Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher!

Wir freuen uns, Sie auf unserer Homepage begrüßen zu dürfen. Auf den folgenden Seiten erlauben wir uns die breite inhaltliche Vielfalt der Grazer Volkspartei zu präsentieren. Unser Ziel ist es, mit den Grazerinnen und Grazern gemeinsam an einer noch besseren Stadt Graz zu arbeiten. Wie das gelingen kann und welche Breite an verschiedensten Persönlichkeiten an diesem Vorhaben mitarbeiten, versuchen wir ebenso auf unserer Homepage abzubilden. In der Hoffnung unserem Anspruch gerecht werden zu können, wünschen wir eine informative und spannende Zeit mit und auf den Seiten der Grazer Volkspartei!

 

    Aktuelle News

    16. November 2020

    Erste Online-Klausur der Grazer Volkspartei

     

    Einmal im Jahr zieht sich der ÖVP Gemeinderatsclub zu einer Klausur zurück um neue Forderungen und Lösungsansätze für aktuelle und zukünftige Problemstellungen zu erarbeiten. Da ein persönliches Zusammentreffen aufgrund der aktuellen COVID19 Maßnahmen nicht möglich war, wurde die gesamte Klausur in den digitalen Raum verlagert.

    „Die Auswirkungen der aktuellen Krise sind bereits jetzt stark spürbar – von der Gesundheit über die Wirtschaft hin zum Arbeitsplatz. Neben raschen Lösungen braucht es aber auch Weitblick. Wir wollen daher Gesamtkonzepte erarbeiten, die in den betroffenen Bereichen nachhaltig positive Wirkung erzielen!“, erklärt Bürgermeister Siegfried Nagl. „Wir nehmen uns deshalb bewusst die Zeit, um innovative Ideen zu kreieren – und das auf digitalen Weg.“

    In verschiedenen Arbeitsgruppen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die aktuelle Situation analysiert und notwendige, realisierbare Verbesserungen erarbeitet. Trotz anfänglicher Zweifel, ob inhaltliche und tiefgehende Debatten in einem Online-Format möglich seien, konnten auch zu den Themenpaketen Mobilität, Soziales und Sicherheit klare Ziele herausgearbeitet werden.

    „Politisches Arbeiten ist gerade in solchen herausfordernden Zeiten essentiell. Wir beleuchten deshalb nicht nur die aktuelle Situation, sondern arbeiten an zukunftsfähigen, nachhaltigen Lösungen! Durch Investitionsmodelle für wirtschaftliche Betriebe, können wir zum Beispiel Arbeitsplätze langfristig absichern.“, erklärt Clubobfrau Daniela Gmeinbauer. „Mit unserer Online-Klausur nehmen wir österreichweit eine Vorreiterrolle ein!“

    Die Klausur wurde von der Politischen Akademie der Volkspartei begleitet.

    „Als urbane, moderne Partei der Mitte übernehmen wir Verantwortung für die Entwicklung unserer Stadt. Beim klaren Ansprechen von Problemen und anschließenden Lösen ist dieses Selbstverständnis spürbar.“, beschreibt Anna Hopper, Geschäftsführerin der Grazer Volkspartei die Klausur. „Mit der Ökosozialen Marktwirtschaft, haben wir einen Leitfaden, den wir verfolgen um Umwelt, Menschen und Wirtschaft gemeinsam zu denken und nicht getrennt voneinander. Wir gestalten bereits jetzt und werden das auch weiterhin tun.“

    30. Oktober 2020

    Mit Augenmaß durch die Krise – ein pragmatisches Doppelbudget

    Nachtragsbudget 2020 – Budget 2021

    Die von Bürgermeister Siegfried Nagl, Vizebürgermeister Mario Eustacchio und Finanzstadtrat Günter Riegler vorgestellten beiden Voranschläge für 2020 und 2021 beinhalten starke und kräftige Maßnahmenpakete zur Bewältigung der durch die CORONA-Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen Beeinträchtigungen.

    Die schon bisher in der Regierungsagenda „#agenda2022“ verfolgte Investitionsintensität in Umwelt, Nachhaltigkeit, ÖPNV, leistbares Wohnen sowie in Bildung, Sport und Kunst wird trotz Krise beibehalten. Einen Meilenstein stellt die Fortsetzung des Investitionsprogrammes dar, für das weitere 250 Mio. EUR zur Aufstockung des Investitionsfonds reserviert werden. Damit wird das Gesamtausmaß der in der #agenda2022 vorgesehenen Investitionen auf insgesamt 670 Mio. EUR erhöht. „Die Stadtregierung verfolgt damit in der Krise, die für 2020 einen Konjunkturrückgang von -6,7% (IWF-Daten) gebracht hat, eine antizyklische Budgetpolitik und setzt für die Grazer Wirtschaft wichtige fiskalpolitische Stimuli“, begründet Finanzstadtrat Günter Riegler diese Maßnahme. In der am 5. November abzuhaltenden Sitzung des Gemeinderates werden insgesamt Investitionen von rund 41 Mio. EUR beschlossen; darunter die schon angekündigte Fortsetzung des Schulausbauprojektes GRIPS II sowie wichtige Sanierungsmaßnahmen in Städtische Wohnungen sowie Freibäder.

