Wahlprogramm 2017

Nagl Programm
Nagl Wahlprogramm Welcome

Graz ist eine besondere und eine besonders lebenswerte Stadt. Als Bürgermeister trage ich – gemeinsam mit unserer städtischen Verwaltung und unseren städtischen Beteiligungen sowie mit allen konstruktiven Kräften in der Politik, aber natürlich vorrangig mit der Grazer Volkspartei – die Hauptverantwortung in unserer Stadt. Vieles ist in den letzten Jahren gelungen, aber viel ist noch zu tun. auf die Wahrung des sozialen Zusammenhalts sowie eine ressourcenverträgliche Stadtentwicklung zu achten. Einige meiner Ideen dazu sind im vorliegenden Programm zusammengefasst.

Ich bin davon überzeugt, dass erfolgreiche und nachhaltige Politik auf den Grundsätzen der Ehrlichkeit, der Fairness, der Verantwortung sowie dem Mut, das Richtige zu tun, beruht – selbst wenn das Richtige auf den ersten Blick nicht populär erscheint. Wenn der Politik dieses Profil fehlt, wird sie beliebig und die Menschen wenden sich von ihr ab.

Angesichts der globalen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen werden auch auf Graz in den nächsten Jahren vielfältige Herausforderungen zukommen. Alleine kann ich wenig bewirken, aber gemeinsam mit den Unternehmerinnen und Unternehmern am Wirtschaftsstandort Graz, mit unseren Universitäten, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen, unseren Sport-, Kultur- und Sozialeinrichtungen,

Es gilt jetzt weitere Chancen für die Grazerinnen und Grazer zu eröffnen. Auch für die kommenden Jahre habe ich klare Vorstellungen, wie der Wirtschaftsstandort Graz abgesichert und gestärkt werden kann, wie wir möglichst viele Grazerinnen und Grazer in Beschäftigungsverhältnisse bringen können und wie wir Wohlstand und Sicherheit für möglichst alle Menschen in unserer Stadt erreichen können. Dabei gilt es, einer großen Anzahl an ehrenamtlich Tätigen sowie mit der starken Unterstützungvon Ihnen, der Grazer Bevölkerung, möchte ich auch weiterhin eine gute Entwicklung für die Stadt Graz sicherstellen.

Ich scheue keine kleine oder große Aufgabe, um Graz auch weiterhin zu einer Stadt zu machen, in der sich die Menschen wohlfühlen und gerne leben. Lassen Sie mich gemeinsam mit Ihnen die Zukunft unserer steirischen Landeshauptstadt gestalten. Meine Liebe und mein Einsatz gelten unserem Graz.

Ihr Sigfried Nagl.
Unterschrift Siegfried Nagl

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Der Bildungsstandort Graz gehört zu den führenden in ganz Europa. Dies beweist auch die aktuelle Eurobarometer-Studie, in der die Stadt Graz im Bildungsbereich den ausgezeichneten 8. Platz belegt hat. In unseren Kindern schlummern unglaublich viele Talente und Stärken. Unser Auftrag ist es, ihnen die Möglichkeit zu geben, all diese Talente und Stärken zu entfalten. Die Grazer Volkspartei als Bildungspartei steht daher für die Unterstützung aller Grazerinnen und Grazer in ihren Bildungskarrieren.

Die beste Unterstützung im Kinderbildungs- und –betreuungsbereich ist die Wahlfreiheit für die Eltern. Jene Kinder, die es benötigen, sollen auch sicher einen Betreuungsplatz bekommen. In den letzten Jahren ist es gelungen, allen berufstätigen Eltern einen Betreuungsplatz zu garantieren und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken. Ziel für die Zukunft ist der weitere Ausbau der Betreuungsplätze, um weiterhin als Familienpartei allen vor, mit dem besondere Leistungen und Stärken von Kindern erfasst und über die Bildungskarriere hinweg gesammelt werden. Wir wollen unsere Kinder auf die Zukunft vorbereiten, indem wir sie mit den neuen Technologien vertraut machen und sie in deren Anwendung unterstützen. Die Herausforderung der Digitalisierung des Alltagslebens wird in den kommenden Jahren auch vor den Bildungseinrichtungen nicht Halt machen. Mit in jungen Jahren gewecktem Entdeckergeist für die rasant wachsende digitale Welt und Kompetenz gewinnt Graz die zukunftsfähige Position als innovative, kreative Hightechstadt. Die Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen sind die Leuchttürme der Grazer Bildungslandschaft. Mit rund 60.000 Studierenden sind sie die wesentlichen Garanten, um die besten Köpfe in der Stadt zu behalten und durch Forschung Wachstum zu generieren. Nicht zuletzt sind sie die Motoren für Wirtschaft und Innovation. Die Grazer Volkspartei steht auch weiterhin für einen laufenden Ausbau der universitären Infrastruktur.

