GR Huber fordert rasches Handeln für mehr Fußgängersicherheit

Katastrophale Gehsteigsituation im Bezirk Gösting muss endlich behoben werden

Die Situation für Fußgängerinnen und Fußgänger im Bezirk Gösting ist in mehreren Bereichen untragbar und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Seit Jahren weisen Anrainerinnen und Anrainer auf massive Missstände hin – passiert ist bislang leider wenig. Für Gemeinderat Markus Huber ist klar: Fußgängersicherheit und Barrierefreiheit dürfen kein Randthema sein.

„Wer von einer lebenswerten und inklusiven Stadt spricht, muss zuerst dafür sorgen, dass sich alle Menschen – ob zu Fuß, mit Rollstuhl oder Kinderwagen – sicher im öffentlichen Raum bewegen können“, so Huber.

Göstinger Gefahrenpunkte sorgen seit Jahren für Unmut

Besonders prekär ist die Lage in Teilen der Anton-Kleinoscheg-Straße. Dort warten die Bewohnerinnen und Bewohner seit Langem auf die dringend notwendige Errichtung eines Gehsteigs in Richtung Norden. Nach Regenfällen bilden sich großflächige Pfützen, die den Gehweg faktisch unbenutzbar machen. Zusätzlich stellen die Verwurzelungen der Bäume eine erhebliche Stolper- und Gefahrenstelle dar. Besonders betroffen sind Menschen mit Beeinträchtigungen, Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sowie Eltern mit Kinderwägen, die gezwungen sind, auf die Fahrbahn auszuweichen, um nicht durch Wasser oder über Unebenheiten gehen zu müssen – eine gefährliche Situation sowohl für Fußgänger als auch für Autofahrer.

In der Göstingerstraße ist die Lage nochmals zugespitzter: Dort fehlt abschnittsweise überhaupt ein Gehsteig. Fußgängerinnen und Fußgänger müssen die Fahrbahn mitbenützen und sind dem fließenden Verkehr schutzlos ausgeliefert.

Entfernte Schutzweg-Markierung sorgt für zusätzliche Gefahren

Besonders inakzeptabel ist zudem die Situation bei der neu sanierten Busumkehre beim Löserpark. Im Zuge der Bauarbeiten wurde der dort bestehende Schutzweg entfernt, bis heute jedoch nicht wiederhergestellt. In der unübersichtlichen Kurve Richtung Thal stellt das eine massive Gefahrenquelle dar – insbesondere für Familien mit Kleinkindern sowie für ältere Menschen, die auf sichere Querungen angewiesen sind.

„Es kann nicht sein, dass Menschen in Graz im Jahr 2026 auf der Straße gehen müssen, weil Gehsteige fehlen, beschädigt oder nach jedem Regen unpassierbar sind. Das trifft vor allem jene, die ohnehin eingeschränkt mobil sind“, kritisiert Huber. „Hier geht es um die grundlegende Sicherheit für Fußgänger im Straßenverkehr – etwas, das eigentlich selbstverständlich sein sollte.“

Huber fordert die zuständige Verkehrsstadträtin auf, umgehend Maßnahmen zu setzen und die bekannten Brennpunkte im Bezirk Gösting endlich zu beheben. Gleichzeitig richtet er einen klaren Appell an die Fußgängerbeauftragte Renate Platzer, die eigens dafür eingesetzt wurde, die Fußgängersicherheit in Graz zu verbessern: „Anscheinend hat es Frau Platzer bisher noch nicht aus ihrem Büro in einen der Grazer Außenbezirke geschafft. Die Situation in Gösting ist leider nur die Spitze des Eisbergs. Die Fußgängersicherheit in einigen Außenbezirken lässt generell zu wünschen übrig. Ich lade Frau Platzer daher dringend zu einem gemeinsamen Lokalaugenschein in Gösting ein, damit sie sich vor Ort selbst ein Bild von den tatsächlichen Umständen machen kann. Wer Verantwortung trägt, wie auch die zuständige Vizebürgermeisterin Schwentner, muss hinschauen und handeln. Schöne Überschriften und Masterpläne, die in der Schublade verschwinden, erhöhen noch lange nicht die Sicherheit für Familien mit Kindern und ältere Menschen im Straßenverkehr.“