    Für wirtschaftliche Soforthilfen wird ein CORONA-Hilfsfonds II von 3,0 Mio. EUR dotiert (1 Mio. EUR für 2020 – 2 Mio. EUR für 2021). Das ist bereits das zweite CORONA-Hilfspaket, nachdem bereits im März 2020 ein CORONA-Hilfspaket I von 3,0 Mio. EUR umgesetzt worden war. „Die Liquidität wurde durch einen schnellen Response in den Monaten Juli bis September bereitgestellt – für 2021 werden weitere Liquiditätsmaßnahmen geplant, um sowohl die regulären Tilgungen als auch Tilgungsspitzen gut zu bewältigen“, so Riegler.

    Die laufenden Ergebnisse 2020 und 2021 liegen im negativen Bereich und werden sich für beide Jahre zusammengefasst im Bereich von 120 Mio. EUR bewegen. Dies ist auch der durch landesgesetzliche Vorgaben maximal ausnützbare Rahmen. Die Hauptdeterminanten dieses Ergebnisrückganges (nach den in Vorjahren positiven Gesamtergebnissen) lägen laut Riegler wie schon berichtet im Rückgang bei den Ertragsanteilen sowie bei den Kommunalsteuern: „Die Bundes- und Landesunterstützungen aus dem Kommunalen Investitionspaket (KIP) sind zwar liquiditätsmäßig eine große Hilfe, jedoch für den Ergebnishaushalt nicht wirksam“.

    Bürgermeister Siegfried Nagl betonte, dass gemeinsam mit Städtebund und Gemeindebund nachdrücklich eine weitere Bundesunterstützung zur Kompensation der Kommunalsteuerausfälle eingefordert werden müsse. Diese müsste sich österreichweit auf 1 Mrd. EUR belaufen – der erwartete Kommunalsteuerausfall in den Jahren 2020 und 2021 beläuft sich für die Stadt Graz gegenüber den ursprünglich prognostizierten Werten auf rund 40 Mio. EUR.

    Die Nettofinanzschulden entwickelten sich bis 2019 innerhalb des Korridors der dreifachen Jahreseinnahmen aus Steuern und Gebühren. Dieser Korridor muss nun auf das Vierfache ausgeweitet werden. Diese Ausweitung ist aus Sicht des Finanzstadtrates Riegler nicht nur vertretbar, sondern auf Grund der allgemein positiven Fundamentaldaten der Grazer Wirtschaft auch verkraftbar. Positiv wird herausgestrichen, dass ab 2023 wird eine Rückkehr zu den früheren Wachstumsraten bei den wichtigsten Einnahmen erwartet wird.

    Zugleich mit der Vorlage des Doppelbudgets 2020 und 2021 haben Nagl, Eustacchio und Riegler auch eine Gesamtübersicht über die Agenda der Jahre 2017 bis 2021 gegeben. So führte der Bürgermeister aus, dass in den Jahren 2017 bis 2021 seitens der Grazer Stadtregierung Investitionen für den Ausbau der städtischen Infrastruktur rund 977 Mio. EUR aufgewendet werden. „37% davon werden aus eigener finanzieller Kraft aufgebracht, rund 614 Mio. EUR werden durch Fremdfinanzierungen aufgebracht. Damit ist das wesentliche finanzpolitische Ziel, nämlich eine mindestens 33%ige Eigenfinanzierung von Investitionen trotz CORONA erfüllt“, präzisiert Nagl.

    Ein Großteil der Investitionen und Ausgaben betrifft den Öffentlichen Verkehr. Bis Ende 2021 werden rund 700 Mio. EUR für den Betrieb, die Erhaltung sowie die Erweiterung von Bus- und Bahninfrastruktur aufgewendet. Wichtigste Projekte sind der Ausbau der Straßenbahnlinien nach Reininghaus und zur Smart City, wichtige Busanbindungsprojekte wie etwa die Linie 66. Für die Anschaffungen von klimafreundlichen Bussen werden in den fünf Jahren 28 Mio. EUR aufgewendet. Hinzu kommt der Ausbau des Fuhrparks der Straßenbahnen sowie Planungsmittel für Neuprojekte.
    Für den Bildungsbereich von Stadtrat Kurt Hohensinner sind in den Jahren 2017-2021 insgesamt 620 Mio. EUR angesetzt. Darunter 114 Mio. EUR für den Schulausbau (GRIPS II) sowie der kontinuierliche Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen.

