfolgreich die Special Olympics in Graz ab. Auch die Vorrunde der Handball-Euro 2010 sowie die Internationalen Schülerspiele 2003 trugen seine Handschrift. Pichler war langjähriger Handball Nationalteamspieler und zweifacher österreichischer Meister. Die Koordination wird er neben seiner Haupttätigkeit als Geschäftsführer der Sportunion Steiermark ausüben. Für die Abwicklung des Sportjahres wurde außerdem ein Trägerverein gegründet. Durch diesen ist sichergestellt, dass auch zahlreiche Proponenten des Sports in die Konzeption und Abwicklung miteingebunden sind. Als Obmann des Vereins fungiert der ehemalige Sportamtsleiter Gerhard Peinhaupt. Als Stellvertreterinnen fungieren die Leistungssportlerin Julia Meder (Rhythmische Gymnastik), Ex-Snowboard-Weltmeisterin Marion Kreiner und Austrian Tennis Committee-Präsidentin und Holding-Vorständin Barbara Muhr. Im Verein sind ebenso alle Präsidenten der Sportdachverbände (Sportunion, ASKÖ, ASVÖ), sowie die Vertreter des Landessportbeirats Steiermark vertreten.

12 Monatsschwerpunkte, Programm-Highlights und Auftritt
„Wir wollen alle Grazer (vor allem auch nicht-Sportler, Kinder und Pensionisten) für den Sport aktivieren und begeistern, das Bewusstsein für den gesundheitlichen Aspekt des Sports stärken, die Wahrnehmung von Sportlern durch die Medien verbessern, Vereine ins Rampenlicht stellen und durch Sport eine noch stärkere Inklusion schaffen“, erklärt Programmkoordinator Markus Pichler. Das Sportjahr selbst wird dabei in 12 Monatsschwerpunkte gegliedert. Jeden Monat wird eine andere Gruppe an Sportarten in den Mittelpunkt gerückt, etwa gleich im Jänner der Wintersport oder im Mai die Ausdauersportarten. „Alle Vereine haben so die Möglichkeit mitzuwirken und sich zu präsentieren“, so Pichler. Daneben wird es auch eine Serie an Kongressen bzw. Symposion geben. Und auch erste Highlights werden verraten: So die die Eröffnung des Sportjahres am 18. Jänner in der Grazer Oper über die Bühne gehen und im Zeichen des Zusammenwirkens von Kultur und Sport stehen. Mit 3×3 Olympic Tip-Off wurde ein weiterer Höhepunkt bereits vergangene Woche präsentiert. Als große Klammer für das Sportjahr wird ein eigener Auftritt bzw. Claim fungieren. In einem von den Creative Industries Styria durchgeführten Wettbewerb setzte sich die Designagentur moodley durch. Der Auftritt ist stark auf den Claim „LET’S GO GRAZ“ ausgerichtet. Der ganze Kommunikationsauftritt besticht durch die Einfachheit und damit Niederschwelligkeit: Jeder ist angesprochen und wird motiviert. Ganz im Sinne des Sportjahres 2021.

Aufnahme in Global Active Cities
Das Sportjahr wird gleichzeitig auch der Startschuss für eine Teilnahme der Stadt Graz am Global Active Cities-Netzwerk sein. Diese Bewegung wurde 2006 auf Initiative des IOC und der in Deutschland registrierten Non-Profit Organisation TAFISA (The Association For International Sport for All) gegründet. Ein wesentliches Ziel dieser „Active Cities“-Bewegung ist es, dass Städte die Rahmenbedingungen schaffen sollen, damit ihre Bevölkerung einen aktiven und gesundheitsbewussten Lebensstil pflegen kann. Im Jahr 2018 wurde dieses Zertifikat „Global Active Cities“ erstmals an sechs Städte vergeben und zwar an Buenos Aires, Hamburg, Lillehammer, Liverpool, Ljubljana und Richmond (Kanada), die als zertifizierte „Global Active Cities“ eine Pionierrolle einnehmen. Am Ende des Sportjahres soll Graz in die Reihe dieser Städte aufgenommen werden und auch der Trägerverein soll dann in weiterer Folge zur zentralen Drehscheibe der „Active City Graz“ werden.

Fotos: Stadt Graz/Fischer
v.l. Ex-Snowboard-Weltmeisterin Marion Kreiner, Sportstadtrat Kurt Hohensinner, Sportjahr-Koordinator Markus Pichler, Bürgermeister Siegfried Nagl, Spitzensportlerin Julia Meder, FPÖ-Klubobmann Armin-Sippel, Sportamtsleiter Thomas Rajakovics, Ex-Kajak-Weltmeister Gerhard Peinhaupt

22. Juni 2020

WERTSCHÄTZUNG FÜR CORONABEDINGTE FAMILIENLEISTUNGEN: FAMILIEN ALS HELDEN IN DER KRISE TUT DER KINDERBONUS GUT!

Bundeskanzler Sebastian KURZ setzt seinen familienfreundlichen Kurs fort: Mit der Einführung des Familienbonus Plus wurde bereits eine starke Steuererleichterung, die endlich die von Familienvertretern jahrzehntelang geforderte Berücksichtigung von Unterhaltsverpflichtungen erfüllt, auf den Weg gebracht.
Die Corona-Krise hat für die Familien neue große Herausforderungen gebracht. Oft waren organisatorische Meisterleistungen notwendig: Kinderbetreuung, Heimunterricht, Homeoffice und Haushalt mussten monatelang auch in psychisch belastenden Situationen bewältigt werden.
Den Familien kommt eine große Bedeutung bei der rückläufigen Entwicklung der Corona-Fallzahlen zu. Wie wir aus Umfragen wissen, waren maßgeblich die Mütter, aber auch viele Väter für die konsequente Umsetzung der Vorgaben der Bundesregierung verantwortlich. Sie waren Heldinnen und Helden in der Krise und haben einen unverzichtbaren Beitrag geleistet.
Familienministerin Christine ASCHBACHER und der Bundeskanzler haben den Familien dafür öffentlich gedankt und nun ein wertschätzendes und wichtiges Signal gesetzt: Im September werden die Familien für jedes Kind zur Familienbeihilfe zusätzlich 360 Euro erhalten.
Völlig unverständlich ist die zynische Reaktion von SPÖ und NEOS, die hier von einem „Almosen“ sprechen. Wie abgehoben sind jene, die einer Familie mit drei Kindern, die nun über 1000 Euro erhält, signalisieren, dies sei unbedeutend?
Für die Stadt Graz als größte Kinder-und familienfreundliche Stadt Österreichs bedeutet der Kinderbonus einen wertvollen Beitrag, mit dem sich die Familien nach der Krise Wünsche erfüllen und optimistisch in die Zukunft gehen können.

Familienstadtrat Kurt HOHENSINNER
Gemeinderätin Sissi POTZINGER, VP-Familiensprecherin
Marie-Theres STAMPFL, Stadtleiterin der Grazer VP-Frauen

Rückfragehinweis:
Mag.a Dr.in Marie-Theres Stampfl thesi.stampfl@gmx.at Tel.: 06508802169
GRin Elisabeth Potzinger potzinger.family@aon.at Tel.: 06643942364

Fotocredit: VP Fauen

9. Juni 2020

„Graz hilft“: Neuer Sozialfonds ist mit 100.000 Euro dotiert

„Die Stadt Graz verfügt über ein sehr dichtes, soziales Netz. Als schwarz-blaue Rathaus-Koalition haben wir uns dazu bekannt, dieses Netz weiter auszubauen und, wo es möglich ist, noch engmaschiger zu knüpfen“, sagt Sozialstadtrat Kurt Hohensinner, „in den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Initiativen auf den Weg gebracht, um Graz noch sozialer zu machen. Der neue Sozialfonds ‚Graz hilft‘ ist ein weiterer großer Meilenstein.“ Mit ein Hintergrund für die Einrichtung eines solchen Fonds waren die Erfahrungen der Sozialsprechstunde, die einmal wöchentlich im Büro des Sozialstadtrats abgehalten wird. „Notsituationen können jeden treffen und sind oft sehr individuell“, weiß Hohensinner, „immer wieder gab es deshalb auch Fälle, bei denen das gesetzliche Hilfssystem nicht ausgereicht hat oder eine Hilfestellung aus diversen Gründen erst gar nicht möglich war.“ Deshalb wurde die Einrichtung eines Hilfsfonds für Grazerinnen und Grazer bereits vor einiger Zeit in der Agenda 22 Plus festgeschrieben.

Unbürokratische Hilfe gerade jetzt
Die aktuellen Ereignisse im Rahmen der Corona-Pandemie haben nun dazu geführt die Umsetzung des Fonds noch weiter zu beschleunigen. „Neben Fragen zur Gesundheit, sind es vor allem Gedanken rund um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krise, die unseren Alltag prägen“, so der Sozialstadtrat. Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit werden das Land noch länger begleiten. Die mittel- und langfristigen Folgen sind noch nicht abzuschätzen. „Gerade jetzt braucht es unbürokratische Hilfe“, ist Hohensinner sicher. Auch FPÖ-Klubobmann Armin Sippel ist überzeugt: „Soziale Unterstützung ist der FPÖ ein wichtiges Anliegen. Unser Ziel ist es, freiwillige städtische Leistungen zielsicher jenen Personen zukommen zu lassen, die ihrer wirklich bedürfen. Wir wollen Menschen in Notsituationen Hilfe zur Selbsthilfe geben, sie aber nicht in dauerhafte Abhängigkeit vom Sozialsystem führen. Genau diesen Weg gehen wir mit dem neuen Sozialfonds.“ So muss die Notsituation nachgewiesenerweise unverschuldet zustande gekommen sein. Außerdem ist eine Unterstützung nur alle fünf Jahre möglich. Für das Jahr 2020 wird der Sozialfonds mit 100.000 Euro gefüllt. In den Folgejahren sollen es jeweils 150.000 Euro sein.

Das ist der Sozialfonds „Graz hilft“
Der Sozialfonds „Graz hilft“ ist eine freiwillige Leistung der Stadt ohne Rechtsanspruch und wird vom Sozialamt verwaltet. Die Voraussetzungen sind an die Kriterien für den Bezug der Grazer SozialCard angelehnt:
• Vollendung des 18. Lebensjahres
• Hauptwohnsitz in Graz seit zumindest 12 Monaten
• Österreichische StaatsbürgerInnen oder ausländische/staatenlose Personen, die zu einem mehr als dreimonatigen Aufenthalt in Österreich berechtigt sind
• Geringes Einkommen muss nachgewiesen werden
• Nachgewiesene unverschuldete Notsituation
• Gesetzliche Leistungen (zum Beispiel Mindestsicherung, Sozialhilfe, Leistungen nach dem Stmk. Behindertengesetz oder Arbeitslosengesetz) müssen vorab in Anspruch genommen werden (Subsidiaritätsprinzip)

Grundsätzliche Ausschlussgründe sind:
• Asylwerber und andere Personen, denen nach betreuungsrechtlichen Bestimmungen ein Rechtsanspruch auf Gewährung der Grundversorgung zusteht
• Ausländische/staatenlose Personen, die nicht zu einem mehr als dreimonatigen Aufenthalt in Österreich berechtigt sind
• Innerhalb der letzten fünf Jahre wurde bereits eine Zuwendung aus dem Sozialfonds „Graz hilft“ bezogen

Vorprüfung durch Kommission
Anträge können unter grazhilft@stadt.graz.at eingereicht werden. Eine Kommission prüft den Fall vorab und gibt eine Empfehlung ab. „Ich freue mich, dass wir für den Vorsitz der Kommission mit Günther Feldgrill eine hervorragend geeignete Persönlichkeit gefunden haben“, so Hohensinner, „als langjähriger Leiter der Zweiten Sparkasse kennt er die Nöte der Menschen. Er wird uns mit seiner Expertise bestmöglich unterstützen.“ Gemäß der Grazer Subventionsordnung werden Unterstützungen bis 1.500 Euro vom zuständigen Sozialstadtrat, Unterstützungen über 1.500 Euro vom Stadtsenat entschieden. Die Auszahlung erfolgt je nach Dringlichkeit als „normale“ Überweisung, Postbaranweisung oder Barauszahlung der Stadthauptkassa. Die Einrichtung des Sozialfonds „Graz hilft“ wird im kommenden Gemeinderat beschlossen werden. Die erste Kommissionssitzung wird Anfang Juli stattfinden.

Schwarz-blaue Sozial-Agenda
Seit Beginn der schwarz-blauen Rathaus-Koalition setzt diese verstärkt Initiativen im Sozialbereich. Gemeinsam ist es so gelungen in Graz wesentliche Schritte zu setzen, um das soziale Netz weiter auszubauen. So wurde etwa die SozialCard reformiert (Online-Beantragung, Gutscheinsystem, Erhöhung der Schulbeihilfe), der Aktionsplan gegen Vereinsamung ins Leben gerufen, oder etwa eine neue zentrale Infostelle im Sozialamt umgesetzt. Das Wohnungslosenangebot der Stadt wurde verstärkt, etwa durch Einrichtung eines Kältetelefons und Ausweitung der Notschlafbetten und neue Schwerpunkte, wie etwa Unterbringung für pflegebedürftige Obdachlose. In der Behindertenhilfe wurde das Beschäftigungsprojekt Step by Step umgesetzt, der Aktionsplan Barrierefreie Innenstadt oder etwa die Rampe Graz.

Foto: Stadt Graz/Fischer
v.l. Kurt Hohensinner, Günther Feldgrill

8. Juni 2020

Sommer- und Ferienprogramm 2020

• Land Steiermark: Umfassendes Sommer-Unterstützungspaket zur Absicherung der Ferienbetreuung
• Stadt Graz: So viele Betreuungsplätze wie noch nie im städtischen Sommerpaket

„Die Corona-Pandemie hat die Steiermark vor große Herausforderungen gestellt, insbesondere auch Familien“, betonen Familienlandesrätin Juliane Bogner-Strauß sowie Stadtrat Kurt Hohensinner in ihren Einleitungen. „Viele mussten ihre Urlaube für die Kinderbetreuung während des Lockdowns verbrauchen, haben nun finanzielle Engpässe oder Urlaube wurden aufgrund der Unsicherheit abgesagt und storniert. Viele Familien haben sich mit diesen Problemlagen an uns gewandt. Deshalb braucht es gerade im heurigen Sommer ein vielfältiges und niederschwelliges Betreuungsangebot, um die Familien zu unterstützen“, so Bogner-Strauß und Hohensinner.

