Mariatrost im täglichen Stauchaos

 Seit der Sperre der Hilmteichstraße stadteinwärts kommt es in Mariatrost und entlang der Heinrichstraße täglich zu massiven Verzögerungen. Staus, lange Rotphasen und schlecht abgestimmte Baustellen sorgen für großen Ärger bei Anrainern, Pendlern und Öffi-Nutzern im Grazer Nordosten.

 Die aktuelle Baustellensituation im Grazer Nordosten sorgt für massive Verkehrsprobleme. Seit der Sperre der Hilmteichstraße stadteinwärts staut sich der Verkehr täglich durch Mariatrost und entlang der Heinrichstraße. Betroffene berichten von bis zu 45 Minuten Zeitverlust am Morgen, am Nachmittag reichen die Kolonnen teilweise bis zur Liebiggasse zurück. Für VP-Gemeinderat Markus Huber kommt diese Entwicklung wenig überraschend: „Baustellenchaos ist leider an der Tagesordnung. Verkehrsmaßnahmen werden derzeit häufig umgesetzt, ohne die Auswirkungen auf das gesamte Verkehrssystem ausreichend mitzudenken.“ Besonders kritisch sieht Huber die neu errichtete Ampelanlage an der Kreuzung Heinrichstraße/Panoramagasse. Laut zahlreichen Anrainer-Rückmeldungen sorgen lange Rotphasen für zusätzlichen Rückstau und bremsen den Verkehrsfluss aus.

 Baustellen sorgen für zusätzlichen Rückstau

Für viele Bürger ist zudem eine weitere Baustellenmaßnahme schwer nachvollziehbar: Eine bestehende Verkehrsinsel wurde entfernt, nur um wenige Meter weiter wieder neu errichtet zu werden. Dadurch entsteht der Eindruck mangelnder Abstimmung und Planung. Die Probleme betreffen jedoch nicht nur Autofahrer. Auch der öffentliche Verkehr gerät zunehmend unter Druck. Die Buslinie 58 sowie der Schienenersatzverkehr der Straßenbahnlinie 1 stecken regelmäßig im Stau fest. Busse aus dem Umland verlieren Zeit, Fahrgäste warten länger und Anschlüsse werden verpasst.

 Kritik an fehlender Abstimmung

Zusätzliche Kritik gibt es an der Kommunikation rund um die Baustelle. „Die Bezirksvertretung wurde in diese Maßnahmen nicht eingebunden. Es muss jetzt gegengesteuert werden. Die angesprochene Ampel muss abgeschaltet werden und eine neue Verkehrslösung mit dem Bezirk erarbeitet werden“, fordert Bezirksvorsteher Erwin Wurzinger.