Kindern die bestmögliche Betreuung bieten zu können.

Im Schulbereich liegt diese Unterstützung im weiteren Ausbau der Infrastruktur, denn nur ein entsprechend ausgestatteter Bildungsraum ermöglicht kleine und große Wissenserfolge. In den vergangenen vier Jahren wurden bereits rund 43 Millionen Euro in neue Schulbauten bzw. Schulausbauten investiert. Ziel ist es, den stark steigenden Kinderzahlen, den Anforderungen einer zeitgerechten Pädagogik und der Nutzung der Schulgebäude auch am Nachmittag gerecht zu werden. Als Grazer Volkspartei wollen wir weitere 25 Millionen Euro bis 2020 in den Ausbau unserer Schulen investieren.

Gleichzeitig ist auch eine bessere Vernetzung der einzelnen Bildungsinstitutionen nötig, um die Kinder in den Übergängen bestmöglich zu unterstützen. Mit dem Stärkenpass legt die Stadt Graz als erste Kommune österreichweit ein Instrument

DAS HABEN WIR VOR:

  • Ausbau der Kinderkrippen- und Kindergartenplätze

  • Wahlfreiheit für Eltern, die ihre Kinder selbst zu Hause betreuen wollen

  • Leistbare und sozial gestaffelte Kindergarten- und Kinderkrippentarife

  • Flexibles Modell für stundenweise Betreuung

  • Schwerpunktsetzung an Neuen Mittelschulen z. B. Holz-NMS Straßgang

  • Talenteförderung durch den Grazer Stärkenpass

  • Angebote, um den Pflichtschulabschluss nachzuholen

  • Verwirklichung der Digitalen Schule

  • Ausbau von Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen

  • Ausbau von Studentenheimen

„Eine gute Aus- und
Weiterbildung ist der
Grundstein für ein
erfolgreiches Leben.“

Nagl Sicherheit

Die erste Aufgabe einer Stadt ist es, ihre BürgerInnen zu schützen. Angst verdrängt die Freude am Leben, daher muss die Stadt Stärke zeigen, wenn es um den Schutz ihrer BürgerInnen geht. Darauf vertrauen die Grazerinnen und Grazer. Heute ist Sicherheit wichtiger denn je. Wir wollen, dass bei uns alle Menschen frei und sicher leben können- zuhause, im öffentlichen und im digitalen Raum. Nur in einem sicheren Umfeld ist ein Leben in Freiheit möglich. Sicherheit bedeutet bestmöglichen Schutz der Grazerinnen und Grazer. Kennzeichen unserer Politik ist eine robuste Sicherheitsarchitektur:
Stärke und Kompetenz unserer Sicherheitsbehörden sorgen für Deeskalation. Recht und Ordnung sind konsequent durchzusetzen, eine Bagatellisierung von Straftaten lehnen wir ab. Wir geben unserer Polizei und unserer Ordnungswache einen starken Rückhalt in Gesellschaft und Politik. Polizei und Ordnungswache müssen sich nicht verstecken, Sichtbarkeit im öffentlichen Raum gehört zu einer sicheren Stadt! Zu unserem Verständnis
von Sicherheit gehört auch die Hilfe in Notfällen und elementaren Gefahrenlagen. Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienste leisten täglich, hauptberuflich oder ehrenamtlich, großartige Arbeit! Sicherheit braucht dieses Engagement, wir fördern diese und wollen bürokratische Hemmnisse beseitigen.