Das Land Steiermark und die Stadt Graz haben deshalb alle Kräfte im Bereich der Sommer- und Ferienbetreuung gebündelt und ein umfangreiches Maßnahmenpaket zusammengestellt. Für die Grazer Familien bedeutet das mehr Plätze denn je, und neue Schwerpunktsetzungen von Sommersportwochen über die Ferienspaß-Aktion bis hin zu Englisch-Förderwochen: „Wir gehen gestärkt aus der Krise. Noch nie hatten wir so viele Betreuungsplätze und so ein umfangreiches Angebot wie heuer“, so Hohensinner. Neben der institutionellen Betreuung in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen, wurde das Angebot der Stadt auf 7.500 Plätze ausgebaut.

Auch Familienministerin Christine Aschbacher freut sich über das breite Ferienangebot in ihrer Heimat: „Ich habe mich im Interesse der Familien dafür eingesetzt, dass Kinderbetreuung in den Ferien möglich ist. Durch die COVID-Krise ist die Organisation der Ferienbetreuung für viele Eltern eine besondere Herausforderung. Daher ist es wichtig, hier ein breites Angebot sicher zu stellen. Ich freue mich daher ganz besonders, dass Land Steiermark und Stadt Graz ein so innovatives und umfassendes Sommerbetreuungspaket zusammengestellt haben.“

Land Steiermark: Umfassende digitale Plattform für Ferienbetreuung von A bis Z
Auf Initiative von Familienlandesrätin Juliane Bogner-Strauß wurde ein umfassendes Corona-Sommer-Unterstützungspaket für die steirischen Familien am 4. Juni 2020 in der Steiermärkischen Landesregierung beschlossen. Dieses Paket beinhaltet im Zentrum den Ausbau der „Plattform Ferienbetreuung Steiermark“ zu einer umfassenden Übersicht und Suchmöglichkeit für Eltern zu Anbietern und Angeboten von Ferienbetreuung für ihre Kinder und Jugendlichen. „Bereits jetzt finden sich auf der Plattform Ferienbetreuung der Kinderdrehscheibe Steiermark rund 240 FerienanbieterInnen. Sie wird nun rasch bzw. laufend um Angebote aus allen Bereichen der Ferienbetreuung ergänzt“, informiert Familienlandesrätin Bogner-Strauß und dankt zugleich den Gemeinden und Anbietern für ihre aktive Teilnahme.

Denn, nicht nur private Anbieter und Vereine, sondern gerade auch Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtungen und Schulstandorte waren und sind ganz wesentliche Säulen der Ferienbetreuung in den Gemeinden und Regionen: über 790 Kinderbetreuungseinrichtungen haben, neben den 218 steirischen Ganzjahresbetrieben, für diesen Sommer Betreuungsmöglichkeiten angemeldet. Dazu kommen zahlreiche Ganztagesschulen, die auch im Sommer unterschiedliche Angebote setzen wollen. Die konkreten Angebote für den heurigen Sommer werden gerade bei den Trägern erhoben und vervollständigen die Angebotsübersicht auf der „Plattform Ferienbetreuung Steiermark“.

So kann erstmals die Bandbreite an Angeboten der steirischen Sommerbetreuung von institutionellen Einrichtungen, wie Kindergarten, Ganztagesschulen, Horten, über die ZWEI UND MEHR-Kinder-Ferien-Aktivwochen bis hin zu attraktiven Gemeinschaftsaktivitäten für Jugendliche von Eltern bedarfsgerecht und entsprechend den jeweiligen regionalen, zeitlichen Anforderungen über eine einfache Suchmaske – die Eltern können nach Region, Ort, Alter des Kindes, Art, Zeitraum sowie Kosten des Angebotes suchen – abgerufen werden. „Von der Tagesbetreuung, über Feriencamps bis zu umfassenden Gemeindeprogrammen mit Workshops, Camps und Tagesausflügen ist für Kinder und Jugendliche jeden Alters etwas dabei“, so die zuständige Familienlandesrätin. „Zudem“, so Bogner-Strauß weiter, „bietet die Plattform allen AnbieterInnen von Ferienangeboten die Möglichkeit, ihre vielfältigen Maßnahmen zu präsentieren und Familien mit Ferienbetreuungsbedarfen noch gezielter als bisher zu erreichen.“

Nicht nur durch die von der Landesregierung beschlossene Erweiterung der „Plattform Ferienbetreuung Steiermark“ unter www.kinderdrehscheibe.net wird das Service für Eltern deutlich verbessert. Zudem steht die Kinderdrehscheibe Steiermark auch als One-Stop-Shop für alle Betreuungsfragen und -bedarfe, die nicht via Angebotssuche in der Datenbank gelöst werden können, telefonisch unter 0316/37 40 44 als Erstanlaufstelle auch für alle Ferienbetreuungsfragen zur Verfügung.

Stadt Graz: Institutionelle Sommerbetreuung in den städtischen Einrichtungen
Rückgrat der Sommerbetreuung ist auch in der Stadt Graz die institutionelle Betreuung in den städtischen Einrichtungen. Alle Kinder, die während des Jahres betreut werden, haben auch die Möglichkeit die Sommerbetreuung in diesen in Anspruch zu nehmen. Dies gilt für die städtischen Volks- und Mittelschulen, Kinderkrippen, Kindergärten und Horte. Auch im heurigen Sommer werden wieder einzelne Standorte geöffnet um diese Sommerbetreuung zu ermöglichen. Im vergangenen Jahr wurden rund 2.000 Kinder in diesem Bereich betreut. Für das heurige Jahr geht man von ähnlichen Zahlen aus. Die Anmeldung für die Kinderbetreuungseinrichtungen ist noch bis Mittwoch, 10.06.2020, online möglich. Die Anmeldung für die schulische Betreuung ist über die einzelnen Schulen möglich.

Freizeithits und Ferienspaß
Neben der institutionellen Betreuung wurde das weitere Ferienangebot massiv ausgebaut. Seit Jahren großer Beliebtheit erfreuen sich die „Freizeithits für Grazer Kids“ des Amtes für Jugend und Familie. Auch heuer erwartet die Kinder wieder ein buntes Programm mit vielen Höhepunkten, von Kinderzauberkurs, Kochkurs für Kids, Zirkusschule, Programmieren (Coding Week) über Theaterwoche, Näh- und Webkurse und Pferdeerlebnistage bis hin zu Fotoworkshops, Wanderungen, etc. Insgesamt stehen hier 1.400 Plätze zur Verfügung. Die Anmeldung startet am Montag, 8. Juni um 5:30 Uhr auf der Plattform Venuzle https://partner.venuzle.at/freizeithits-graz

Aber das Jugendamt wartet auch mit einem neuen Familienangebot auf. „Viele Rückmeldungen aus der Bevölkerung haben uns gezeigt, dass es gerade heuer vermehrt Nachfrage nach ganztätiger Betreuung gibt“, erklärt Hohensinner, „eine Antwort auf diese Anfragen ist die neu konzipierte Serie ‚Ferienspaß‘.“ Ferienspaß ist eine wochenweise buchbare Ganztagesbetreuung im Grazer Stadtgebiet. Das Programm wird gemeinsam mit den etablierten Partnern Kinderfreunde, WIKI und Jakotopia durchgeführt. Die Betreuung erfolgt zwischen 8 und 16:30 Uhr an vier Standorten. Insgesamt stehen rund 400 Betreuungsplätze zur Verfügung. Die Kosten liegen bei 120 Euro pro Woche, für SozialCard-Inhaber sind es 90 Euro. Die Anmeldung startet am Montag, 15. Juni ebenfalls auf Venuzle. „Beim Ferienspaß greifen wir auf das Know-how unserer langjährigen Partner zurück. Damit konnten wir in kurzer Zeit rund 400 zusätzliche Ganztagesbetreuungsplätze schaffen“, freut sich der Stadtrat.

Ebenfalls mit im Programm sind auch heuer wieder die Grazer Spielmobile. Diese sind seit 2. Juni in den Grazer Parks unterwegs. Die Einsätze werden aufgrund der aktuellen Gesundheitslage monatlich geplant und angepasst, immer aktuell abrufbar unter www.graz.at/Freizeit.

Sportlich durch die Ferien
Auch das Sportamt wartet mit Neuigkeiten auf: Neben den beliebten Sportkursen werden heuer auch erstmals Sommersportwochen angeboten. Diese sind wochenweise buchbar und verstehen sich als Ganztagesbetreuung inkl. Essen mit speziellem sportlichen Schwerpunkt. Die Sommersportwochen werden in Kooperation mit den drei bewährten Vereinen ATG, VGT und #Kickit Augustinum angeboten. Die Kosten liegen bei 150 Euro pro Woche, pro Geschwisterkind gibt es 10 Prozent Rabatt. Spezielle Ermäßigungen gibt es außerdem für SozialCard-Besitzer. „Sport ist besonders wichtig für viele Kinder, gerade jetzt nach Wochen, in denen viele ihren Bewegungsdrang nicht genug ausleben konnten. Deshalb war für uns klar, dass wir unser sportliches Angebot in den Ferien ausbauen werden“, so Hohensinner, „mit den drei Vereinen haben wir tolle Partner, die ihre Erfahrungen hier großartig eingebracht haben. Durch sie war es auch möglich, diese Angebote so kurzfristig auf die Beine zu stellen.“ Die Sommersportwochen sind speziell für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren konzipiert. Die Betreuung ist von 7:30 Uhr bis 18:00 Uhr möglich und wird durch geschultes Betreuungspersonal sowie ausgebildete Sporttrainer durchgeführt. Geboten wird ein bunter Sportmix aus Ballspielen, Leichtathletik, Schwimmen und vielem mehr. Die Anmeldung ist am 3. Juni auf Venuzle (https://partner.venuzle.at/sportamt-graz/courses/) gestartet. Insgesamt sind 300 Plätze verfügbar. Bei großer Nachfrage können die Kapazitäten aber noch weiter ausgebaut werden.

Ein beliebter Fixpunkt im Grazer Ferienkalender seit Jahren sind die Sportkurse. Diese werden auch heuer mit Corona-angepassten Rahmenbedingungen stattfinden. Insgesamt stehen rund 4.000 Kursplätze in über 40 Sportarten zur Verfügung. Heuer neu im Programm. Quidditch, Drachenboot und Kanupolo. Die Online-Anmeldung startet am Montag, 8. Juni. Unter dem Motto „Sport für jedes Kind“ gibt es auch heuer wieder Teilnahmemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit intellektueller oder körperlicher Beeinträchtigung.

Spielerisch fördern
Einen Ausbau der Plätze gibt es auch im Bereich des Integrationsreferats. „Wir investieren große Summen in den Bereich der Deutschförderung, nicht nur während des Schuljahres, sondern auch in der Sommerbetreuung“, weiß Integrationsstadtrat Hohensinner, „Deutsch ist der wesentliche Schlüssel für gelungene Integration. Gerade heuer war es uns wichtig auch in diesem Bereich die Plätze auszubauen – vor allem auch für jene Kinder, die durch den Lockdown im Unterricht etwas zurückgefallen sind. Insgesamt können wir im Integrationsbereich heuer 1.300 Plätze zur Verfügung.“ Größter Anbieter ist die „deutsch und mehr“-Sommerschule mit rund 800 Plätzen für Volksschulkinder und Kindergartenkinder vor Schuleintritt. Hier auch neu im Programm sind zusätzliche 50 Plätze, in denen Englisch-Förderung forciert wird. Deutschförderung für Schüler der Neuen Mittelschulen bieten die ISOP Sommerkurse für über 200 Kinder. Ein allseits beliebtes Betreuungshighlight mit einem spannenden Mix aus Sport und Lernförderung ist GRAgustl der Caritas. Das Angebot wird heuer auf mehrere Schulstandorte verteilt und von 140 auf 200 Kinder ausgebaut. Außerdem werden für die 50 Teilnehmer des Projekts LeO, das aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht wie geplant stattfinden konnte, die entfallenen Einheiten über den Sommer nachgeholt.

Talente entdecken und stärken
Ebenfalls mit im Programm ist der Talentesommer gemeinsam mit der Begabungsakademie Steiermark und der Bildungsdirektion Steiermark. Gleich in der ersten Ferienwoche finden in der Volksschule Algersdorf Talenteförderkurse zu Themen wie Chemie, Physik, Kreativ etc. für rund 100 Kinder statt. Die Kosten liegen bei 150 Euro inkl. Verpflegung.

Land Steiermark: Ausbau der Ferien-Aktivwochen
Auch im Familienressort des Landes Steiermark wird das Ferienprogramm zur Unterstützung der Familien erweitert, etwa das ZWEI UND MEHR-Kinder-Ferien-Aktivwochen-Programm. Ziel der Kinder-Ferien-Aktivwochen ist es, möglichst vielen Kinder und Jugendlichen die Teilnahme an vielfältigen und bedarfsgerechten Ferienangeboten zu ermöglichen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch eine verlässliche, leistbare, betreute Feriengestaltung, insbesondere für einkommensschwache Familien und Alleinerziehende zu verbessern. Darunter gibt es Angebote, wie z.B.:
• Sportunion regioMOTION – Polysportive Kindersportcamps Region Murau – Polysportive Kindersportcamps Region Murau, Zeitraum: Sommerferien, Montag, 20. Juli 2020 bis Freitag, 24. Juli 2020 Kosten: € 135 inkl. Verpflegung

• MGH – Mehrgenerationenhaus Waltendorf – 1,2,3,4,5,6,7 – Guten Appetit, ihr Lieben. Zeitraum: Sommerferien, Montag, 20. Juli 2020 bis Freitag, 24. Juli 2020 Kosten: € 140 inkl. Verpflegung

• TSA- Tanz & Sport Akademie – SummerDanceDays, Zeitraum: Sommerferien, Montag, 13. Juli 2020 bis Mittwoch, 15. Juli 2020 Kosten: € 129 inkl. Verpflegung

• Familienreferat Diözese Graz-Seckau – ab in die Ferien; Zeitraum: Sommerferien, Montag, 13. Juli 2020 bis Freitag, 17. Juli 2020 Kosten: € 75 – 150 inkl. Verpflegung
und viele mehr.

