Die geplante Erweiterung der Autobahnabfahrt in Hart bei Graz droht zur erheblichen Verkehrsbelastung für die angrenzenden Grazer Bezirke St. Peter, Waltendorf und Ries zu werden. Bereits jetzt zeigen sich massive Probleme durch Schleichverkehr über den Ruckerlberg, Messendorfberg und Petersbergen, ausgelöst durch Pendler, die Engpässe auf der A2 umfahren. Betroffen sind insbesondere enge Wohnstraßen, die nicht für derartige Verkehrsbelastungen ausgelegt sind.
Konkrete Problempunkte:
- Massiver Schleichverkehr belastet enge Gassen und Wohngebiete.
- Fehlende Durchfahrtssperren für den Verkehr aus Hart bei Graz.
- Bis heute kein umfassendes Verkehrskonzept für die betroffenen Bezirke.
Untätigkeit von Bürgermeisterin Kahr und Vizebürgermeisterin Schwentner
Bereits im Dezember 2020 hat der Verkehrssprecher der Grazer Volkspartei, Georg Topf, mit einem dringlichen Antrag ein umfassendes Verkehrskonzept für Waltendorf, Ries und St. Peter gefordert. Der Antrag wurde damals mehrheitlich angenommen, als Regierungsmitglied damit beauftragt wurde die damalige Verkehrsstadträtin Elke Kahr. Topf wies dabei ausdrücklich auf die drohende Belastung durch die geplante Autobahnabfahrt in Hart bei Graz hin, die vom Land aktiv verfolgt wurde. Fünf Jahre später, nach einem Wechsel der Verkehrsagenden von Kahr zu Vizebürgermeisterin Judith Schwentner ist weiter nichts passiert – weder vom Verkehrsressort, noch von der heutigen Bürgermeisterin.
Georg Topf stellt fest: „Es ist völlig unverständlich, dass Bürgermeisterin Kahr und Verkehrsstadträtin Schwentner seit fünf Jahren auf der Bremse stehen und bisher keinerlei Maßnahmen getroffen haben. Während die Grazerinnen und Grazer andernorts laufend mit neuen Verkehrseinschränkungen gegängelt werden, schweigen die Verantwortlichen ausgerechnet bei einer echten Bedrohung der Lebensqualität in St. Peter, Waltendorf und Ries.“
Die Grazer ÖVP fordert daher sofortiges Handeln:
- Prüfung von örtlichen Durchfahrtssperren, um den Schleichverkehr effektiv zu verhindern.
- Tonnagebeschränkungen für den Schwerverkehr aus Hart bei Graz.
- Einführung von Tempolimits und verstärkte Geschwindigkeitskontrollen.
- Dringender Ausbau der Park-and-Ride-Anlagen sowie des öffentlichen Verkehrs.
Appell an Verkehrslandesrätin Holzer (FPÖ)
Die Grazer VP richtet sich außerdem eindringlich an Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ), und fordert eine erneute Prüfung des Vorhabens:
„Wir appellieren an Verkehrslandesrätin Holzer und die gesamte Landesregierung, die geplante allgemeine Autobahnabfahrt nochmals genau auf ihre Auswirkungen zu prüfen. Eine vernünftige, wirtschaftlich notwendige Betriebsabfahrt für die Firma Knapp darf nicht zu einer Verkehrslawine für den Grazer Osten führen. Nur so kann die Lebensqualität für Tausende betroffene Grazerinnen und Grazer langfristig gesichert werden“, betont Georg Topf.