Hohensinner begrüßt Orientierungsklassen: Graz muss nachschärfen

 „Die Einführung bundesweiter Orientierungsklassen ist ein Schritt in die richtige Richtung. Damit schafft die Bundesregierung gute Startbedingungen für geflüchtete Kinder und entlastet zugleich unsere Regelklassen“, betont Kurt Hohensinner, Grazer Bildungsstadtrat und ÖVP-Stadtparteiobmann. Die neuen Klassen, die aktuell vom Ministerrat beschlossen wurden, vermitteln Kindern und Jugendlichen grundlegende Deutschkenntnisse und soziale Kompetenzen – noch vor dem Einstieg in die Regelschule oder Deutschförderklasse.

 Hohensinner befürwortet Aussetzung des Familiennachzugs

Neben den Orientierungsklassen begrüßt Hohensinner auch die Entscheidung der Bundesregierung, den Familiennachzug temporär auszusetzen: „Diese Maßnahme ist notwendig, um Integration nicht zu überfordern und bestehende Systeme zu stabilisieren. Wer Integration ernst meint, muss Zuwanderung steuern.“

 Stadt Graz in Gegenrichtung unterwegs

Deutliche Kritik übt Hohensinner an der Grazer Stadtkoalition: „Während Bund und Land mit restriktiveren Maßnahmen versuchen, die Integrationssituation im Land wieder zu verbessern, arbeitet die Stadt Graz genau in die entgegengesetzte Richtung. Vor allem im Sozialbereich werden laufend neue Pullfaktoren geschaffen, wie mit den Ausweitungen bei der SozialCard oder dem Sozialfonds Graz hilft.“ Bürgermeisterin Elke Kahr und Integrationsstadtrat Robert Krotzer sind gefordert, endlich gegenzusteuern: „Wenn die Stadt nicht rasch nachschärft, gerät Graz immer mehr in Schieflage. Schulische, soziale und gesellschaftliche Herausforderungen drohen weiter zu eskalieren.“

 Abschließend erinnert Hohensinner an das Projekt „Malala“, das er 2015 im Zuge der damaligen Flüchtlingsbewegung initiiert hat: „Mit ‘Malala’ haben wir jungen Geflüchteten gezielt Bildung, Sprache und Struktur geboten. Dieses Modell wurde vielfach gelobt. In der aktuellen Integrationspolitik der Stadt fehlt ein solches völlig.“