Durch die coronabedingte Anpassung der bestehenden Förderungsrichtlinien, die ebenfalls am 4. Juni 2020 von der Steiermärkischen Landesregierung beschlossen wurde, werden zusätzliche flexiblere, kostengünstigere und auch neue Sommertagesangebote (durch Verlängerung der Einreichfrist für AnbieterInnen bis 31. Juli, die Anhebung des Tagsatzes für die AnbieterInnen wie auch durch eine Erhöhung der Beihilfe für die Eltern/Erziehungsberechtigten) ermöglicht. Familienlandesrätin Juliane Bogner-Strauß freut sich: „Damit verstärken wir nicht nur das Angebot an Kinder-Ferien-Aktivwochen und ermöglichen noch mehr Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an Kinder-Ferien-Aktivwoche mit Tagesbetreuung, sondern stärken in diesen herausfordernden Zeiten auch unsere 40 anerkannten AnbieterInnen im Netzwerk.“

Auch Jugendliche fühlten sich in ihren Bedürfnissen, ihren Sorgen und ihrer Lebenswelt, wie aus der Studie JuCo der Universität Hildesheim hervorgeht, in der Krise gesellschaftliche nicht richtig wahrgenommen und auf die Rolle als „Homeschooler*innen“ reduziert. Daher ist es in der aktuellen Situation, nach Monaten der Ausgangsbeschränkungen und Beschränkungen der sozialen Kontakte, mehr denn je wichtig das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen ins Zentrum zu stellen und Angebote und Aktivitäten zu setzen, die Ausgleich und Normalität der sozialen Beziehungen fördern und Entlastung und Durchatmen ermöglichen. Es ist notwendig, den Kindern und Jugendlichen wieder einen besonderen Platz in der Gesellschaft zu geben. Die Außerschulische Jugendarbeit – speziell Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit sowie Verbände und Vereine der Verbandlichen Jugendarbeit – kann hier mit professionell betreuten, qualitätsvollen Angeboten ein Baustein der Entlastung von Kinder, Jugendlichen und damit auch von Familien sein. Jugendliche brauchen nach der Zeit des Lockdowns wieder die Möglichkeit, ihre Freundschaften zu pflegen und ihren Bedürfnissen entsprechende attraktive Angebote außerhalb des Elternhauses. Im Rahmen dieses Sommerunterstützungspaketes leistet die außerschulische Jugendarbeit durch ein ausgeweitetes Angebot und zusätzliche Projekte ihren Beitrag.

Das landeseigene Bildungshaus Retzhof leistet ebenfalls seinen Beitrag zur Entlastung der Familien in der Region und verdoppelt sein Angebot der Sommerferien-Betreuung vom 13. Juli bis 21. August 2020 auf nunmehr sechs Wochen zu einem besonders günstigen Preis, der durch die finanzielle Unterstützung durch das Land Steiermark ermöglicht wird.

Fotos: Stadt Graz/Fischer

 

2020-06-05 Sommerbetreuungspaket

5. Juni 2020

Christian Buchmann ist neuer Vizepräsident des Bundesrates

Gestern wurde Christian Buchmann in der Sitzung der Länderkammer einstimmig zum neuen Vizepräsidenten des Bundesrates gewählt. „Ich gratuliere Christian Buchmann herzlich zu dieser Funktion und bin stolz, dass wir mit ihm einen politisch erfahrenen und fachlich kompetenten steirischen Vertreter in dieser Position haben“, so Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Schon bisher brachte Buchmann seine inhaltliche Expertise im Bundesrat als Vorsitzender des EU-Ausschusses und stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses ein. Ab Jänner 2021 übernimmt die Steiermark den Vorsitz im Bundesrat.

Christian Buchmann ist seit 1987 in unterschiedlichen Funktionen in der ÖVP aktiv. Er begann seine Karriere in der Jungen ÖVP und war über zehn Jahre lang Mitglied der steirischen Landesregierung. Vor seinem Einzug in den Bundesrat war er Abgeordneter zum Steiermärkischen Landtag.

Archivfoto (© Scheriau): Hermann Schützenhöfer und Christian Buchmann

3. Juni 2020

Bundeskanzler Sebastian Kurz überzeugte sich von der Innovationskraft steirischer Unternehmen

Am heutigen Nachmittag fand auf dem Freigelände der Grazer Messe eine ganz besondere „Leistungspräsentation“ von steirischen Unternehmen statt. Im Beisein von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung Steiermark, konnte sich Bundeskanzler Sebastian Kurz davon überzeugen, wie stark und innovativ steirische Unternehmen in Zeiten der Coronakrise agieren. Von der Produktion von Desinfektionsmitteln und Gesichtsschutzschildern über die Entwicklung von medizinischen Abfallsgeräten bis hin zu Beatmungsgeräten aus dem 3D-Drucker – die Steiermark ist nicht umsonst das Forschungs- und Innovationsland Nummer 1. Unternehmen wie Christof Industries, Saubermacher, HAGE Sondermaschinenbau GmbH, Payer Medical GmbH, umdasch Store Makers Leibnitz GmbH und SauberHand stellten dabei ihre jüngsten Innovationen und Produkte vor.

„Es ist beindruckend, mit welcher Innovationskraft die steirischen Unternehmen bei der Bewältigung der Krise mitwirken. Wir haben durch das Coronavirus gesehen, wie wichtig es ist, auch in Österreich und Europa Schutzausrüstung und medizinische Produkte zu produzieren. Auf europäischer Ebene müssen wir die Diskussion führen, wie wir es schaffen, in Schlüsselindustrien der Medizin- und Pharmaindustrie autark zu werden“, so Bundeskanzler Kurz.

„Gerade in Zeiten der Coronakrise zeigt die Steiermark, was ein Innovationsland kann. Ich bin stolz, dass wir – wenn es wirklich darauf ankommt – von notwendigen Produkten wie Schutzanzügen oder –masken bzw. Desinfektionsmittel vieles selbst in diesem Land herstellen können“, erklärte Landeshauptmann Schützenhöfer.

Landesrätin Eibinger-Miedl sprach dabei auch die Plattform „Schutz vor Corona“ an, auf der heimische Unternehmen ihre Produkte anbieten können bzw. die zur Einhaltung aller Vorschriften benötigten Produkte möglichst einfach und schnell bekommen: „Die Plattform ist seit wenigen Wochen online und wird sehr gut angenommen.“

Knill, Präsident der Industriellenvereinigung, ergänzte: „Diese Unternehmen zeigen eindrucksvoll, wie anpassungsfähig und stark die Steiermark ist. Innovation ist immer nur durch eine großartige und enge Kooperation mit der Politik möglich. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Fotos Leistungspräsentation Steiermark (STVP/Jungwirth): Johann Christof (M.) präsentierte Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Georg Knill (IV Steiermark), Bundeskanzler Sebastian Kurz und Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl ein Gerät zur medizinischen Abfallsbehandlung und Desinfektion.

4. Mai 2020

Am „Tag der Arbeit“ wurden diesmal Steirische Backhendl geliefert

 

Vor ein paar Wochen hat sich der Alltag und das Leben in Österreich und der Steiermark stark verändert. Das merkt man auch am 1. Mai. Gewöhnlich pflegt die Steirische Volkspartei am „Tag der Arbeit“ eine liebgewonnene Tradition: Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer sowie Abgeordnete, Funktionäre und Mitarbeiter verteilen in allen Bezirken Frühstück an arbeitende Steirerinnen und Steirer. In Zeiten der Corona-Krise wurde diesmal ein anderer Weg eingeschlagen: Der Landeshauptmann stattete gemeinsam mit Bundesministerin Christine Aschbacher und Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg den Mitarbeitern des Flughafens Graz und der Grenzpolizei sowie der ÖAMTC-Flugrettung zu Mittag einen Besuch ab, um symbolisch und stellvertretend allen arbeitenden Steirerinnen und Steirern „Danke“ zu sagen. Und diesmal gab es nicht das Frühstück, sondern köstliche steirische Backhendl und Kartoffelsalat vom Feldkirchnerhof.

„Ich danke allen, die sich auch am 1. Mai zum Wohle unserer Gesellschaft engagieren und für Sicherheit sorgen. Gerade in Zeiten wie diesen sind Solidarität, Engagement und Zusammenhalt wichtiger denn je“, meinte der Landeshauptmann und betonte: „Trotz einer noch nie dagewesenen Krise, die ganz stark den Arbeitsmarkt betrifft, kann man sich auch glücklich schätzen, in so einem Land, das die schwierige Situation im Großen und Ganzen gut im Griff hat, zu leben.“ Es sollte ein deutliches Signal sein, dass er als Landeshauptmann heute den Flughafen Graz-Thalerhof besuche, schließlich ginge es in der Diskussion rund um den Erhalt der AUA nicht nur um Wien, sondern auch um die Flughäfen in den Bundesländern. Gerade Graz hat als Regionalflughafen eine ganz besondere und wichtige Bedeutung.

Weil gerade am heutigen 1. Mai die Frage nach dem Mindestlohn wieder aktuell geworden ist, nahm auch Schützenhöfer dazu Stellung: „Ich war 1984 der Erste, der diesen gefordert hat. Über einen Mindestlohn kann und darf man immer diskutieren, festlegen müssen das in weiterer Folge die Sozialpartner.“

Auch für Ministerin Aschbacher, die unweit vom Flughafen Graz aufgewachsen ist, war es ein besonderer Termin zu einer besonderen Zeit: „Als Bundesregierung arbeiten wir gemeinsam mit den Bundesländern und Sozialpartnern auf Hochtouren, damit wir die Menschen in Beschäftigung halten oder schrittweise aus der Kurzarbeit bringen. Für Menschen, die Arbeit suchen, werden wir einen Maßnahmenmix zur Verfügung stellen. Wir kämpfen um jeden einzelnen Arbeitsplatz.“

Fotos (STVP/Foto Fischer)

10. April 2020

EIN HERZ FÜR GRAZ – Die neue Grazer Gutscheinplattform

 

www.ein-herz-fuer-graz.at

Auf dieser Plattform können Grazer Betriebe Gutscheine für ihr Unternehmen online verkaufen. KundInnen können auf dieser Plattform sehr einfach Gutscheine von ihrem Lieblingsbetrieb online kaufen, selbst ausdrucken oder per Mail verschenken.

Das hilft den Betrieben und bringt Freude. Auch wenn jetzt einige Geschäfte wieder öffnen, so gilt das noch nicht für die Mehrheit. Nach wie vor haben viele Unternehmen große Liquiditätsprobleme und tun sich beispielsweise schwer, die Kurzarbeit vorzufinanzieren. Denn die rettenden Hilfszahlungen des AMS kommen erst Wochen oder Monate später an. Jede Einnahme, die bereits jetzt beim Handel, bei  der Gastronomie oder für Dienstleistungen eingeht, hilft den Unternehmen diese schwierige Phase zu überbrücken.

Jeder gekaufte Gutschein ist eine kleine Finanzspritze für das Lieblingscafé, den besten Frisör oder das Geschäft, in dem man sonst so gerne einkauft, und hilft dabei, dass das Unternehmen seine Türen wieder öffnen kann. Man kann die Gutscheine auch nicht nur verschenken, sondern später einfach selbst konsumieren.

Bürgermeister Siegfried Nagl: „Wer jetzt hilft, hilft doppelt! Die Gutschein-Plattform „Ein Herz für Graz“ ist eine weitere Maßnahme der Stadt Graz in der Corona Krise. Mit einem Gutschein kauft oder schenkt man Vorfreude auf normale Zeiten und hilft den Betrieben mit Liquidität, die angespannte Situation zu überbrücken.“

SO FUNKTIONIERT ES FÜR BETRIEBE

Auf „Ein Herz für Graz“ kann man ganz einfach einen Gutscheinshop für ein Unternehmen erstellen. Der Eintrag ist schnell erstellt und kostenlos. Nach vier Schritten ist man startbereit. Mit einer eindeutigen Nummer sind die Gutscheine auch sehr gut vor Fälschung und Mehrfacheinlösung geschützt. Es werden nur die gängigen Gebühren für den Zahlungsverkehr verrechnet. Das System ist einfach zu bedienen. Den Eintrag kann man jederzeit ändern. Eine Liste der verkauften Gutscheine steht dem Betrieb jederzeit zur Verfügung. Nach dem Eintrag kann man gleich die Stammgäste und -kundInnen über die Kaufmöglichkeit informieren. Je mehr Betriebe sich mit der Zeit eintragen, umso interessanter wird die Plattform für alle.

 

SO FUNKTIONIERT ES FÜR KUNDEN UND KUNDINNEN

Auf www.ein-herz-fuer-graz.at Gutscheine kaufen, bezahlen und ausdrucken oder per Mail verschenken. Der Gutschein wird umgehend digital als PDF zum Ausdrucken zugeschickt. Es gibt viele Online-Zahlungsmöglichkeiten. Sobald der ausgewählte Betrieb wieder öffnen darf, kann man den Gutschein einlösen. Manche Unternehmen bieten auch Lieferdienste, für die man den Gutschein natürlich auch verwenden kann. Egal ob Hotel, Gastronomie, Geschäft oder Dienstleister.

 

FAQs

Kunden: Ein Herz für Graz_FAQ für Kunden

Unternehmen: Ein Herz für Graz_FAQ für Unternehmen

www.ein-herz-fuer-graz.at

7. April 2020

Aufeinander schauen ist steirisch!

 

Mit dem „Steirerband“ wird ab sofort unschuldig in Not geratenen Steirerinnen und Steirern geholfen

Wir durchleben gerade eine äußerst turbulente Zeit. In den letzten Wochen wurde den Steirerinnen und Steirern deutlich vor Augen geführt, wie schnell sich das Leben schlagartig und ohne Vorwarnung ändern kann.

 

Die Corona-Krise trifft alle in der Steiermark auf unterschiedliche Art und Weise, viele aber ganz besonders hart. Zahlreiche Menschen sind jetzt in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Ihnen gilt es rasch zu helfen. Aus diesem Grund hat die Steirische Volkspartei die Aktion „Aufeinander schauen ist steirisch“ ins Leben gerufen. „Wir wollen Menschen finanziell unterstützen und sie in dieser schweren Zeit nicht alleine lassen! Zusammen gehören, verbunden sein – das „Steirerband“, unser weiß-grünes Freundschaftsband, soll dieses Symbol für die Zusammengehörigkeit der Steirerinnen und Steirer sein“, erklärt Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer.

Ab sofort kann das „Steirerband“ über die Homepage www.steirerband.at erworben werden. Ein Freundschaftsarmband gibt es ab einer Spende von 5 Euro, natürlich können auch mehrere Bänder auf einmal gekauft werden und höhere Spendenbeträge überwiesen werden. Mit der Spende unterstützt man Steirerinnen und Steirer, die unverschuldet durch das Coronavirus in Not geraten sind und schenkt ihnen Hoffnung.