    Im Bereich Kunst, Wissenschaft und Kultur kam es in den Jahren 2017-2021 nicht nur zur Ausrichtung des Kulturjahres 2020 mit einem Gesamtmittelaufwand von 7,5 Mio. EUR, sondern auch zur Umsetzung des grazmuseums am Schlossberg (2,8 Mio. EUR). Weiters wurden die jährlichen Kulturförderungen um 3% gesteigert, das Kunsthaus Graz neu organisiert und hinsichtlich der Programmittel verstärkt sowie auch im Bereich der Preise und Stipendien eine Erhöhung erzielt.

    „Ich freue mich sehr, dass wir für wichtige Wohnbauprojekte und Sanierungsmaßnahmen in den Jahren 2017 bis 2021 insgesamt 75 Mio. EUR investieren konnten. Hier sind insbesondere Neubauprojekte in der Faunastraße 78, Adlergasse 20 sowie am Grünanger zu nennen. Für Brauchbarmachungen von Wohnungen werden zusätzlich 25 Mio. EUR aufgewendet. Die Grazer Märkte werden kontinuierlich modernisiert und erneuert – hier wurden und werden 3,5 Mio. EUR aufgewendet“, so der zuständige Vizebürgermeister Mario Eustacchio.
    Für die Bekämpfung der COVID-Krise werden zusätzliche 40 VZÄ-Arbeitsplätze geschaffen – u.a. dazu wird das Personalbudget 2021 um 9 Mio. EUR gegenüber den Vorjahren erhöht.

    Im Sozialbereich werden in den Jahren 2017 bis 2021 insgesamt 390 Mio. EUR aufgewendet.
    Im Bereich des Straßenbaues, der Schaffung von Plätzen und Grünraum sind insbesondere die Radfahroffensive (2017-21: 7 Mio. EUR), das Straßen- und Infrastrukturprogramm Reininghaus (26 Mio. EUR) sowie zahlreiche weitere Maßnahmen zu nennen.
    Der für die Koalition besonders wichtige Bereich der Umwelt- und Nachhaltigkeit umfasst so große Investitionen wie den Zentralen Speicherkanal (73 Mio. EUR), den Fernwärmeausbau (58 Mio. EUR in den Jahren 2017-21), die Errichtung des Recyclingcenters (32 Mio. EUR) sowie den mit 30 Mio. EUR dotierten Klimafonds.

    Fotocredit: Stadt Graz/Fischer

    29. Oktober 2020

    Wunschplatz für Volksschule: Jetzt online vormerken

    Nach dem Schulbeginn ist vor dem Schulbeginn: Für alle Kinder, die mit Herbst 2021 schulpflichtig werden und ihren Hauptwohnsitz in Graz haben, startet in den kommenden Tagen die Online-Vormerkung für die Grazer Volksschulen. Von 3.11. bis 13.11.2020 haben Eltern die Möglichkeit ihre Kinder bequem von zu Hause aus für den zukünftigen Volksschulbesuch anzumelden. Jedes Kind kann unter www.graz.at/bildung für drei Schulen nach Wahl vorgemerkt werden. Der Zeitpunkt für die Vormerkung ist für die Aufnahme nicht entscheidend. Diese erfolgt nach einem transparenten Kriterienkatalog. „Die Onlinevormerkungen werden seit Jahren in Graz erfolgreich durchgeführt. Das System ist unkompliziert und ermöglicht den Eltern drei Schulen ihrer Wahl auszusuchen“, erklärt Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner, „die Eltern können frei aus dem breiten Bildungsangebot der Stadt wählen“, so Hohensinner.

    ABI-Service für alle Bildungsfragen
    In allen Bildungsfragen steht die Servicestelle „ABI-Service“ gerne mit Rat und Tat zur Seite. „Die Frage nach der passenden Bildungslaufbahn nimmt für alle Eltern einen besonderen Stellenwert ein“, weiß der Bildungsstadtrat, „uns ist es wichtig die Eltern in diesem Prozess bestmöglich zu unterstützen. Nachdem die Bildungsberatung im Moment aufgrund der aktuellen COVID-Situation nur so eingeschränkt möglich ist, haben wir zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen entwickelt.“ So gibt es heuer erstmals die Möglichkeit sich Beratung zum Thema Schulwahl via Videokonferenz zu holen: Einfach auf graz.at/bildung gehen und einen Online-Termin buchen. Neben der „Videoberatung Schule“, gibt es darüber hinaus auch einen virtuellen Bildungsschalter zum Thema Berufsorientierung/IBOBB-Cafe. Für jene, die persönliche und sprachliche Unterstützung benötigen, finden von 9. bis 11. November Workshops zur Anmeldung im ABI Service statt. Dabei begleiten zwei kompetente Mitarbeiterinnen durch den Ablauf der Online-Vormerkung, zusätzlich stehen Dolmetscher in den Sprachen Arabisch, Ungarisch, Dari/Farsi und Rumänisch zur Verfügung. Die Workshops finden unter den aktuellen COVID-Sicherheitsbestimmung statt (Kleingruppen, Hygiene, Mund-Nasen-Schutz).

