„Die Umgestaltung des Griesplatzes wurde bereits im Koalitionspapier groß angekündigt. Fünf Jahre später gibt es wieder einen Wettbewerb, neue Visualisierungen und große Schlagzeilen – aber noch immer keinen konkreten Zeitplan, keine Finanzierung und keine sichtbare Umsetzung.
Das Muster zieht sich durch die gesamte Kahr-Schwentner-Koalition: Ob Stadion, S-Bahn-Ausbau oder Griesplatz – ständig werden neue Präsentationen, Studien und Renderings vorgestellt, während bei der tatsächlichen Umsetzung jahrelang nichts weitergeht. Große Ankündigungen ersetzen offenbar konkrete Projekte. Nach fünf Jahren Regierungsverantwortung kann man nicht mehr von „Planung“ sprechen, wenn weiterhin keine Bagger rollen.
Gerade beim Griesplatz bleibt zudem völlig offen, wie die zentralen Verkehrswege künftig funktionieren sollen – für Öffis, Einsatzfahrzeuge, Wirtschaft, Anrainer und den täglichen Verkehr.
Statt klarer Lösungen gibt es vor allem schöne Bilder und allgemeine Schlagworte. Graz braucht keine Dauer-PR und keine Endlosschleife aus Wettbewerben und Präsentationen. Graz braucht eine Politik, die Projekte nicht nur ankündigt, sondern auch umsetzt. Der Griesplatz muss am Ende ein funktionierender Stadtplatz für die Menschen werden – und nicht das nächste Symbol für fünf Jahre Stillstand trotz großer Versprechen.“