Die gesamte Initiative wird notariell begleitet, eigene Spendenkonten wurden dafür eingerichtet. Außerdem wird auf der Homepage genau dargestellt, wie viele Spenden auf den Konten eingegangen sind, jede Unterstützungsleistung wird dokumentiert. „Jeder kann sich darauf verlassen, dass die Verwendung der Gelder transparent und jederzeit nachvollziehbar erfolgt und dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie dringend benötigt wird. Dafür stehen wir mit unserem Wort“, erklärt Landesparteigeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg und ergänzt: „Die Steirische Volkspartei übernimmt sämtliche Kosten für Produktion, Logistik und Vertrieb.“

 

Anträge auf der Homepage

Viele Steirerinnen und Steirer befinden sich durch die Corona-Krise in einer finanziellen Notlage. Zahlreiche staatliche und institutionelle Hilfestellungen wurden bereits eingeleitet bzw. in Aussicht gestellt. Erfahrungsgemäß werden derartige Maßnahmen aber nur zeitverzögert wirksam. Ziel der Steirerband-Aktion ist es daher vor allem, diese Notlagen möglichst rasch abzufedern. Die finanzielle Unterstützung versteht sich grundsätzlich als einmalige Überbrückungshilfe. Der Antragsteller/die Antragstellerin muss die persönliche Notlage glaubhaft darstellen und belegen können. Entsprechende Anträge können auf der Homepage www.steirerband.at unter dem Menüpunkt „Jetzt ansuchen“ gestellt werden.

Landeshauptmann Schützenhöfer ruft zur Teilnahme an der Aktion „Aufeinander schauen ist steirisch“ auf: „Mit dem Kauf des Steirerbandes kann jeder dazu beitragen, dass Menschen in Notsituationen rasch geholfen wird. Dieses Steirerband symbolisiert unseren Zusammenhalt im schönsten Bundesland Österreichs. Zusammen sind wir stark und schaffen auch diese Krise. Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung!“

Fotos: ©STVP

3. April 2020

Anna Hopper folgt als Geschäftsführerin der Grazer Volkspartei

Die Stadtparteigeschäftsführerin der Grazer Volkspartei Marion Kreiner wird Ende Mai in den Mutterschutz gehen. Bürgermeister und ÖVP-Stadtparteiobmann Siegfried Nagl: „Wir freuen uns mit Marion Kreiner über ihr Familienglück und den im Sommer zu erwartenden Nachwuchs.“ Kreiner wird mit 29. Mai 2020 ihre Tätigkeit für die Stadtpartei niederlegen und in Karenz gehen.

Nach Vorschlag von Stadtparteiobmann Siegfried Nagl und Beratung mit dem Präsidium der Grazer Volkspartei wurde Anna Hopper als Nachfolgerin genannt. Unser Landesparteiobmann Hermann Schützenhöfer und Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg werden Anna Hopper laut Landesparteistatut bestellen.

Siegfried Nagl: „Ich freue mich über eine engagierte, junge und bereits bekannte Persönlichkeit für die Geschäftsführung gefunden zu haben. Ich bedanke mich bei Marion Kreiner, dass sie die letzten Wahlkämpfe in Graz hervorragend gemeistert hat.

Marion Kreiner: „Ich freue mich mit Anna Hopper und schätze die tolle Zusammenarbeit mit ihr, die sie bei gemeinsamen Projekten bereits unter Beweis stellen konnte. Mit ihrer Person wird es wieder neue Impulse für die Stadtpartei geben.“

Anna Hopper: „Als junge Politikerin die Geschäftsführung anvertraut zu bekommen, ist eine große Ehre. Ich freue mich besonders auf die Zusammenarbeit mit den Bezirks- und Teilorganisationen und auch darauf unsere Partei gemeinsam mit unseren Mitgliedern weiterzuentwickeln. Wir sind derzeit die stärkste politische Gesinnungsgemeinschaft – und wollen das auch in Zukunft bleiben!“

Anna Hopper hat 2013 am BG/BRG Graz International Bilingual School maturiert wo sie sich bereits in der Schülervertretung engagiert hat. Im Landes- und Bundesvorstand der Schülerunion, der größten Schülerorganisation der Steiermark, startete ihr politisches Engagement. Neben einer Ausbildung zur Trainerin in Erwachsenenbildung studiert Hopper Lehramt für die Fächer Englisch und Katholische Religion an der Karl Franzens Uni Graz. In die Grazer Volkspartei kam Hopper 2014 als Mitglied der Jungen Volkspartei, die sie seit 2017 als Obfrau führt. Im selben Jahr wurde sie als jüngste Mandatarin in den Grazer Gemeinderat gewählt. Als Jugendsprecherin der Volkspartei und als Ausschussvorsitzendes für Soziales, Jugend und Familie konnte sie ihre politischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Honorarfreies Foto: Anna Hopper (© JVP Graz)

17. März 2020

Coronavirus: Aktuelles, Maßnahmen und Hilfe der Stadt Graz

LINK: Maßnahmen der Stadt Graz im Überblick

Die Maßnahmen werden laufend aktualisiert und sind über folgenden Link abrufbar: Coronavirus_Massnahmen_der_Stadt_Graz

 

LINK: Zur aktuellen Situation in Graz

Hier finden sie Aktuelles, Fakten und Tipps zum Coronavirus: Coronavirus_Aktuelles_Fakten_und_Tipps

 

LINK: Versorgungshilfe für Risikopersonen in Graz

Für die Personengruppe 65+, die über kein ausreichendes Versorgungsnetzwerk verfügt, wurde seitens der Stadt in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) ein Zustelldienst für Medikamente und Lebensmittel eingerichtet. Ab Freitag, 13. März, kann in der Zeit von 9 bis 13 Uhr (werktags) unter der Telefonnummer +43 316 872-3333 der Bedarf bekanntgegeben werden. Der Zustelldienst wird auf ehrenamtlicher Basis von StudentInnen übernommen.

 

LINK: Informationen für Grazer Unternehmen

Der Coronavirus beschäftigt auch die heimische Wirtschaft. Einzelne Unternehmen sind von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus negativ betroffen.

Arbeitsausfall, Entgeltfortzahlungen, internationale Lieferketten, Förderungen u. v. m. Um die Tourismuswirtschaft und kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen, Liquiditätsengpässe auszugleichen und Betriebe aufrechtzuerhalten, wurden Maßnahmenpakete für heimische Betriebe geschnürt.

Hier finden Sie unter anderem die ersten Infos zu unserem Soforthilfe-Wirtschaftspaket der Stadt Graz in der Höhe von 3 Millionen Euro.

 

9. März 2020

Neues Museum für den König der Melodie: Robert Stolz als generationenübergreifendes Erlebnis

„Robert Stolz (1880–1975) ist eine der bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten, die Graz jemals hervorgebracht hat“, ist sich Bürgermeister Siegfried Nagl sicher, „ich freue mich heute bekanntgeben zu können, dass diesem großen Komponisten des 20. Jahrhunderts, dessen Geburtstag sich 2020 zum 140. Mal jährt, nun in seiner Heimatstadt ein neues Museum gewidmet wird.“ Der Weltenbürger Stolz war aber nicht nur zu seiner Zeit ein hochberühmter, sehr populärer Dirigent und Unterhaltungskomponist, sondern er gehört ebenso zu den großen Humanisten, die vor und während des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Leben gerettet haben. Er ist Ehrenbürger und Ehrenringträger von Graz, wie auch Ehrenringträger des Landes Steiermark. Albert Einstein adelte ihn einst als „König der Melodie“.
Generationen-verbindendes Museum in der SeniorInnenresidenz Robert Stolz
Bereits vor 20 Jahren gab es ein erstes kleines Robert Stolz Museum in Graz, das als solches aber wieder aufgelöst wurde. „In enger Abstimmung mit dem Großneffen Hans Stolz und der Haupterbin von Robert Stolz, Clarissa Henry, ist es uns gelungen ein einzigartiges Projekt zu entwickeln, das nicht nur Andenken an diese großartige Persönlichkeit ist, sondern dessen Arbeit und Leben für alle Generationen erlebbar macht“, erklärt Nagl. Die Konzeption sieht vor, dass in der SeniorInnenresidenz Robert Stolz in der Theodor-Körner-Straße ein „Generationen-verbindendes Museum“ entstehen wird. Für die Gestaltung des Museums wird das Kindermuseum Graz verantwortlich zeichnen. Dieses hat sich gerade für seine generationenübergreifenden Projekte weit über die Grazer Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. „Als Familien- und Generationenstadtrat freue ich mich, dass in diesem spannenden Projekt auf die Expertise des Kindermuseum Graz zurückgegriffen wird. Mit rund 100.000 ist es das besucherstärkste Museum der Stadt“, weiß der zuständige Stadtrat Kurt Hohensinner, „vor allem aber steht das KIMUS für Erlebnisse für die ganze Familie. Musik verbindet die Generationen. Robert Stolz ist ein großartiges Beispiel dafür. Gemeinsam werden wir hier in seinem Andenken ein generationenübergreifendes Erlebnis schaffen, das Jung und Alt begeistern wird.“
Musik ist heilsam
Die Verortung am Standort Robert Stolz bringt viele Vorteile mit sich. So ist er einerseits sehr gut an den öffentlichen Verkehr angebunden, andererseits gelingt ein inhaltlicher Brückenschlag der die Bezeichnung „Wir sind STOLZ“, die im Rahmen der Umbenennung des ehemaligen Pflegewohnheims Geidorf geprägt wurde, noch stärker zum Leben erweckt. „Die GGZ begrüßen das Robert Stolz Museum außerordentlich, wir waren auch das erste singende Krankenhaus und singende Pflegeheim in Österreich. Die Musik verbindet die Generationen, lässt Krankheit zumindest vorübergehend vergessen und mit einem melodischen Lächeln geht alles leichter. Deswegen haben wir schon seit vielen Jahren den gesamten Standort in der Theodor-Körnerstraße dem großen Grazer Komponisten und Musiker gewidmet, das Robert Stolz Pflegeheim, das Robert Stolz Tageszentrum, die Robert Stolz Wohnoase. An vielen Tagen werden hunderte Besucher erfreut sein, wenn das Robert Stolz Museum in Graz erblüht. Die therapeutische Wirkung von fröhlicher Musik ist inzwischen auch evident, daher heilsam“, sagt Gerd Hartinger, Geschäftsführer der Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz.
Drei Millionen Euro werden investiert
Ein städtebaulicher Architekturwettbewerb durchgeführt von der Stadtbaudirektion brachte einen klaren Sieger hervor. Es werden dabei nicht nur neue Räumlichkeiten für das Museum geschaffen, sondern gleichzeitig organisatorische Probleme, die mit der ursprünglichen Konzeption als Unfallkrankenhaus zusammenhängen, gelöst. So werden nun etwa barrierefreie Zugänge errichtet, eine zentrale Infostelle und ein Foyer etabliert, ein Leitsystem zur Orientierung eingeführt und die Rettungszufahrt von der BewohnerInnen-Freifläche entflechtet. Insgesamt werden in das Projekt rund drei Millionen Euro investiert. Rund eine Million Euro entfällt auf diese GGZ-spezifischen Veränderungen und ist bereits in der Finanzplanung der GGZ vorgesehen. Dazu kommen weitere Museums-spezifische Bauteile (Grobkostenschätzung ebenfalls 1 Mio. Euro) und die museale Ausgestaltung (Grobkostenschätzung Euro 950.000,-). Im kommenden Gemeinderat werden 120.000 Euro für die vertiefende Planung freigegeben. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts und Museumseröffnung ist für Ende 2021 geplant.
Offenes Haus und Öffnung des Parks
Eine wesentliche Besonderheit des Bauprojekts ist die offene Gestaltung des Eingangsbereichs. Dort entsteht ein Konzertsaal, der sich mittels Schiebeelementen hin zum Park öffnet und damit eine Verbindung zwischen Sitzgelegenheiten im Park und der Bühne im Zubau ermöglicht. Dies schafft einen einzigartigen neuen Rahmen für Konzerterlebnisse im Park. Die Grünanlage mit seinem historischen Baumbestand wird darüber hinaus zur Straße hin für die Allgemeinheit geöffnet.
Phänomen Robert Stolz: Eindringliche Melodien und couragierte Lebenshaltung
„Wir freuen uns sehr darauf, uns dieser spannenden Aufgabe zu stellen“, sagt Jörg Ehtreiber, Geschäftsführer und Intendant des Grazer Kindermuseum FRida & freD, „die Herausforderung, die bei diesem großartigen Projekt gegeben ist, wird sein, die besondere Strahlkraft der Person Robert Stolz, der nicht nur mit seinen unvergänglichen Melodien begeistert hat, sondern auch durch seine entschlossene Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus nachhaltig beeindruckt, mit einer sehr breiten Publikumsstruktur, die von jung bis alt reicht, zu denken. Wir wollen mit diesem Museum nicht nur einen Gedenkort, sondern einen Ort eines generationsübergreifenden musikalischen Erlebnisses schaffen.“ Das zukünftige Robert Stolz Museum soll das Phänomen Robert Stolz, das sowohl aus seinen unverwechselbar eingängigen und berührenden Melodien als auch aus seiner couragierten Lebenshaltung besteht, ins Zentrum seiner Präsentation rücken. In drei unterschiedlichen Formaten – Ausstellung, Workshops/Studium, Konzerte/Veranstaltungen – folgen die BesucherInnen gewissermaßen den Melodien seines Lebens.
Ort des Gedenkens und des musikalischen Erlebnisses
Das Schaffen von Robert Stolz wird eng mit seiner Biografie verknüpft sein, also der Versuch, mittels multimedialer Erlebnisse sein Leben und die zu einem bestimmten Zeitpunkt vorherrschende Stimmung sinnlich erfahrbar zu machen. Große, universale Themen wie Jugend und Liebe, Verlust und Abschied, Versöhnung und Friede zeichnen sich in seinem Leben und seinem Werk ab. Der Museumsbetrieb wird durch Plätze zum Studieren und Veranstaltungen wie Konzerte und Filmvorführungen ergänzt. Die Aspekte der rhythmisch-gefälligen Leichtigkeit, des anrührenden Tonfalls, der harmonischen Gestimmtheit, der Wehmut über Vergangenes und des Bewahrens von Lebensfreude bieten Verbindungen zur Seniorenresidenz. So ermöglicht die gemeinsame Nutzung des Veranstaltungsbereichs und die Anwendung der Melodien von Robert Stolz für musiktherapeutische Aktivitäten Synergien. Auch sollen die Veranstaltungen ein abwechslungsreiches Programm bieten, an dem die BewohnerInnen aber auch alle GrazerInnen teilnehmen können, bzw. wird dieser Ort eine besondere Achse zwischen jungen und älteren Menschen ermöglichen. Das Robert Stolz Museum soll nicht allein ein Gedenkort an Robert Stolz werden, sondern insbesondere ein Ort des musikalischen Erlebnisses, an dem das Lebenswerk des Komponisten in all seiner Eigenart (seine unvergesslichen ebenso wie vergessene Melodien) gepflegt, aktiviert und weitergelebt wird.
Multimediale Inszenierung und Originalexponate
Für die Umsetzung soll ein neues und einzigartiges BesucherInnenerlebnis geschaffen werden, das in einer Inszenierung mittels multimedialer Elemente und Originalexponate in immer neue Räume und Welten transformiert wird und so einen großen Kosmos rund um Robert Stolz erschafft, der sein Wirken in allen Facetten und Abschnitten seines Lebens zeigt.