  • Mobile Polizeiwachzimmer für Graz

  • Null Toleranz bei Drogenkriminalität in Grazer Parks

  • Mehr Personal für die Sicherheitsbehörden

  • Aufstockung der Ordnungswache

  • Evaluierung und Verstärkung des Hochwasserschutzes

  • Moderne Ausstattung für unsere Grazer Feuerwehren

  • Bessere Beleuchtung im gesamten Stadtgebiet

  • Beseitigung und Vermeidung von „Angsträumen“

  • Sicherheit bei allen künftigen Bauausschreibungen der Stadt als verpflichtender Bestandteil

Nagl Sicherheit Sub
Nagl Integration

Menschen aus mehr als 170 Nationen leben in Graz und schätzen die Lebensqualität dieser Stadt. Mehr als 150 verschiedene Sprachen werden in der steirischen Landeshauptstadt von über 300.000 Menschen gesprochen. Die Tendenz zur Zuwanderung aus dem In- und Ausland ist seit Jahren steigend. Wie für viele andere Städte in Europa wird auch für die Stadt Graz das Thema Integration eine zentrale Herausforderung für die Zukunft sein. Wichtig ist es dabei, auch die Integrationsfähigkeit der aufnehmenden Bevölkerung zu erhalten und diese für die Integrationsmaßnahmen zu gewinnen. Eine restriktive Zuwanderungspolitik ist das Gebot der Stunde. Die Obergrenze auf Bundesebene muss strikt eingehalten werden. Als Grazer Volkspartei haben wir auch für Graz eine Obergrenze festgesetzt. Diese liegt bei 3.000 Asylwerbern. Derzeit sind rund 2.900 bei uns untergebracht.

Graz gilt seit jeher als Vorreiter in Sachen Integration. Bereits vor mehr als zehn Jahren wurde hier ein Integrationsreferat installiert. Dieses war eine der ersten derartigen Einrichtungen in Österreich. Als erste Kommune hat Graz im Jahr 2016 eine Integrationserklärung für Zugezogene eingeführt. Die Grundzüge unseres Rechtsstaates, die hier gelebte und praktizierte Demokratie und die Trennung von Staat und Religion sind grundsätzliche Werte unserer Gesellschaft und nicht verhandelbar. Ohne unterschriebene Integrationserklärung ist kein Bezug von freiwilligen sozialen Leistungen der Stadt Graz möglich. Auch die Werte und Orientierungskurse des Österreichischen Integrationsfonds sind ein wichtiger Eckpfeiler für die Integration. Deutsch ist der Schlüssel zur Integration in Österreich. Nur wer die gemeinsame Sprache versteht, kann auch an allen Tätigkeiten einer Gesellschaft teilnehmen und an allen Formen des Miteinanders partizipieren. Als Grazer Volkspartei fordern wir diese Deutschkenntnisse von Zugezogenen ein und unterstützen diesen Weg durch zahlreiche Maßnahmen zur Förderung der Sprachkenntnisse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Jeder darüberliegende Wert würde unsere Stadt überfordern und wir könnten denzuziehenden Menschen nicht ausreichend Perspektiven bieten. Wir haben weder die Arbeitsplätze, die Ausbildungsplätze in den Schulen und Kindergärten, noch die Wohnungen. Auf der anderen Seite muss uns klar sein, dass wir denjenigen Menschen, die hier sind und bleiben werden, Zukunftschancen geben müssen. Wir müssen uns darum bemühen, diese Menschen schnellstmöglich in den Arbeitsprozess einzubinden. Nur so können sie sich ein selbstbestimmtes Leben aufbauen und sich positiv in die Gesellschaft einbringen. Investitionen in Qualifizierung und Weiterbildung sind Investitionen in die Zukunft. Gleichzeitig ist es aber genauso wichtig, das System der Mindestsicherung zu reformieren. Das jetzige System ist aus Sicht der Grazer Volkspartei weder fair noch leistbar. Wir fordern ein Umdenken, sodass Asylberechtigte nicht sofort den vollen Anspruch erhalten. Eine leistungsorientierte Integrationsunterstützung soll die Grundbedürfnisse abdecken und gleichzeitig wichtiger Anreiz für Integrationsbemühungen sein.
DAS HABEN WIR VOR:

