Hohensinner trifft Klagenfurts Bgm. Scheider

Koralmbahn: Hohensinner trifft Klagenfurts Bgm. Scheider

Wenn die Koralmbahn 2025 in Betrieb geht, wird man mit dem Zug von Graz nach Klagenfurt statt 2 Stunden und 40 Minuten nur noch 45 Minuten brauchen. Durch die neue Hochleistungsstrecke entsteht ein gemeinsamer Wirtschaftsraum, in dem 1,8 Millionen Menschen leben – die so genannte „Area Süd“.

Viele Gemeinden mit Nähe zur Trasse haben das längst als Chance erkannt und betreiben eine aktive Ansiedelungspolitik. Statt als größter Ballungsraum eine Führungsrolle zu übernehmen, agiert Graz unter kommunistischer Führung zurückhaltend bis planlos. „Seit fast zwei Jahren weisen wir auf die großen Chancen aber auch Herausforderungen hin, die mit der Koralmbahn verbunden sind. Leider ohne Erfolg. Wenn Bürgermeisterin Kahr so weitermacht, besteht die Gefahr, dass Graz in diesem Wettrennen der Regionen der Verlierer sein wird“, sagt der Grazer VP-Chef Stadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP).

Nachdem die Bürgermeisterin außer einer Eintragung ins goldene Buch vor rund einem Jahr keinerlei Aktivitäten gesetzt hat, wurde nun Hohensinner selbst aktiv. In einem ersten Austausch traf er den Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten) um über Synergien und Kooperationen zu sprechen. Etwa im Bereich der kommunalen Betriebe (Holding, Flughafen, Energie, Bestattung, etc.), aber auch bei Universitäten, Messe und Tourismus. „Auch der Klagenfurter Bürgermeister sieht in der Koralmbahn eine Jahrhundertchance, die wir nicht ungenutzt lassen dürfen. Es braucht endlich mehr Tempo!“, so Hohensinner, der mit Klagenfurts Bürgermeister auch bereits ein Folgetreffen vereinbart hat.

Die VP hat bereits Anfang 2023 im Gemeinderat zum Thema gemacht. Der Dringliche Antrag wurde jedoch von der Koalitionsmehrheit abgelehnt. Inzwischen wurde in der Magistratsdirektion ein Koralmbahn-Koordinator eingesetzt. „Das Thema ist zu wichtig, als dass man es nur an die Verwaltungsebene delegieren kann. Dass die Bürgermeisterin dieses Thema nicht ernst nimmt, kann ich nicht verstehen“, betont Hohensinner. Kahr sei schließlich auch Vorsitzende des Regionalverbands Steirischer Zentralraum.