Rendering: Architektursalon
Gruppenfoto: Stadt Graz/Fischer
v.l. Architekt Andreas Salfellner, Ingrid Frisch (Stadtbaudirektion), Jörg Ehtreiber, Siegfried Nagl, Kurt Hohensinner, Gerd Hartinger

9. März 2020

Steirer erschließen Kunst-Hotspot New York City

 

Ein zentrales kulturpolitisches Ziel, das die Steiermärkische Landesregierung in der Agenda Weiss-Grün verankert hat, ist die Internationalisierung der steirischen Kunst- und Kulturszene. Auf Betreiben von Kulturlandesrat Christopher Drexler und der Führung des Universalmuseums Joanneum ist es gelungen, die US-Metropole New York City, einen der bedeutendsten Kunst-Hotspots der Welt, für steirische Künstlerinnen und Künstler zu erschließen. Im Zuge dessen eröffnete Landesrat Drexler am Donnerstag (5. März 2020) die Ausstellung „Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein…“ im Österreichischen Kulturforum New York. Im Zentrum stehen Werke von Günter Brus und die Arbeiten aufstrebender steirischer Künstlerinnen und Künstler.

Steirische Ausstellung im Österreichischen Kulturforum New York
Der Titel „Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein…“ will nicht das Ende der Freiheit an die Wand malen, sondern einen gesellschaftlichen Umbruch ins Auge fassen, der sich in den letzten Jahren so konsequent wie schleichend vollzogen hat. Ausgehend von der internationalen Vorreiterrolle von Günter Brus haben sich vier junge Künstlerpositionen mit der gegenwärtigen Struktur der Freiheit in Kunst und Gesellschaft auseinandergesetzt und neue Arbeiten für das Austrian Cultural Forum entwickelt.

In den 1960er-Jahren, als Günter Brus mit seinen Aktionen die österreichische Gesellschaft und ihre Vorstellungen von Kunst und Moral herausgefordert hatte, galt Freiheit als kostbares Gut, das erkämpft und gegen jegliche Einschränkung verteidigt werden musste. Die Erfahrungen und Folgen der Nazi-Diktatur saßen meistens noch tief in den Knochen. Es waren Künstler wie Brus, die mit ihren Arbeiten nicht nur die Grenzen der Kunst beständig erweiterten, sondern in steter Auseinandersetzung mit der staatlichen Ordnungsmacht und ungeachtet persönlicher Risiken zur Überwindung der reaktionären gesellschaftlichen Strukturen der Nachkriegszeit beitrugen.

Das Ausbrechen aus Konventionen, das Abweichen vom System, das Fremdkörper-Sein in der Gesellschaft, das Analysieren neuer Herrschaftsstrukturen und das in Besitz nehmen ihrer Mechanismen steht im Mittelpunkt der Schau. In dieser sind Arbeiten von Günter Brus (1938 Ardning), Evamaria Schaller (1980 Graz), studio ASYNCHROME (Marleen Leitner, 1986 Graz/Michael Schitnig, 1986 Graz), Josef Wurm (1984 Fürstenfeld) und zweintopf (Eva Pichler, 1981 Judenburg/Gerhard Pichler, 1980 Gurk) vertreten. Das studio ASYNCHROME hat vor Ort eine große Wandzeichnung realisiert. Evamaria Schaller hat verbunden mit bereits existierenden Arbeiten am Eröffnungsabend eine Performance durchgeführt, zweintopf neue Arbeiten entwickelt und im Ausstellungsraum installiert und Josef Wurm neue Bilder gemalt, die gemeinsam mit den Werken von Günter Brus gezeigt werden. Die Ausstellung, die von Roman Grabner (Kurator des BRUSEUMs) konzipiert wurde, ist ab sofort bis Juni 2020 in den Räumlichkeiten des Österreichischen Kulturforums in New York zu sehen.

„Eines meiner zentralen kulturpolitischen Ziele ist die weitere Internationalisierung der steirischen Kunst- und Kulturszene, um die Sichtbarkeit steirischer Arbeiten zu erhöhen. Mit dieser Ausstellung im Österreichischen Kulturforum in New York, die neben Günter Brus vier junge Künstlerpositionen rund um das Thema „Freiheit“ gestaltet haben, bieten wir aufstrebenden steirischen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit zur Vernetzung über Ländergrenzen hinaus und bereiten ihnen ein Sprungbrett in das breite Licht der nationalen und internationalen Öffentlichkeit. Es freut mich ganz besonders, dass uns damit erste Schritte gelungen sind, um die US-Metropole New York City, einen der bedeutendsten Kunst-Hotspots der Welt, für steirische Künstlerinnen und Künstler zu erschließen. Und wir wollen weitere folgen lassen“, betont Kulturlandesrat Christopher Drexler.

Michael Haider, Leiter des Österreichischen Kulturforums in New York: „Es ist eine besondere Freude, dass wir die Kunstwerke von Günter Brus zusammen mit Arbeiten junger steirischer Künstlerinnen und Künstler hier im Österreichischen Kulturforum in New York für die kommenden Monate ausstellen können. Vielen Dank an das Universalmuseum Joanneum und vor allem an das Land Steiermark und Kulturlandesrat Christopher Drexler. Er hat die fantastische Kooperation eingeleitet, die wir jetzt mit dieser Ausstellung krönen können und weiter vertiefen wollen.“

Wolfgang Muchitsch, wissenschaftlicher Direktor des Universalmuseums Joanneum: „Wir freuen uns, als offizielles Museums des Landes Steiermark durch diese Kooperation mit dem Österreichischen Kulturforum New York nicht nur das einzigartige Werk von Günter Brus in New York City präsentieren zu dürfen, sondern auch vier jungen, steirischen Positionen diese internationale Plattform geben zu können. Ausgehend von Günter Brus‘ aktionistischen Zeichnungen eröffnen die eigens geschaffenen Werke von Evamaria Schaller, Josef Wurm, studio ASYNCHROME und zweintopf neue Perspektiven auf das Thema Freiheit.“

Stipendien-Programme als Sprungbrett
Atelier- und Stipendien-Programme, über die Künstlerinnen und Künstler mit Unterstützung des Landes Steiermark bei Institutionen im Ausland tätig werden können, sind ein wesentliches Sprungbrett für aufstrebende Kunstschaffende auf eine internationale Bühne und bieten die Möglichkeit zur Vernetzung in die ganze Welt. Mit dem Programm „Kultur International“ betreibt das Kulturressort des Landes Steiermark seit Jahren eine höchst erfolgreiche Vernetzung mit Institutionen und Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland.

Eine ehemalige Stipendiatin des Landes Steiermark, Christina Romirer aus Hofstätten an der Raab, hat ihre internationalen Kontakte genutzt und ist derzeit Stipendiatin der Flux Factory in New York City – einer höchst anerkannten Kulturinstitution, die ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt die Möglichkeit zum Wirken in New York City eröffnet. Landesrat Christopher Drexler traf Christina Romirer an ihrer derzeitigen Wirkungsstätte in der Flux Factory zum Austausch über ihre aktuelle Arbeit und ihre Erfahrungen mit den steirischen und internationalen Atelier-Programmen.

„Im Jahr 2019 konnten wir eine jährliche Kooperation für steirische Kunstschaffende mit dem renommierten Wiels-Museum in Brüssel abschließen. Wir wollen unseren heimischen Künstlerinnen und Künstlern darüber hinausgehend auch die pulsierende Kunstszene von New York City als Sprungbrett in internationale Karrieren bereiten. Einen Grundstein dafür konnten wir bereits legen und ich bin zuversichtlich, dass wir bald zu guten Kooperationen mit der Flux Factory in New York City kommen werden“, betont Kulturlandesrat Christopher Drexler nach einem Termin mit der Direktorin der Flux Factory, Maya Suess. Ziel ist es, steirischen Künstlerinnen und Künstlern ein ähnliches Stipendienprogramm des Landes Steiermark zu eröffnen, wie es derzeit bereits für mehrere europäische Städte, wie Brüssel, Zagreb, etc. besteht.

Internationale Beziehungen nebst Kunst und Kultur im Fokus
Seit 19. Dezember 2020 ist Christopher Drexler in der Steiermärkischen Landesregierung auch für internationale Beziehungen zuständig. Seine erste außereuropäische Reise richtete den Fokus daher neben der Kultur und US-Institutionen auf die Kontakte zu den höchsten Repräsentanten Österreichs in New York. Er traf zu Terminen mit dem Ständigen Vertreter Österreichs bei den Vereinten Nationen, Botschafter Jan Kickert, sowie mit dem Österreichischen Generalkonsul in New York, Helmut Böck, zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die internationalen Partnerschaftsbeziehungen zur Steiermark sowie mögliche Auswirkungen der anstehenden Präsidentschaftswahlen auf Österreich und die Steiermark.

„Die USA zählen für Österreich und damit für die Steiermark zu den wichtigsten internationalen Partnern. Deshalb wollen wir die Beziehungen unseres Bundeslandes sowohl zu den US-Institutionen als auch zu unseren österreichischen Vertretern in den USA intensiv pflegen“, betont Landesrat Christopher Drexler.

Beilage: Presseunterlage zur Ausstellung „Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein…“.

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Fotos zur honorarfreien Verwendung

Foto 1 v.l.n.r.: Patrick Schnabl (Kultur-Abteilungsleiter), Michael Haider (Leiter des Österreichischen Kulturforums New York) mit Gattin, LR Christopher Drexler, Christina Romirer (steirische Künstlerin und Stipendiatin), Maya Suess (Direktorin der Flux Factory), StR Günter Riegler in der der Flux Factory in New York City ((c) kK)

 

Foto 2 v.l.n.r.: Wolfgang Muchitsch (UMJ), Marleen Leitner (studio ASYNCHROME), Michael Schitnig (studio ASYNCHROME), Evamaria Schaller, LR Christopher Drexler, Michael Haider (Leiter des Österreichischen Kulturforums New York), Eva Pichler (zweintopf), Josef Wurm, Roman Grabner (Kurator) bei der Eröffnung der Ausstellung „Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein…“ in den Räumen des Österreichischen Kulturforums New York ((c) davidplakkemedianyc)

Foto 3: LR Christopher Drexler im Gespräch mit der Direktorin der Flux Factory, Maya Suess ((c) kK)

13. Februar 2020

Verordnung zur Erweiterungen in Waltendorf und für neue Schutzzone in St. Peter beschlossen:

Grazer Altstadtschutzzonen wachsen mit 20.02.2020 um 44 Hektar

Wie Kulturlandesrat Christopher Drexler und Bürgermeister Siegfried Nagl im Oktober 2019 präsentiert haben, erfahren die Grazer Altstadtschutzzonen eine Erweiterung. Und zwar um rund 44 Hektar. Mehr als 28 Jahre nach der letzten Veränderung der Grazer Altstadtschutzzonen, werden diese nun auf das sogenannte Villenviertel in Waltendorf ausgeweitet, sowie für jenes in St. Peter neu eingerichtet. Das Ziel ist, zu bewahren ohne einzufrieren: In Zukunft wird in diesen Gebieten, Waltendorf und St. Peter, punktuelles Errichten von Neubauten möglich sein, verknüpft mit der Bedingung, dass die bestehende Bebauung und Umgebung in ihrem Charakter erhalten bleiben muss. Eine baukünstlerische Qualität muss gewahrt bleiben.

Die entsprechende Verordnung, mit der das Gebiet der Schutzzonen festgelegt wird, wurde auf Basis der vom Stadtvermessungsamt an das Land übermittelten Daten erarbeitet und von der Altstadtsachverständigenkommission geprüft. Im Rahmen eines vierwöchigen Begutachtungsverfahrens sind insgesamt 14 schriftliche Stellungnahmen zu diesem Verordnungsentwurf eingelangt. Der Großteil hat das Vorhaben begrüßt bzw. kleine redaktionelle Anmerkungen zum Verordnungsentwurf enthalten. Sechs Stellungnahmen haben sich auf die konkrete Grenzziehung der Schutzzonen bezogen. Diese konnten nach positiver Stellungnahme durch die ASVK und das Grazer Stadtplanungsamt und nach fachlicher Prüfung weitgehend eingearbeitet werden. So wurde die Zonenabgrenzung im Norden der Waltendorfer Schutzzone um eine Grundstückparzelle vermehrt (es handelt sich dabei um die sogenannte Türmchen-Villa am Rielke-Weg) und der gesamte nordseitige Verlauf der Ruckerlberggasse im Abschnitt zwischen Plüddemanngasse und Polzergasse wurde in diese Zone integriert. [Anm.: diese Erweiterungen sind in der Anlage „ASSZO_Waltendorf“ rot markiert].

Inklusiver der finalen Erweiterung umfasst die Schutzzone in Waltendorf somit eine Fläche von rund 37,7 Hektar (statt ursprünglich geplanten rund 35 Hektar) und schließt 213 bestehende Hauptgebäude – um 20 mehr als im ersten Entwurf – mit ein. Die neu festgelegte Schutzzone in St. Peter wird eine Fläche von rund 6,3 Hektar umfassen, 57 Hauptgebäude (beide Werte unverändert im Vergleich zum Ursprungsentwurf) werden von den neuen Regelungen des Altstadtschutzes umfasst sein.