  • Restriktive Zuwanderungspolitik

  • Einhalten der Obergrenze in Bund, Land und Stadt

  • Österreichweite Integrationserklärung

  • Integration durch Leistung

  • Sprachförderung und Wertekurse

  • Bildungspflicht bis 18 für alle Menschen in Österreich

  • Qualifizierung und Weiterbildung von Zugezogenen

  • Leistungsorientierte Integrationshilfe statt Mindestsicherung

  • Keine Sozialleistungen für Integrationsunwillige und Rechtsbrecher

  • Interreligiöser Dialog

„Klare Regeln bei
Zuwanderung –
Humanität, Ordnung, Begrenzung“

Nagl Unternehmen

Humane Marktwirtschaft – ein Modell, das sich im Wesentlichen als Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft versteht – wird von der Grazer Volkspartei in Zukunft ins Zentrum aller wirtschaftspolitischen Entscheidungen gerückt. In einer humanen Marktwirtschaft steht der Mensch als solcher im Mittelpunkt. Nicht das Unternehmen oder die Angestellten alleine, auch und vor allem die KundInnen und KonsumentInnen sind es, die im Rahmen wirtschaftspolitischer Entscheidungen berücksichtigt werden müssen. Jeder Mensch nimmt so an der Marktwirtschaft teil.

DREI ZENTRALE ANSPRÜCHE SOLLEN DEMNACH ERFÜLLT WERDEN:

  • Eigenverantwortliches Handeln

  • Solidarität

  • Nachhaltigkeit

Als Grazer Volkspartei sehen wir unsere Aufgabe darin, durch ein zukunfts- und praxisorientiertes Bildungssystem, durch neue Technologien und Innovationen, einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen aller Art, faire Wettbewerbsbedingungen für alle MarktteilnehmerInnen die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftssandortes und somit die Lebensqualität in Graz zu sichern bzw. zu steigern. Graz muss die Flexibilität haben, auf die sich immer schneller ändernden Rahmenbedingungen in der Wirtschaft zu reagieren!

Die Stärkefelder Mobility, Eco Tech, Health Tech, Kreativwirtschaft und Tourismus bleiben die Leithemen, da in diesen Bereichen nach wie vor großes Innovations- und Wachstumspotential liegt.

Neben der Servicesierung der Grazer Leitbetriebe wurde in den letzten Jahren der Fokus auf Grazer GründerInnen gelegt und die Synergieeffekte aus dem Stärkefeld Kreativwirtschaft in Richtung Tourismus, Handel und Landwirtschaft wurden gefördert. Zu den entstandenen Förderung (Gründerförderung, Coworking-Förderung, Crowdfunding-Förderung…) sind weitere Maßnahmen geplant, um die bestmöglichen Rahmenbedingungen in Graz zu schaffen und das Vertrauen der Bevölkerung in die Grazer Wirtschaft weiter zu stärken.


UNSERE IDEEN:

  • Gezielte Förderungen der Kreativ­wirtschaft und Startups als Innovationstreiber

  • Förderungen neuer Finanzierungsformen (Fonds, Crowdfunding Förderung) – Einrichten eines Regionalfonds

  • Standortvorteil ausbauen durch leistbare Glasfaseranbindung

  • Internationalisierung – internationale Vernetzung von Unternehmen durch das UNESCO-City-of-Design-Netzwerk

  • Förderung des Innenstadthandels – Errichtung einer Service- bzw. Anlaufstelle für Gründer zur Stärkung der Innenstadtwirtschaft mit umfassender Beratung in den Bereichen Gewerberegister, Baurecht etc.

  • Ständige Normenkontrolle bzw. Verwaltungsvereinfachung: Bürokratieabbau durch Gesetzesvereinfachungen

  • Leerstandsmanagement durch eigenen städtische Koordinationsstelle

Nagl Tisch

Nagl Mobilität

GRAZ BRAUCHT MEHR DYNAMIK IN DER VERKEHRSPOLITIK!

