Dringlicher Gemeinderatsantrag der VP: Hochgarage am Andreas-Hofer-Platz

 Die Innenstadt ist nach wie vor in aller Munde. Nach der Präsentation des Forderungspapiers der Wirtschaft und dem wenig konkreten Ergebnis der Innenstadt-Konferenz, macht die Volkspartei am kommenden Donnerstag im Gemeinderat die Probe aufs Exempel. Sie bringt eine konkrete Maßnahme aus dem Forderungspapier mittels Dringlichen Antrags ein: Kern des Antrags ist die Prüfung einer architektonisch hochwertigen Hochgarage am Andreas-Hofer-Platz – als multifunktionales Mobilitäts- und Stadtbaustein mit Auto- und Fahrradgaragen, optionalen Gastro- und Kulturflächen sowie vorausschauender Umnutzungsfähigkeit einzelner Ebenen.

Mehr als nur Parkraum für Auto und Fahrrad

„Wir legen der Kahr-Schwentner-Koalition eine lösungsorientierte, sofort prüfbare Maßnahme auf den Tisch“, sagt Clubobfrau Anna Hopper. „Die Hochgarage am Andreas-Hofer-Platz erhöht die Erreichbarkeit massiv – für Kundinnen, Kunden und Beschäftigte, egal ob mit dem Auto oder dem Fahrrad. Sie stärkt Handel und Frequenz, reduziert Suchverkehr und schafft gleichzeitig zusätzliche, sichere Fahrradstellplätze, nach denen die Stadt derzeit händeringend sucht. Sie könnte sogar mit Fahrradverleihsystem bzw. Fahrradservice-Point ausgestattet werden. Und sie kann – architektonisch hochwertig gedacht – mehr sein als Parkraum: mit aktiven Erdgeschoßzonen, einer nutzbaren Dachfläche und Raum für Pop-ups oder Ausstellungen. Wir machen damit die Probe aufs Exempel, wie ernst es der Kahr-Schwentner-Koalition mit der Attraktivität der Innenstadt wirklich ist.“

Hausgemachte Erreichbarkeits- und Attraktivitätskrise

Stadtrat Kurt Hohensinner betont den grundsätzlichen Kurs: „Neben externen Faktoren ist die Grazer Innenstadt-Krise auch eine hausgemachte Erreichbarkeits- und Attraktivitätskrise. Die Frequenz ist eingebrochen, der Leerstand steigt – sogar in Top-Lagen. Das ist das Ergebnis einer falschen Politik von Bürgermeisterin Kahr und Verkehrsstadträtin Schwentner. Die Probleme sind offensichtlich, und Lösungsvorschläge liegen seit Langem am Tisch. Mit dem Prinzip Hoffnung werden wir keine Probleme lösen – jetzt braucht es das Prinzip Handeln. Die Hochgarage am Andreas-Hofer-Platz ist eine konkrete, wirkungsvolle Maßnahme.“ Durch die nun gewonnene Öffi-Anbindung wäre der Standort perfekt, die jetzige Bebauung ohnehin nur wenig ansehnlich.

Die VP verweist darauf, dass eine Hochgarage explizit im vergangene Woche präsentierten Forderungspapier der Wirtschaft zur Belebung der Innenstadt enthalten ist. International gibt es zahlreiche Best-Practice-Beispiele, wie innerstädtische Parkhäuser mit klarer Gestaltung das Stadtbild augenfällig aufwerten, Suchverkehr bündeln und mit Gastronomie sowie Handelsnutzungen zusätzliche Aufenthaltsqualität schaffen.

Das beantragt die Grazer Volkspartei

  • Standort: Andreas-Hofer-Platz als Schnittstelle zwischen Innenstadt, Mur-Promenade und Hauptbahnhof.
  • Funktion: Bündelung des Zufahrtsverkehrs, weniger Parkplatz-Suchverkehr, direkter Zugang zur City.
  • Multifunktional: Auto- und Fahrradebenen, aktive Erdgeschoßzone, Dach-Gastro/Veranstaltungen, Flächen für Pop-ups/Kultur.
  • Zukunftsfit: Modular geplant, damit Ebenen bei verändertem Mobilitätsverhalten umgenutzt werden können.
  • Gestaltung: Architektonisch hochwertig, zurückhaltend ins Umfeld integriert.