Die Verordnung, mit der die neuen bzw. erweiterten Altstadtschutzzonen festgelegt werden, wurde heute auf Antrag von Kulturlandesrat Christopher Drexler von der Landesregierung beschlossen. Sie wird in einer Woche, also mit 20.02.2020, in Kraft treten.

Kulturlandesrat Christopher Drexler: „Mit dem Grazer Altstadterhaltungsgesetz stellen wir sicher, dass die einzigartigen Baudenkmäler und deren Umgebung, die das Antlitz der Landeshauptstadt prägen und Jahrhunderte von Landes- und Stadtgeschichte erzählen, trotz aller urbanen Veränderung und neben dem städtebaulichen Wachstum in ihrem Charakter bestehen bleiben. Ich freue mich, dass die neuen Schutzzonen nun beschlossen wurden und es uns gelungen ist, im finalen Entwurf Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern berücksichtigen zu können.“

Bürgermeister Siegfried Nagl: „Graz ist in den letzten Jahren stark zum urbanen Raum herangewachsen. Wir befinden uns im ständigen Veränderungsprozess. Neben der Entwicklung und dem Fortschritt, müssen wir große Achtsamkeit der Lebensqualität entgegenbringen, diese soll im gleichen Maße wachsen. Eine Antwort auf die wachsende Stadt muss daher auch eine Evaluierung der derzeitigen Schutzzonen beinhalten. Wir wollen im Veränderungsprozess den Charakter der historischen Altstadt erhalten. Deshalb ist das Ergänzen der Schutzzonen mit den beiden Villenvierteln St. Peter und Ruckerlberg eine logische und wertvolle Fortsetzung.“

Foto zur honorarfreien Verwendung: (c) Stadt Graz/Fischer
Bei der Präsentation der geplanten neuen Schutzzonen: v.l.n.r.: Gertraud Strempfl-Ledl (Vorsitzender der Altstadtkommission), Bürgermeister Siegfried Nagl, Kulturlandesrat Christopher Drexler, Bernhard Inninger (Grazer Stadtplanungsvorstand)

ASSZO_St-Peter ASSZO_Waltendorf

ASSZO_Waltendorf

12. Februar 2020

Steirische Volkskultur startet beim Grazer Kulturjahr 2020 durch

LR Christopher Drexler präsentiert gemeinsam mit StR Günter Riegler das Programm „Volkskultur.bewegt.Graz.20×20“

„Volkskultur ist vielfältig. Volkskultur ist lebendig. Volkskultur ist populär. Und Volkskultur ist Teil des urbanen Lebens. Das möchten wir im Grazer Kulturjahr 2020 mit 20 Akzenten der Volkskultur Steiemark GmbH gemeinsam mit den volkskulturellen Verbänden und weiteren Kooperationspartnern aufzeigen“, betont Kulturlandesrat Christopher Drexler bei der Präsentation des volkskulturellen Beitrags zum Grazer Kulturjahr 2020 und fügt hinzu: „Erstmals seit 25 Jahren sind Kultur und Volkskultur in einem Ressort in der Landesregierung zusammengeführt. Das eröffnet eine Reihe von guten Synergien, die wir in den kommenden Jahren nutzen werden. Daher freut es mich ganz besonders, dass es gelungen ist, ein breites Programm aufzustellen, mit dem die Volkskultur im besonderen Rahmen des Grazer Kulturjahres 2020 wiederum die Landeshauptstadt bereichern wird.“

„Volkskultur.bewegt.Graz.20×20“ bietet ein vielseitiges Jahresprogramm, das verbindet und das Gemeinschaftsleben in Graz nachhaltig prägen wird. Ob in so genannten „Volkskultur.Speed.Datings“ in den Grazer Bezirken mit der Möglichkeit zum aktiven Mitmachen, bei einem ganztägigen Stadtspektakel am 4. Juli 2020, bei dem am Abend ein einmaliges Arrangement des steirischen Komponisten Reinhard Summerer in einer Länge von 2020 Sekunden uraufgeführt wird oder in vielschichtigen Kulturgesprächen – es werden viele spannende Einblicke in unterschiedlichste, kulturelle Ausdrucksformen geboten.

Gerade das Format des Speed-Datings soll dazu einladen, Volkskultur interaktiv, niederschwellig und unverbindlich kennenzulernen. Dazu treten unter dem Motto „Tradition (er)leben“ die volkskulturellen Verbände* von Februar bis November 2020 einen Schritt nach vorne und zeigen, dass Tradition und Zeitgeist unterschiedlichster Kulturaktivitäten in Verbindung stehen und immer und überall einen Platz haben. Hierfür konnten auch Kooperationspartner (Odilien-Institut, Chiala – Verein zur Förderung von Kultur.Diversität.Entwicklung, Waldorfschule Karl Schubert uvm.) gefunden werden, um eine vielseitige Betrachtung und Reflexion anzuregen. Es gibt kurze Wissensinputs gepaart mit der Möglichkeit zum aktiven Mitmachen: In jeweils 20 Minuten Volkskultur erleben – kurzweilig und völlig unerwartet.

„Im Projekt ‚Volkskultur.bewegt.Graz.20×20‘ gelingt es der Volkskultur Steiermark GmbH gemeinsam mit vielfältigen Kooperationspartnern wie dem Verein Chiala Afrika oder dem Johann Josef Fux Konservatorium im besten Sinne die Begriffe Tradition und Moderne zu verbinden“, freut sich der Grazer Kulturstadtrat und Initiator des Grazer Kulturjahrs 2020 Günter Riegler. Dieses Projekt sei seiner Meinung nach ein besonders wegweisendes und innovatives, „das Volkskultur als diejenige Kultur definiert, die uns ausmacht und die wir gemeinsam gestalten, auch und gerade im urbanen Raum. Ich freue mich besonders, dass es gelungen ist, steirische Tradition in ihrer ganzen Vielfalt das gesamte Jahr über auch in allen Grazer Bezirken erlebbar- und greifbar zu machen“, so Riegler abschließend.

Das umfassende Programm ist unter www.volkskultur-bewegt.at abrufbar.

* Volkskultur Steiermark GmbH sowie folgende Verbände und Vereine: ARGE Volkstanz Steiermark, Bund Steirischer Heimatdichter, Chorverband Steiermark/Chorregion Graz, Landestrachtenverband Steiermark / Trachtverband Graz und Umgebung, Steirischer Blasmusikverband/Blasmusikbezirksverband Graz-Stadt, Steirisches Volksliedwerk, Verein „Sänger- und Musikantentreffen“

Fotos zur honorarfreien Verwendung: (c) steiermark.at / Streibl
v.l.n.r. Kulturlandesrat Christopher Drexler, Monika Primas, Geschäftsführerin der Volkskultur Steiermark GmbH und Kulturstadtrat Günter Riegler präsentieren das Programm „Volkskultur.bewegt.Graz.20×20“

3. Februar 2020

„Volles Herz voraus“ für die Steirische Volkspartei

Es hat schon seit vielen Jahren Tradition, dass die Steirische Volkspartei am Anfang eines Jahres ihre Abgeordnetenkonferenz abhält. Heuer fand diese nach fünf Jahren wieder in St. Kathrein/Offenegg statt.  Knapp 100 Mandatare, Funktionäre und Mitarbeiter der Landespartei kamen an zwei Tagen zusammen, um gemeinsam in das Jahr 2020 zu starten. Zentrales Thema war natürlich die Gemeinderatswahl, bei der am 22. März in 285 steirischen Gemeinden mehr als 804.000 Steirerinnen und Steirer zu den Wahlurnen gebeten werden. Die beiden Hauptslogans in der übergeordneten Kommunikationslinie lauten „Volles Herz voraus!“ und „Wo unser Herz zuhause ist“.

„Volles Herz voraus!“ ist nicht nur einer der Slogans der Steirischen Volkspartei für die Gemeinderatswahl 2020, sondern soll generell das Motto für die nächsten Jahre sein. Es beschreibt den Schwung, den die stimmenstärkste Partei in diesem Bundesland verbreiten will, dabei soll aber stets mit Herz an die Sache rangegangen werden – schließlich steht immer die Nähe zu den Menschen im Mittelpunkt.

Es hat auch Tradition, dass im Rahmen der Abgeordnetenkonferenz ein bekannter Redner zu Gast ist. Heuer war dies der Schriftsteller Folke Tegetthoff, der seit vielen Jahren höchst erfolgreicher Erzähler, Konzeptionist und Visionär ist. Er referierte über das Thema „Storytelling“ und wie man den Menschen den „Riesen Politik“ erklären kann bzw. wie man die Menschen auch dazu bringt, wirklich zuzuhören und was die Maßstäbe für eine erfolgreiche Politik sind.

Landesparteigeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg hakte ein: „Wir werden uns auf den vergangenen Erfolgen nicht ausruhen, sondern auch in den kommenden Jahren hart arbeiten. Es gilt umso mehr, unser Wertefundament in den Vordergrund zu rücken und darauf unsere Politik zu machen.“ Klubobfrau LAbg. Barbara Riener meinte dazu: „Im Mittelpunkt unserer Politik muss immer der Mensch stehen. Wir dürfen das Gemeinwohl nicht auf Kosten einzelner Gruppen stellen.“

 

Wieder die Nummer 1

Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer eröffnete seine Rede mit den Worten: „Mir wird warm ums Herz, wenn ich daran denke, dass wir hier in St. Kathrein stehen. In Zeiten der großen Niederlage nach der Wahl 2005 sind wir damals zusammengerückt und haben Mut gezeigt. Nun sind wir wieder zurück und sind wieder die Nummer 1!“ Schützenhöfer betonte allerdings auch, nicht übermütig zu werden, denn die Herausforderungen sind groß. „Wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Die Realität sagt uns, dass es eine schwierige Periode wird.“ Das liegt auch daran, dass sich die Gesellschaft ändert, sie wird bunter und kritischer. Das Angebot der politischen Arbeit wird auf allen Ebenen breiter, die Mitbewerber mehr.

Rückblickend auf die Landtagswahl im November meinte der Landeshauptmann: „Sie war das Ergebnis des Zusammenwirkens von landespolitischem Aufwind und bundespolitischem Rückenwind.“ Mit der SPÖ wurde eine starke Koalition gebildet, die Zusammenarbeit mit LH-Stellvertreter Anton Lang ist gut angelaufen. „Wir machen das vertrauensvoll und konsequent im Interesse der Steiermark“, so Schützenhöfer.

Das Ziel lautet: Die Steiermark ganz nach vorne zu bringen. „Wir wollen die Zukunft nicht über uns hereinbrechen lassen, sondern sie aktiv gestalten. Das geht nur gemeinsam, mit den Menschen, mit dem Regierungspartner, mit den Gemeinden. Das ist der Weg, für den wir gewählt wurden. Das ist der steirische Weg, den wir seit zehn Jahren gehen. Und den wir weitergehen werden.“

Der Landeshauptmann hob auch die große Bedeutung der Gemeinderatswahl am 22. März hervor. Die Steirische Volkspartei stellt steiermarkweit rund 70 Prozent der Bürgermeister. „Wir haben eine grandiose Landeshauptstadt und wir haben grandiose Regionen. Es darf in unserem Einsatz keinen Unterschied zwischen Stadt und Land geben“, sagte Schützenhöfer und gab den Mandataren, Funktionären und Mitarbeitern eine wichtige Botschaft mit auf den Weg: „Glaubt ja nicht, dass wir den Gipfel erreicht hätten, denn nach dem Gipfel geht’s bergab. Es muss unser Streben sein, immer weiter aufzusteigen.“

 

Die Bundesregierung ist gut angelaufen

Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz war nach St. Kathrein/Offenegg gekommen und nützte die Zeit, um über die neue Bundesregierung zu sprechen. „Die Regierung ist gut angelaufen und wir konnten in den ersten Wochen schon erste Initiativen setzen.“ Kurz sprach vor allem das zentrale Thema, die Entlastung der Österreicherinnen und Österreicher, an: „Wir haben in der Vergangenheit schon zwei Milliarden Entlastung erreicht, in den kommenden Jahren sollen noch weitere Milliarden hinzukommen.“

Bundesministerin Christine Aschbacher freute sich über ihren Premieren-Auftritt bei der Abgeordnetenkonferenz und nannte Senkung der Arbeitslosenquote, Weiterentwicklung des AMS oder Ausbau des „Mentoring Projekts“ für ältere Arbeitnehmer als Eckpfeiler: „Es ist eine große Herausforderung, die ich angenommen habe, das weiß ich.“ Anliegen von ihr sind weiters, den Familienbonus zu erhöhen und flexiblere Lösungen in Sachen Kinderbetreuung zu erreichen.

 

Riesige Chance für die Bildung

Für Juliane Bogner-Strauß war es der erste Auftritt bei der Konferenz als Landesrätin. „Wieder in der Steiermark arbeiten zu dürfen, bedeutet für mich in meiner Mitte angekommen zu sein und das macht mich einfach glücklich!“ Mit den Ressorts Bildung, Gesellschaft, Gesundheit und Pflege gilt es in den nächsten Jahren besonders große Herausforderungen anzugehen, umso motivierter geht die neue Landesrätin an die Sache ran: „In der Bildung haben wir eine riesige Chance, denn sowohl im Land als auch im Bund hat die ÖVP das Ressort inne“, so die Landesrätin.