Das starke Bevölkerungswachstum der Stadt Graz bewirkt eine stetige Zunahme an Verkehr und konfrontiert die Stadtplaner mit riesigen Herausforderungen. Es gilt, in den Verkehrs- und Mobilitätskonzepten scheinbar Widersprüchliches zu vereinen: Einerseits sind wir mit steigendem Verkehrsaufkommen konfrontiert, andererseits werden die Räume in der Stadt immer knapper. Zum einen muss dem Individualverkehr auch künftig genügend Platz eingeräumt werden, zum anderen ist man gefordert, den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs mit aller Kraft voranzutreiben, neue Stadtteile zu erschließen und dabei auch die Interessen der schwächeren Verkehrsteilnehmer und die Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt zu berücksichtigen. Und zu all dem ist man bei den Planungen auch noch gefordert, die Feinstaub-Problematik einzubeziehen. Der in der letzten Periode produzierte Stillstand in der Verkehrspolitik hat für einen erheblichen Projektstau gesorgt, der in den kommenden Jahren dringend abgearbeitet werden muss. Eine Vielzahl von Projekten wartet auf Planung und Umsetzung:

  • Ausbau des Öffentlichen Verkehrs bei gleichzeitiger Erhöhung der Benutzerqualität

  • Umstellung der Bus-Flotte auf E-Busse bis 2025

  • Bau der Südwestlinie (Straßenbahnlinie 8) über den Griesplatz bis zum Jahr 2021

  • Verlängerung der Linie 3 bis 2021

  • Anbindung des Stadtteils Reininghaus ans GKB-Net

  • Schlüssiges Verkehrskonzept Lendplatz

  • Nahverkehrsknoten Gösting

  • Ausbau des Car-Sharing-Angebotes

  • City-Logistik neu: weniger schwere LKWs in der Stadt

  • Nutzung des Potenzials des Automobilclusters für E-Mobilität und selbstfahrende Fahrzeuge, um Graz als Modellregion für städtische Mobilität zu entwickeln

  • Rückbau von Straßen zugunsten höherer Verkehrssicherheit und mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger

Egal ob Autolenker, Fußgänger, Mopedund Motorradfahrer, Radfahrer oder Öffi-Nutzer: wir alle gemeinsam machen das Verkehrsaufkommen in dieser Stadt aus und finden uns oftmals in den verschiedenen Rollen wieder. Insofern muss auch beim Thema Mobilität das rücksichtsvolle Miteinander im Mittelpunkt unserer Planungen stehen. Wir halten nichts davon, einzelne Gruppierungen gegeneinander auszuspielen. Mobilität steckt voller Widersprüche. Einerseits wollen wir unterwegs sein Freunde und Kollegen treffen, die Familie besuchen und Fremdes, Neues erkunden. Wir wollen dabei Spaß haben und uns frei fühlen, wenn wir mit unserer heiligen Kuh, dem Auto, die Straßen entlang fahren. Wir werden uns dazu entschließen müssen, einige Straßen in Graz autofrei zu machen, und andere wiederum, die nur für öffentlichen Verkehr und Autos befahrbar sind. Eine Stadt mit einem Altstadtkern hat nunmal enge Gassen und Straßen, und da haben nicht alle Verkehrsteilnehmer Platz, und deshalb braucht es eine neue Ordnung.

  • Bewusstseinsbildung zum Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr bzw. zur sinnvollen Nutzung des Autos

  • Weiterer Ausbau der E-Mobilität

  • Unterführung Josef-Huber-Gasse zur Erschließung des Stadtteils Reininghaus

  • Fahrradfreundliche Stadt: Ausbau der Fahrradwege St. Peter, Waltendorf und Jakomini und Einrichtung eines stadtweiten Fahrradverleihs

  • Nutzung des Schleppbahn-Netzes

  • Planung der Nordwestlinie, um Gösting per Straßenbahn zu erschließen

  • Verkehrspolitik der kurzen Wege zur Reduzierung des Emissionsausstoßes

  • Modell-Entwicklung zur Kombination von Taxis und ÖV

  • Erweiterung des Park & Ride Angebotes an den Stadträndern

  • Bedarfsgerechtes Ausschöpfen des Potenzials in der Parkraumbewirtschaftung

Nagl Mobilität Sub
Nagl Bewegung

Familie ist der Wunsch nach Geborgenheit, aber auch Fürsorge und Sicherheit und zählt zu unseren elementaren Grundbedürfnissen. Uns ist es daher besonders wichtig, in Graz ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Eltern und Kinder gleichermaßen wohlfühlen. Deshalb muss es Aufgabe der Politik sein, bei allen Entscheidungen darauf zu achten, dass diese nicht nur familientauglich, sondern auch familienfreundlich sind. Kinder sind das Herz unserer Gesellschaft. Wir müssen dafür Sorge tragen, unseren Nachkommen eine bessere Welt und ein besseres Graz zu hinterlassen. Derzeit leben rund 15.000 Kinder in unserer Stadt, die unter sechs Jahre alt sind. Sie haben zwar kein direktes Stimmrecht, aber unser Versprechen, dass wir in ihre Zukunft, ihre Bildung, ihre Umwelt und ihre Gesundheit investieren. Zu letzterem gehört insbesondere auch, Kinder von klein auf für Bewegung zu begeistern und für sie die vielen positiven und integrativen Auswirkungen des Sports erlebbar zu machen.
DAS HABEN WIR VOR:

