Die Stadt Graz gerät immer mehr in Schieflage. Besonders deutlich wird das beim Thema Wohnen. In Elke Kahrs Wohnungspolitik profitiert eine kleine Gruppe, während die Mehrheit der Grazer draufzahlt. Beim „Graz Gespräch“ der Grazer Volkspartei wurde über Zukunftslösungen für leistbares Wohnen diskutiert.
„Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Es soll nicht belasten, sondern ein sicheres und glückliches Zuhause sein“, eröffnete Stadtrat Kurt Hohensinner den Abend, „Graz erlebt derzeit aber eine eindimensionale KPÖ-Klientelpolitik, die nur einigen wenigen nutzt.“ Eine Kritik, die auch ÖWG-Geschäftsführer Christian Krainer teilt. Der gemeinnützige Wohnbau kann sein Potential in Graz derzeit nicht ausschöpfen. In der Wohnbaumilliarde des Bundes sind 110 Millionen Euro für die Steiermark reserviert. Gelder, die zu einem Großteil an Graz vorbeifließen werden. „Die Stadt hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Steigende Preise sind die Folge“, attestiert Krainer, „Graz ist Wohnort für rund 300.000 Menschen. Elke Kahrs Politik zielt nur auf 10 Prozent von diesen, während die restlichen außen vor bleiben.“
Wie es besser geht, zeigt ein Blick auf die Landesebene. Von Landeshauptmann Christopher Drexler wurde die große steirische Wohnraumoffensive ins Leben gerufen. Das Paket umfasst einen Jungfamilienbonus, Eigenheim- und Sanierungsförderung und vieles mehr. „Für uns geht es um Eigentum und Miete. Wir wollen beides unterstützen“, führt Drexler aus, „vor allem jungen Menschen wollen wir eine positive Perspektive geben sich Eigentum zu schaffen.“
Genau das vermisst VP-Clubobfrau Anna Hopper in der Stadtpolitik: „Wer sich in dieser Stadt mit Wohnungs- oder Hauseigentum selbst etwas schaffen will, hat mit der Kahr-Schwentner-Koalition leider Pech gehabt.“ Es gibt keine Förderung oder Leistung zum Thema Eigentum. „Aus ideologischen Gründen wird dieser Bereich einfach vergessen“, so Hopper. Sie wünscht sich für die Stadt ein Maßnahmenpaket nach Vorbild des Landes.
Zitate:
„Was Elke Kahr betreibt, ist keine Wohnpolitik, sondern reine Sozialpolitik.“
Christian Krainer, ÖWG-Geschäftsführer
„Mit unserer Wohnraumoffensive sind wir österreichweit vorangegangen. Wir reden nicht nur, wir setzen auch um.“
Christopher Drexler, Landeshauptmann