Klar für Bogner-Strauß ist: Das Leitspital im Bezirk Liezen wird kommen! „Die Regierung hat sich darauf geeinigt und dazu stehen wir auch weiterhin.“ Parallel dazu sollen die Gesundheitszentren in Bad Aussee, Rottenmann und Schladming realisiert werden. Dafür brauche es genügend Landärzte, daher müsse das Berufsbild des Landarztes wieder attraktiver werden. „Wir müssen die ländliche Infrastruktur verbessern, um der Landflucht entgegenzuwirken. Das bedeutet auch, Kinderbetreuung und Schulungsangebote auszubauen sowie Digitalisierung voranzutreiben.“

 

„Sportpolitik ist die Fortführung der Gesundheitspolitk“

Landesrat Christopher Drexler, verantwortlich für Kultur, Europa, Sport und Personal, unterstrich die Bedeutung des Ortes der heurigen Abgeordnetenkonferenz: „Für viele von uns war es ein „Heimkommen“ und ein schönes Symbol. 2006 nach der großen Niederlage bei der Landtagswahl 2005 waren wir zum ersten Mal hier, haben damals darüber diskutiert, welche Lehren wir aus dem Wahlergebnis ziehen müssen. Nun kehren wir nach dem Erfolg im November wieder nach St. Kathrein/Offenegg zurück.“

Im Kulturbereich weist Drexler auf einen besonderen Dreiklang hin – das Kulturjahr 2020 in Graz, die Steiermark-Schau 2021 und  die Europäische Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024. „Die Bewerbung des Salzkammerguts hat zurecht die Zustimmung der internationalen Jury bekommen, beschäftigt sich die Region doch mit besonders aktuellen und zeitgemäßen Themen und Fragestellungen von gesamteuropäischer Bedeutung.“

Was den Sport betrifft, erklärt Drexler: „Sportpolitik ist die Fortführung der Gesundheitspolitik – mit anderen Mitteln.“ Er stehe bereits im intensiven Diskurs mit Dach- und Fachverbänden, um die strategische Ausrichtung der Sportpolitik für die kommenden Jahre  zu erarbeiten. Auch das „Bewegungsland Steiermark“ spielt für ihn eine ganz wichtige Rolle und nicht zu vergessen die internationalen Großveranstaltungen. „Handball-EM, Eiskunstlauf-EM und Nightrace haben in den letzten Wochen einmal mehr gezeigt, was in der Steiermark alles möglich ist und welche sportlichen Impulse daraus entstehen.“

 

Unternehmertum und Fachkräfte im Fokus

Am Tag vor dem „Brexit“ sprach Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl natürlich auch den Ausstieg Großbritanniens aus der EU an: „Großbritannien hat als viertwichtigster Handelspartner der Steiermark eine große Bedeutung für die heimischen Unternehmen. Auch im ersten Halbjahr 2019 sind etwa die steirischen Exporte ins Vereinigte Königreich um 24 Prozent gestiegen. Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ist daher aus Sicht der steirischen Wirtschaft sehr unerfreulich und wird uns fordern.“

Einen besonderen Fokus will Eibinger-Miedl auf das Unternehmertun richten. Gründer und Startups sollen in Zukunft verstärkt gefördert werden. Auch der Fachkräftemangel ist im Jahr 2020 weiter ein wichtiges Thema. „Mit der Prämie für alle Steirerinnen und Steirer, die eine Meister- oder Befähigungsprüfung erfolgreich absolvieren, setzen wir ein wichtiges Signal für die duale Ausbildung“, so Eibinger-Miedl. Zur Erweiterung des Angebots des Talentcenter der Wirtschaftskammer Steiermark bietet die Landesrätin ab Herbst 2020 allen Schülerinnen und Schülern, die dort den Talentcheck absolvieren, ein kostenloses Nachgespräch, um die Ergebnisse zu reflektieren und weitere Möglichkeiten in der Berufswahl aufzuzeigen.

 

Leistbares Wohnen als Kernthema

Landesrat Johann Seitinger betonte: „Die Grundlage des Lebens sind Wasser, Boden, Energie und letztlich auch die Ressourcenverwendung. Alle Räder müssen in sich greifen und mit Verantwortung ordentlich umgehen. Wir wissen, dass wir alle in einer kritisch bewegten Zeit leben. Das heißt, wir haben dafür zu sorgen, dass wir unsere Lebensqualität sicherstellen.“

Leistbares Wohnen werde zum Kernthema der kommenden Legislaturperiode. „Die Immobilienpreise sind zu teuer geworden und diesem Fakt müssen wir eine Antwort geben. Es braucht ein neues Denken beim Wohnen“, so Seitinger. Einen großen Aufholbedarf gibt es etwa bei den Sanierungen. „Es braucht einen Plan, wie wir unsere älteren Gebäude zukunftsfit machen können. Hier spreche ich auch von der Belebung von Ortskernen. Die Priorität muss weg vom Neubau und hin zur Sanierung von vorhandenem Altbau.“

 

 

Foto Abgeordnetenkonferenz (Foto Fischer): LR Christopher Drexler, LR Juliane Bogner-Strauß, LH Hermann Schützenhöfer, BM Christine Aschbacher, Bundeskanzler Sebastian Kurz, LR Barbara Eibinger-Miedl und LR Johann Seitinger (v. l.)

 

23. Januar 2020

Nun sind alle Abgeordneten der Steirischen Volkspartei angelobt

In der ersten Landtagssitzung des heurigen Jahres wurden die restlichen vier Abgeordneten der Steirischen Volkspartei angelobt. Sandra Holasek und Alexandra Pichler-Jessenko sowie die neuen Landtagsabgeordneten Bruno Aschenbrenner und Matthias Pokorn.

Die Steirische Volkspartei stellt somit 18 Abgeordnete für den Landtag:

Manuela Khom (1. Präsidentin des Landtages)
Barbara Riener (Klubobfrau)
Erwin Dirnberger
Lukas Schnitzer
Detlev Eisel-Eiselsberg
Franz Fartek
Hubert Lang
Armin Forstner
Alexandra Pichler-Jessenko
Sandra Holasek
sowie die neuen Abgeordneten Cornelia Niesenbacher, Maria Skazel, Julia Majcan, Silvia Karelly, Gerald Holler, Andreas Kinsky, Matthias Pokorn und Bruno Aschenbrenner.

Infos zu allen Abgeordneten gibt es hier: https://klub.stvp.at/abgeordnete/

 

12. Dezember 2019

Weihnachtlicher Kreativ-Walk durch die innere Stadt

Der Vorstand der VP-Frauen und des ÖAAB der inneren Stadt machte sich mit Beginn der Dämmerung am 10.12. 2019 zu einem vorweihnachtlichen Kreativ-Walk auf. Es warteten Teppich-Kunst-Schmankerln und die dazugehörigen Geschichten aus der Wüste in der Galerie Reinisch am Hauptplatz. Weiter ging es ins Aiola-Living-Hotel, wo wir einige Zimmer anschauten und alle Details über Preise, Rabatte und Üblichkeiten erfragten und unter anderem auch die Konsul-Suite mit Balkon besichtigten. Vorbei an den schönen renommierten Innenstadtgeschäften, wie Klammerth, Brühl oder Kastner spazierten wir durch diverse Weihnachtsmärkte zum fröhlichen Ausklang auf die so schön beleuchtete Murinsel mit lateinamerikanischer Live-Musik. Alles in allem ein lustiger, entspannter Kreativ-Abend. Weitere folgen.

Bildtext: Bezirksleiterin Mag. Evelyn Wagner, Gemeinderätin Dr. Daisy Kopera und Angelika Meister führten durch den Abend

 

27. November 2019

Die Steirische Volkspartei erreicht bei der Landtagswahl 36,05 Prozent der Stimmen

Die Landtagswahl 2019 ist geschlagen. Die Steirische Volkspartei kommt dabei auf 36,05 Prozent der 602.059 abgegebenen gültigen Stimmen (Wahlbeteiligung 63,46 Prozent). In absoluten Zahlen ausgedrückt haben somit 217.036 Steirerinnen und Steirer ihr Kreuz bei der Steirischen Volkspartei gemacht – was im Vergleich zur Landtagswahl 2015 ein Plus von 32.735 Stimmen bzw. 7,6 Prozent ergibt. In elf von 13 Bezirken bzw. in 233 von 287 Gemeinden ist die Steirische Volkspartei die stimmenstärkste Partei. Der Vorsprung auf SPÖ und FPÖ beträgt 13,03 Prozent bzw. 18,56 Prozent.

Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der bei der heutigen Landesparteivorstandssitzung mit minutenlangem Beifall begrüßt worden war, erklärte: „Wir haben heute das Wahlergebnis umfassend analysiert, ab morgen werde ich mit jeder Partei Gespräche führen. Am Wochenende werden wir dann entscheiden, mit wem wir in Koalitionsverhandlungen treten werden.“

Was die Mandatsverteilung betrifft, werden zukünftig im neuen Landtag 18 Abgeordnete der Steirischen Volkspartei sitzen. Unter der Voraussetzung, dass das ÖVP-Regierungsteam mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Christopher Drexler, Barbara Eibinger-Miedl und Johann Seitinger unverändert bleibt, würden folgende Personen die Mandate innehaben:

Wahlkreis 1 (Graz und Graz-Umgebung): Barbara Riener, Detlev Eisel-Eiselsberg, Alexandra Pichler-Jessenko, Matthias Pokorn (neu)
Wahlkreis 2 (Südoststeiermark): Hubert Lang, Silvia Karelly (neu), Franz Fartek, Julia Majcan (neu), Andreas Kinsky (neu)
Wahlkreis 3 (Südweststeiermark): Erwin Dirnberger, Maria Skazel (neu), Gerald Holler (neu)
Wahlkreis 4 (Obersteiermark): Manuela Khom, Armin Forstner, Cornelia Niesenbacher (neu), Bruno Aschenbrenner (neu)
Landesliste: Lukas Schnitzer, Sandra Holasek

Fotocredit: STVP/Foto Fischer

25. November 2019

ÖVP auch in Graz die Nummer 1

Bürgermeister Siegfried Nagl zum 1. Platz bei der Landtagswahl in Graz:

„Gratulation an Hermann Schützenhöfer, der die ÖVP nach vielen Jahren wieder auf Platz 1 bei einer Landtagswahl in Graz geführt hat. Nach der letzten Grazer Gemeinderatswahl, der EU-Wahl und der Nationalratswahl bleibt die ÖVP zum vierten Mal in Serie die Nummer 1 in Graz.

Leider ist die Wahlbeteiligung im Vergleich zu den letzten Wahlen noch einmal weiter gesunken. Als Bürgermeister ist es ein klares Ziel von mir, der Politikverdrossenheit entgegenzutreten. Über alle Parteigrenzen hinweg müssen wir die Leute motivieren und von der Wichtigkeit der Demokratie überzeugen. Dazu wird es nötig sein, dass alle Parteien ihre politische Arbeit darauf ausrichten, das Allgemeinwohl über das Parteiwohl zu stellen. Wir alle in der Politik sind aufgefordert, auf unsere Sprache und Wortwahl noch stärker zu achten sowie auch die gegenseitige Wertschätzung für die politische Arbeit nicht außer Acht zu lassen.

Ich bedanke mich bei all jenen, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben und bei jenen, die zum reibungslosen Ablauf der Wahl in Graz ihren Beitrag geleistet haben.“

 

Foto: STVP/Foto Fischer

15. November 2019

Land Steiermark unterstützt Stadt Graz auf dem Weg zur Klimainnovationsstadt Nr. 1

Während Bürgermeister Siegfried Nagl erst kürzlich im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit Vizebürgermeister Mario Eustacchio den mit 30 Millionen Euro dotierten Grazer Klimaschutzfonds vorgestellt hatte und das Thema Klimaschutz damit zur Chefsache erklärte, folgt jetzt der Schulterschluss von Seiten des Landes. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer verkündete, weitere 30 Millionen Euro in den Fonds zu investieren.
Damit stehen für die kommenden zehn Jahre 60 Millionen Euro für Klimaschutz-Projekte und deren Umsetzung in Graz zur Verfügung – eine Investition die in Europa unter vergleichbar großen Städten ihresgleichen sucht.

Grünes Hirn Österreichs
„Die Steiermark ist das grüne Herz und die grüne Lunge Österreichs. Wer, wenn nicht die Steiermark mit der Klimainnovationsstadt Graz soll auch das grüne Hirn Österreichs sein“, erklärt Schützenhöfer und ergänzet: „Klimaschutz bringt Wachstum. Erstmals hatten letztes Jahr die steirischen Umwelttechnologie-Unternehmen mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz und mehr als 25.000 Beschäftigte.“
„Unser Motto lautet nicht nur ‚Fridays for future‘, sondern ‚Everyday for future“ betonte Nagl und rief einige Ergebnisse der jüngsten Befragung (mResearch, Oktober 2019, 1.920 Personen) unter den Grazerinnen und Grazer in Erinnerung: „94,1 Prozent halten Maßnahmen für den Klimaschutz als ’sehr dringlich‘ oder ‚eher dringlich‘, 93 Prozent sind überzeugt, dass der Klimawandel von der Menschheit verursacht wird und rund 78 Prozent der Befragten versuchen, möglichst klimafreundlich zu leben. Das zeigt uns, dass Klimaschutz Gebot der Stunde ist und wir dahingehend endlich ins Tun kommen müssen.“

Noch mehr Öffis und Klärgasnutzung
Doch die Stadt war auch bisher nicht untätig, wenn man den Ausbau des Fernwärmenetzes, die Investition in Photovoltaik exemplarisch herausgreift.
Mit den nun verfügbaren finanziellen Mitteln werde in die Expansion des öffentlichen Verkehrs investiert: 15 neue, längere Straßenbahnen, 14 neue Busse. Holding-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Malik zeigte sich ambitioniert: „2021 wird die erste Tranche der Busflotte ausschließlich mit Wasserstoff betrieben werden, die Umrüstung der restlichen folgt. Wir werden die vorgegebenen Ziele hier durchaus im Zeitrahmen erreichen.“ Auch das erfolgreiche Carsharing-Modell TIM wird erweitert: Das bisherige Angebot soll verdoppelt werden. „Pro Tim-Fahrzeug werden 24 Autos nicht gekauft“, führte Bürgermeister Nagl vor Augen. Derzeit registriert man rund 40.000 Fahrten pro Jahr.

Auch mit den Abgasen der Kläranlage in Gössendorf sowie den entstehenden Faulgasen hat die Holding viel vor: Sie sollen zur Stromgewinnung genutzt werden. Zwei neue Gasspeicher werden dafür errichtet.
Stadtbaudirektor Bertram Werle betonte, dass das Thema Klimaschutz bereits in die Konzepte integriert sei und man nun mit diesem Finanzschub noch stärker in vorhandene und neue Projekte investieren könnte.

Fotocredit: © Stadt Graz/Fischer

6. November 2019

145 Punkte in 9 Kapiteln – das ist die „Steiermark-Agenda“ der Volkspartei

Die Steiermark ist eine Erfolgsgeschichte. Wir setzen sie fort. „Unsere Steiermark-Agenda bringt auf den Punkt, wie wir unser schönes und lebenswertes Land erhalten, wie wir Arbeit und Lebensqualität sichern und wie wir unsere Zukunft so gestalten, wie wir alle uns das wünschen“, erklärte Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer am Vormittag über den Dächern von Graz. Gemeinsam mit den Landesräten Barbara Eibinger-Miedl, Christopher Drexler und Johann Seitinger präsentierte er in der Skybar auf dem Schloßberg die „Steiermark-Agenda“.