  • Weiterer Ausbau der Sport­infrastruktur

  • Internationale Ballsporthalle in der Hüttenbrennergasse

  • Zentrum für angloamerikanische Sportarten in Weinzödl

  • Neue LUV-Infrastruktur

  • Ausbau und Modernisierung der Bezirkssportplätze

  • Erweiterung der Streetworkoutanlagen

  • Schaffung eines Olympiastützpunktes des ÖOC

  • Umsetzung des ASKÖ-Mitteltraktes

  • Bootshaus für Paddler an der Mur

  • Grazer Sportscheck und Vereinssporttage für niederschweligen Zugang zu Sportvereinen

  • Weiterführung des Mietfördermodells für den Nachwuchssport

  • Indoorspielplätze

  • Abenteuerparks

  • Mountainbikestrecke Plabutsch

  • Fortsetzung der Gratis-Nachhilfe durch Lerncafés

Nagl Miteinander

Die Stadt Graz hat das Glück, dass eine sehr engagierte SeniorInnengeneration sich in vielen Bereichen von der Kultur über den Sport, die Sozialarbeit (vor allem in den Pfarren) bis hin zur Betreuung gebrechlicher Menschen ehrenamtlich engagiert. Dazu kommt in vielen Fällen auch die Unterstützung der eigenen Kinder und Enkelkinder.

Wenn wir Kindern von Anfang an den Wert der Gemeinschaft von Alt und Jung vermitteln, profitieren davon beide Seiten. Die SeniorInnen merken, dass sie tatsächlich als Ansprechpartner geschätzt werden und können so die nachwachsenden Generationen an ihrem reichen Erfahrungsschatz teilhaben lassen. Die Verantwortung dafür, das Leben der SeniorInnen zu bereichern, entwickelt bei den Jungen eine soziale Kompetenz, von der die Gesellschaft dauerhaft profitiert.

Gemeinsam sind wir stark. Sich alleine durchs Leben zu kämpfen, kostet vor allem älteren Menschen sehr viel Energie. Schon mit der Hilfe einer einzelnen Person kann manchmal mit weniger Aufwand mehr erreicht werden. Dieses Miteinander schafft Geborgenheit.

  • Sanierung und Ausbau der städtischen Wander-, Nordic-Walk- und Radstrecken

  • Sicherheitsguide speziell für SeniorInnen über Community Policing

  • Förderung von Begegnungsstätten mit Bildungs-, Kreativ- und Geselligkeitsangeboten

  • SeniorInnen als LesepatInnen und LernassistentInnen

  • Opa-/Oma-Service zur Unterstützung von Familien und AlleinerzieherInnen

  • Ausbau der mobilen Betreuung

  • Erweiterung des Generationenwohnens inklusive des betreubaren Wohnens


Nagl Miteinander Sub
Nagl Kultur

Das große Wort des Mitbegründers des steirischen Herbstes Hanns Koren lautete „Heimat ist Tiefe und nicht Enge“. In diesem Sinne begreift sich die Kultur in Graz in einer Offenheit, Toleranz und Weite. Das meint auch, dass Tanz, Musik, Malerei und Theater breit verstanden werden und spartenübergreifend gedacht werden sollen. Das Bewusstsein der Kultur leitet sich von der Tradition der Stücke ab und schließt bei der Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem an.

Graz ist in diesem Zusammenhang geprägt von Multikulturalität, die mit dem Begriff der „Stadt der Menschenrechte“ den Dialog zum Zentrum zwischen kulturellen Diversitäten erklärt. Kultur ist also der „Opener“ für Differenzen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Die Basis für jegliche kulturelle Bestrebung ist die Toleranz gegenüber Andersdenkenden.