145 Punkte sind in 9 Kapiteln zusammengefasst – es ist ein beachtliches Werk, das in Zusammenarbeit zwischen Regierungsbüros, Landtagsklub und Landespartei entstanden ist. „Das sind Punkte, die wir zu einem großen Teil selbst in der Steiermark umsetzen können, es ist keine Auflistung von Wünschen an Bund, EU- oder Weltpolitik“, so Schützenhöfer.

Die Kapitel sind thematisch wie folgt gegliedert:

1. Arbeit sichern: Wir wirtschaften besser
2. Innovationskraft stärken: Wir gehen neue Wege
3. Bildung sichern: Wir bilden Zukunft
4. Regionen stärken: Wir wachsen miteinander
5. Gesund leben: Wir sorgen besser vor
6. Klima schützen: Wir sind das grüne Herz und Hirn
7. Sicher leben: Wir schützen unsere Werte
8. Kreativität erleben: Wir sind Kultur
9. Gemeinsam für die Steiermark: Wir gehen den Steirischen Weg weiter

Die gesamte Agenda gibt es auf www.stvp.at/steiermark-agenda zum Downloaden.

LR Johann Seitinger, LR Barbara Eibinger-Miedl, Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, LR Christopher Drexler und LGF Detlev Eisel-Eiselberg präsentierten die „Steiermark-Agenda“. (Foto: STVP/Foto Fischer)

5. November 2019

Schützenhöfer: „Die Steiermark ist mein Leben, Zusammenarbeit ist mein Weg!“

3 Wochen. Für 5 Jahre. Unter diesem Motto startete heute die Steirische Volkspartei in Graz mit ihrem Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer offiziell in den Wahlkampf zur Landtagswahl 2019. Nach dem wahlkampffreien Monat Oktober bleiben nun kurze drei Wochen, um die Steirerinnen und Steirer davon zu überzeugen, ihr Kreuz bei der ÖVP und Hermann Schützenhöfer zu machen. In dieser Woche folgen noch drei weitere Auftaktveranstaltungen in den übrigen Wahlkreisen – am Dienstag in Fürstenfeld, am Donnerstag in Bruck/Mur und am Freitag in Heimschuh.

Zum Auftakt in Graz waren mehr als 1.400 Abgeordnete, Funktionäre und Mitglieder erschienen. „Hausherr“ Bürgermeister Siegfried Nagl stimmte die Gäste mit seinen Grußworten ein, Bundesparteiobmann Sebastian Kurz gab der jubelnden Menge einen weiteren Motivationsschub: „Hermann Schützenhöfer schafft es als „Landesvater“ beeindruckend, sowohl den Zusammenhalt zu suchen als auch gleichzeitig mutige Reformen anzutreiben.“ Kurz richtete gleichzeitig die Bitte an das Publikum: „Nehmen wir den Wahlkampf ernst und überzeugen wir die Menschen, dass sie in der Steiermark die ÖVP und Hermann Schützenhöfer wählen sollen.“

„Die Wahlkampfpause war gut und sie war richtig. Aber um ehrlich zu sein, bin ich jetzt auch froh, dass sie vorbei ist“, gab Schützenhöfer danach in seiner Rede zu. Der Applaus in der Messe-Halle in Graz zeigte ihm deutlich: Die Steirische Volkspartei steht voll und ganz hinter ihrem Landesparteiobmann. Dieser sprach zwei Punkte an, für die er sich in den nächsten Jahren besonders stark machen will: Arbeit sichern und Klima schützen. Die weiteren wichtigen Maßnahmen für die Zukunft und das Wahlprogramm der Steirischen Volkspartei will er am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz – gemeinsam mit den Landesräten Barbara Eibinger-Miedl, Christopher Drexler und Johann Seitinger – präsentieren.

Schützenhöfer appellierte an die Mitglieder, sich in den nächsten Wochen ordentlich ins Zeug zu legen. Denn: „Wir haben ein großes Ziel und eine große Chance: Wir wollen nach drei Perioden wieder die Nummer 1 in der Steiermark werden. Nicht nur, weil die Volkspartei in vielen Gemeinden die Mehrheit hat, sondern weil es auch ein Schub für unsere Politik ist.“ Abschließend bekräftigte er: „Jeder, der mich kennt, weiß: Die Steiermark ist mein Leben, die Zusammenarbeit ist mein Weg!“

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Schützenhöfer_Auftakt (© STVP/GEPA pictures): Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer startete in Graz in den Wahlkampf.

16. Oktober 2019

Schützenhöfer: „Wir haben ganz starke Kandidatinnen und Kandidaten für die Landtagswahl“

Am heutigen Mittwoch wurden im Landesparteivorstand die Kandidatenlisten für die vier Wahlkreise und die Landesliste für die Landtagswahl am 24. November beschlossen.

„Wir haben ein ganz starkes Team für die Landtagswahl zusammengestellt – eine Mischung aus erfahrenen Politikern und Funktionären und jungen, motivierten Menschen, die für die Steiermark etwas bewegen wollen“, erklärt Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer stolz. 49 Frauen und 44 Männer treten für die Steirische Volkspartei an.

Neben Schützenhöfer, der in jedem der vier Wahlkreise an erster Stelle kandidiert, und dem bewährten Regierungsteam um die Landesräte Barbara Eibinger-Miedl, Christopher Drexler und Johann Seitinger werden von den aktuellen 14 Abgeordneten der Steirischen Volkspartei zehn Kandidaten auf sicheren Plätzen wieder antreten, vier Abgeordnete (Friedrich Reisinger, Peter Tschernko, Bernhard Ederer und Anton Gangl) werden dem Landtag nicht mehr angehören. Somit wird es seitens der Steirischen Volkspartei neue Gesichter im Landtag geben. Wenn man vom Ergebnis 2015 ausgeht, dann würden folgende Kandidatinnen neu in den Landtag einziehen: Silvia Karelly (Wahlkreis 2), Julia Majcan (Wahlkreis 2), Maria Skazel (Wahlkreis 3) und Cornelia Niesenbacher (Wahlkreis 4).

Politik ist für Jung und Alt – das beweist die Landesliste ebenso: Rosalia Tantscher kandidiert im zarten Alter von 81 Jahren, während Daniel Miedl-Rissner mit 20 Jahren der jüngste Kandidat auf der Liste ist. Die Berufe zeigen die Breite der Steirischen Volkspartei: „Es ist ein guter Mix aus allem, was die Partei ausmacht. Auf unserer Liste finden sich neben Studenten und Lehrern auch Kindergartenpädagogen, Krankenschwestern, Ärzte, Landwirte und Polizisten wieder. Von der Malerin und der Kauffrau, bis zum Imker und dem Fahrschullehrer – selbst ein Bierbrauer tritt für uns bei der Landtagswahl an“, erklärt Landesparteigeschäftsführer LAbg. Detlev Eisel-Eiselsberg.

Die Wahlvorschläge müssen nun bis spätestens 18. Oktober bei der Wahlbehörde eingebracht werden. Der Linie, den Wahlkampf wie angekündigt erst am 4. November zu eröffnen, bleibt die Steirische Volkspartei natürlich treu.

VP Kandidaten LT-Wahl 2019

 

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Schützenhöfer_Kandidaten (© STVP/Foto Fischer): Landesparteiobmann LH Hermann Schützenhöfer präsentierte die Kandidatinnen und Kandidaten für die Landtagswahl.

15. Oktober 2019

Staffelübergabe bei den VP Frauen Graz

 

Marie-Theres Stampfl wird neue Stadtleiterin der Grazer VP Frauen

Die langjährige Frauenchefin Sissi Potzinger, die diese Funktion mit großem Engagement und viel Leidenschaft ausübte, übergibt die Agenden und freut sich über den Generationenwechsel. Im Grazer Gemeinderat wird sie sich weiterhin für die Anliegen von Frauen und Familien einsetzen. Marie-Theres Stampfl und ihr Team wurden beim gestrigen Stadttag der VP Frauen Graz mit überwältigender Mehrheit gewählt. Die 37-jährige Mutter von 2 Kindern stammt ursprünglich aus Kärnten und ist seit ihrer Studienzeit für die ÖVP Graz politisch aktiv.


„Vieles läuft sehr gut in Graz, dennoch gibt es Herausforderungen, denen wir uns als Frauen tagtäglich stellen müssen. Hier wollen wir unterstützen und Frauen in Graz in ihren unterschiedlichen Lebensbereichen stärken. Wir bieten eine Plattform zum Netzwerken, wollen mehr Frauen motivieren, sich politisch einzubringen, selbstbewusst nach außen zu treten und Wirksamkeit zu zeigen“, so Thesi Stampfl.


Als Stellvertreterinnen werden ihr Sabina Dzalto, Barbara Gartner-Hofbauer, Judith Kolb und Evelyn Wagner zur Seite stehen.
Landeleiterin Manuela Khom gratuliert: „Die Stadt Graz hat mit Marie-Theres Stampfl eine moderne, politisch agierende Frau gewonnen, die genau weiß wo es den Städterinnen unter den Nägeln brennt. Es braucht Mut und Entschlossenheit in der zweitgrößten Stadt Österreichs die Frauenagenden in die Hand zu nehmen. Im Vorfeld hat Marie-Theres bereits Verlässlichkeit und Einsatz bewiesen. Ich freue mich auf die gute Zusammenarbeit“.


Unter den Ehrengästen gratulierten u.a. Bürgermeister Siegfried Nagl, Abg. zum Nationalrat Martina Kaufmann und Josef Smolle, BR Christian Buchmann, Klubobfrau Barbara Riener, Abgeordnete zum Steirischen Landtag Alexandra Pichler-Jessenko und Sandra Holasek.

Fotocredit: VP Frauen

8. Oktober 2019

Zehn Abgeordnete ziehen für die Steirische Volkspartei in den Nationalrat ein

Vier Frauen, sechs Männer vertreten die Steirische Volkspartei zukünftig in Wien im Parlament und werden am 23. Oktober für die kommende Periode angelobt. Heute wurden die Abgeordneten von Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer präsentiert.

„Wir haben durch den großen Erfolg bei der Nationalratswahl im Vergleich zum letzten Mal zwei Mandate dazugewonnen, die Steirische Volkspartei stellt somit im Parlament ein noch stärkeres Team als zuletzt“, erklärte Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer stolz. Vier Frauen und sechs Männer der Steirischen Volkspartei werden die Steiermark und ihre Regionen in Zukunft im Hohen Haus vertreten:

Juliane Bogner-Strauß (Landeslistenmandat): „Meine wichtigsten Anliegen werden in Zukunft wieder die Frauen-, Familien– und Jugendpolitik sein. Auch für die Wissenschaft und Bildung möchte ich mich stärker einsetzen. Hier braucht es gute Voraussetzungen, damit Familie und Beruf zu vereinbaren sind.“

Karl Schmidhofer (Landeslistenmandat): „Ich bin seit April im Nationalrat und habe dort eines gemerkt: Wir Steirer sind sehr gut aufgestellt. Und mit Hermann Schützenhöfer haben wir einen Kapitän, der in Wien auch eine starke Stimme hat. Wirtschaft, Tourismus und die Stärkung des ländlichen Raumes sind meine Themenbereiche.“

Martina Kaufmann (Wahlkreis 6A): „Mit meinem modernen Grazer Politikverständnis möchte ich mich vor allem für die duale Berufsausbildung in Unternehmen und die gute Ausbildung auf unseren Universitäten einsetzen. Auch für den Öffentlichen Verkehr, der gerade in Städten wie Graz extrem wichtig ist, werde ich mich stark machen, damit der Bund dafür seinen Beitrag leistet.“

Ernst Gödl (Wahlkreis 6A): „Die Herausforderungen im Bereich der Pflege sind groß, hier will ich mich sehr stark engagieren. Aber auch für den Ausbau der Infrastruktur, die Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs für Graz und Graz-Umgebung werde ich mich einsetzen und alles, was zur Frage der Mobilität und des Klimaschutzes dazugehört.“

Agnes Totter (Wahlkreis 6B): „Ich darf die erste Frau aus der Südoststeiermark sein, die für die Volkspartei in den Nationalrat einzieht. Ich möchte für meine Region eine starke Vertretung sein, nicht nur in meinem Kompetenzbereich Bildung, sondern in allen wesentlichen Entwicklungsfeldern, die eine Unterstützung des Bundes brauchen.“

Christoph Stark (Wahlkreis 6B): „Ich möchte die vielen Facetten des ländlichen Raums, beginnend bei Leben im Alter zu Hause, über Digitalisierung, Klimaschutz und Mobilität in Wien einbringen. Ich freue mich auch, wenn der wechselseitige Respekt im Parlament aufrecht erhalten bleibt – hier hat Sebastian Kurz neue Maßstäbe gesetzt.“

Reinhold Lopatka (Wahlkreis 6B): „Es freut mich, dass wir in unserem Wahlkreis drei Mandate erreichen konnten – erstmals seit 2002. Ich werde meine Arbeit fortsetzen können, es geht vor allem um Europa und Außenpolitik, wo ich in entsprechenden Ausschüssen unsere Fraktion anführe und auch das österreichische Parlament auf europäischer und internationaler Ebene als Delegationsleiter vertreten darf.“

Joachim Schnabel (Wahlkreis 6C): „Ich bin stolz, die Südweststeiermark als einzig direkt gewählter Regionalmandatar zu vertreten. In unserer Region gehört die Infrastruktur noch stärker ausgebaut – Stichwort Glasfaser –, aber auch für die regionale Wirtschaft werde ich meine Stimme in Wien erheben.“

Corinna Scharzenberger (Wahlkreis 6D): „In den vielen Gesprächen habe ich gemerkt, dass die Entbürokratisierung ein großes Anliegen der Menschen ist, genauso wie die Chancengleichheit für leistbares Wohnen. Die junge Generation in der Obersteiermark legt außerdem noch großen Wert auf das Thema sichere Arbeit. Für all diese Punkte möchte ich mich einsetzen.“

Andreas Kühberger (Wahlkreis 6D): „Ich bin sehr dankbar, dass ich wieder in den Nationalrat einziehen darf und werde mich als sechsfacher Vater und Landwirt für unsere Familien, die Landwirtschaft und den ländlichen Raum stark machen. Meine Aufgabe ist es, die Praxis in die Diskussion in Wien einzubringen.“

Honorarfreies Foto:
NR-Abgeordnete (© STVP/Foto Fischer): Landesparteiobmann LH Hermann Schützenhöfer präsentierte die zehn Abgeordneten für den Nationalrat.