Insofern ist die Inschrift am Opernhaus Graz als Auftrag an alle, ob Kulturschaffende oder Publikum, zu verstehen:

„Der Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben,
Bewahret sie!

Sie sinkt mit euch! Mit euch wird sie sich heben!“

WAS WIR VOR HABEN:

  • Von der Musikuniversität zur Kunstuniversität – Einbindung der Bildenden Künste

  • Galerienförderung für heimische JungkünstlerInnen.

  • Von der Ausbildungsstadt für Hochkultur zu ihrem Hotspot

  • Kulturpolitik statt oberflächlicher Beiratsevaluation. Klare Bekenntnisse und klare Absagen

  • Vorrang für die Absicherung bestehender Spiel- und Aufführungsstätten von Pop- bis Hochkultur vor der Errichtung von Neuem

  • Basisförderung für die Programmierung der Spiel- und Aufführungsstätten

  • Einbindung der Kulturschaffenden in die Stadtentwicklung

Nagl Regional

Graz ist die Stadt der Vielfalt. Der Reichtum an Buntheit, Abwechslung und Auswahl in der Stadt spiegelt sich auch in der Fülle an regionalen Spezialitäten, wirtschaftlichen Innovationen und Vermarktungsinitiativen wider. Der Kauf von Qualitätsprodukten aus Graz vergrößert aber nicht nur die Wertschöpfung und stärkt die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb des urbanen Raums, sondern trägt auch wesentlich zu Umwelt- und Klimaschutz bei. Durch die städtische Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von Produkten aller Art lassen sich lange Transportwege und klimaschädliches CO 2 wirksam reduzieren. Als Stadt der kurzen Wege bietet Graz zudem die optimalen Voraussetzungen, die Dinge des täglichen Bedarfs via Fuß, Rad- oder öffentlichen Verkehr erledigen zu können.

Die Qualitäten und Stärken unsererStadt speisen sich aber nicht nur aus derStärke jedes der GrazerInnen, sondernliegen vor allem im Willen, Graz weiterhin lebens- und liebenswert zu halten

Dazu gehören der Schutz von Natur, Umwelt und Klima, der Erhalt und die Sicherung natürlicher Grünflächen, der hochwertigen Grazer Trinkwasserversorgung und reibungslosen Abfallwirtschaft, welche die Grundlagen für die hohe Lebensqualität in Graz bilden. Nachhaltiger Lebensraum, gesunde Lebensmittel und Bewegung beeinflussen als ständige Facetten des täglichen Lebens unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Dementsprechend ist es unsere Aufgabe, für ein bestmögliches Lebens- und Arbeitsumfeld für alle Grazerinnen und Grazer zu sorgen, indem unter Berücksichtigung neuer sozialpolitischer und demographischer Herausforderungen die gesundheitliche Versorgung und die hohe Lebensqualität in der Stadt erhalten und weiter ausgebaut werden.

„Jetzt ist die Zeit
gekommen, um für
die Umwelt von
morgen zu sorgen“

DAS HABEN WIR VOR:

  • Murkraftwerk Mit dem Murkraftwerk starten wir die Umsetzung der größten Ökostrom-Offensive der Grazer Geschichte. Tausende Arbeitsplätze,
    nachhaltiger und attraktiver Freizeit- und Lebensraum sind neben atomstromfreier Energie positive Effekte des Umweltkraftwerks.

  • Stadt der kurzen Wege Wir machen die Stadt nachhaltiger und menschenfreundlicher. Wir vernetzen die Lebensbereiche Arbeit / Wohnen / Freizeit miteinander, indem wir ideale infrastrukturelle Voraussetzung in der Stadt schaffen.

  • Wiederverwertung von Müll (Cradle-to-Cradle-Prinzip) Bei der Produktion von Produkten muss von Beginn an ihr Ende mitgedacht werden. In abgeschlossenen Produktkreisläufen zu denken, soll Müll in diesem Ausmaß erst gar nicht entstehen lassen.

  • Kampagne „Vermeiden statt Verschwenden“ Diese Kampagne soll den Grazerinnen und Grazern helfen, weitere umfassende Einsparungspotentiale im täglichen Leben zu finden.

  • Wirksame Herkunftskontrollen zum Verbraucherschutz bei Produkten mit Angabe zur regionalen Herkunft.

  • Weiterführung der Grünrauminitiative Wir forcieren den Ankauf innerstädtischer Grünflächen, um den Erhalt und die Qualität der natürlichen Umgebung zu sichern.

  • Errichtung eines Trassenparks am Südgürtel

  • Endausbau der Medizinischen Universität Graz Der Endausbau ist ein Meilenstein für den Wissenschafts- und Forschungsstandort Graz sowie die erfolgreiche Weiterentwicklung der Universitätsstadt Graz. Die neue Infrastruktur wird sowohl den Studierenden und den Lehrenden als auch den Forschenden zugutekommen.

  • Erweiterung des Angebots an psychischer und psychosozialer Betreuung.

  • Menschenwürdige und professionelle Alten- und Krankenpflege in hoher Qualität und Maßnahmen zur Ausbildung pflegender Angehöriger.

Nagl Regional Sub
Nagl Wohnen

Graz ist nach einer Studie der Europäischen Kommission die lebenswerteste Stadt in Österreich und unter den Top-15-Städten in der EU. Das zieht Menschen aus Österreich, letztlich der ganzen Welt in unsere Stadt, was zur Folge hat, dass Graz jährlich durchschnittlich um 4.000 Menschen wächst. Es ist daher ein Gebot der Stunde, Wohnraum zu schaffen, damit die Preise für diesen nicht explodieren. In den letzten fünf Jahren sind 7.324 Wohnungen neu gebaut worden. Insgesamt gibt es 175.500 Wohnungen in Graz, acht Prozent davon gehören der Gemeinde. Die breite Mittelschicht hingegen ist beim Thema Wohnen auf sich allein gestellt. Vor allem für junge Menschen ist der Erwerb von Eigentumswohnungen auf Grund der Preise sehr schwierig geworden. Wir wollen daher vor allem das Wohnungseigentum wieder stärker fördern, denn Eigentum macht krisensicher. Die GrazerInnen erwarten sich von ihrem Wohnraum eine adäquate Größe, individuelle, den persönlichen Lebensumständen entsprechende Adaptierungen und die Nähe zu Grün- und Sportflächen.
  • Einrichtung eines Siedlungsfonds für junge GrazerInnen, die mindestens zehn Jahre in Graz gemeldet waren, um Wohungseigentum wieder leistbar zu machen.

  • Attraktivierung des Bestandes.

  • Urbanität erhalten, indem alle Wohnmöglichkeiten innerhalb der ersten sechs Bezirke, auch unter Dächern, genutzt werden und deren Ausbau gefördert wird.

  • Fortsetzung der Grünraumoffensive! Niemand soll länger als fünf Minuten zum nächstgelegen (Klein-)Park benötigen.

  • chaffung von genügend Freiraum im Umfeld von Siedlungen für die Zielgruppe 12- bis 18-Jährige auch auf Dachflächen von Supermärkten

  • Ökologisierung des Wohnens – Graz, die „Sonnenstadt“

  • Zielgruppenorientierte Wohnprojekte: Mehrgenerationen etc.

Nagl Kandidaten

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Nagl Vision

In einer so schnelllebigen Zeit wie der unseren erwarten viele von der Politik schnelle Lösungen. Nicht immer sind aber die schnellsten Lösungen die besten. Meist erfolgen sie unreflektiert, ohne fachliches Know-how. Die Politik muss in Zukunft der Versuchung der Effekthascherei widerstehen und stattdessen Visionen und nachhaltige Konzepte entwickeln, die das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft rechtfertigen.

„Wir werden nicht
stehen bleiben.“

Politiker haben nicht nur die Aufgabe, zu verwalten, sondern auch Zukunft zu gestalten. Visionen sind keine Illusionen. Illusionen kann man zerstören – Visionen nie. Wir glauben an den neuen Stadtteil in Reininghaus, wir glauben an das Wasserkraftwerk an der Mur, wir glauben an sozialen Frieden für alle, wir glauben daran, dass sich die Stadt weiterentwickelt und weiterhin attraktiv für Unternehmen und Touristen bleibt – nur so können wir weiterhin Arbeitsplätze gemeinsam mit der Wirtschaft schaffen.

„Fortschritt kann nur
gemeinsam gelingen.
Fangen wir hier und
jetzt damit an“