    Eckdaten der Schuleinschreibung:
    • Online-Vormerkung: 3.11. bis 13.11.
    • Zuteilung zu den Schulen laut Kriterienkatalog, z.B. Wohnortnähe, Geschwisterkinder, Tagesbetreuung, besondere Bedürfnisse, etc.)
    • Schriftliche Mitteilung über die zugeteilte Schule (vor Weihnachten)
    • Schuleinschreibung in der jeweiligen Schule im Jänner 2021

    Foto: Stadt Graz/Fischer

    27. Oktober 2020

    Graz engagiert 2020: Ohne Ehrenamt geht’s nicht!

    „Eine Gesellschaft ohne Ehrenamt ist eine arme Gesellschaft, zum Glück sind wir in diesem Zusammenhang sehr reich“, weiß Bildungs-, Integrations- und Sozialstadtrat Kurt Hohensinner, „durch ihre gemeinnützige Arbeit sind die Freiwilligen eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft und stärken den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerung.“ Unter dem Titel „Graz engagiert“ wurde in den vergangenen Jahren das große Dankesfest für das Ehrenamt am Nationalfeiertag etabliert und das Rathaus in ein Haus des Ehrenamts verwandelt. Mehr als 500 Besucherinnen und Besucher waren jedes Jahr mit dabei. Im heurigen Jahr zum fünfjährigen Jubiläum ist ein solches Veranstaltungsformat aufgrund der COVID-Pandemie leider nicht möglich. „Gerade heuer ist es uns aber ein besonderes Anliegen den unzähligen Ehrenamtlichen in unserer Stadt Danke zu sagen. Wir wollen dies deshalb mit einer entsprechenden Kampagne mit dem Titel ‚Ohne Ehrenamt geht’s nicht‘ tun“, erklärt Hohensinner.

    Anerkennung, Dank und Unterstützung
    „Menschen, die in Graz ehrenamtlich aktiv sind, verdienen zwar kein Geld, aber umso mehr verdienen sie unsere Anerkennung, Dank und Unterstützung“, betont der Stadtrat. Deshalb stellt die Stadt Graz seit Jahren ein umfangreiches Paket an Unterstützungsmaßnahmen für das Ehrenamt zur Verfügung. „Unser Ziel ist es mit entsprechenden Rahmenbedingungen und Angeboten den Ehrenamtlichen einen Mehrwert zu bieten und sie ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten. So haben wir etwa eine umfassende Ehrenamtsversicherung in Graz eingeführt, Aus- und Weiterbildungsangebote konzipiert und eine kostenlose Rechtsberatung eingerichtet. Erst heuer haben wir das Projekt „Treffpunkt Ehrenamt“ weiter ausgebaut, bei dem Ehrenamtlichen kostenlos Räumlichkeiten für ihre Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt stehen nun schon sieben Standorte zur Verfügung“, erklärt Hohensinner. Ein wesentlicher Meilenstein war die Zusammenführung aller Maßnahmen zum Thema Ehrenamt im Integrationsreferat, um hier eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen. „Freiwilliges Engagement ist eine wertvolle Ergänzung zu den wichtigen bestehenden institutionalisierten Dienst- und Unterstützungsleistungen in nahezu allen Bereichen des Zusammenlebens in unserer Stadt. Freiwillig Tätige schenken nämlich das Wertvollste, ihre Zeit und machen sich stark für eine soziale und lebenswerte Stadt. Dafür gebührt ihnen besonderer Dank“, so die Leiterin des Integrationsreferats, Roswitha Müller.

    3 Wochen für 365 Tage
    Bei „Graz engagiert“ geht es darum für das Ehrenamt zu begeistern, gleichzeitig aber vor allem auch bewusst die Leistung des ehrenamtlichen Engagements sichtbar machen, das 365 Tage im Jahr von Menschen geleistet wird. Allein in der Stadt Graz gibt es unzählige Beispiele, angefangen bei den Lesepatinnen und –paten in unseren Schulen, über die Funktionäre und Trainer in den zahlreichen Sportvereinen bis hin zu jenen Studierenden, die sich während des Lockdowns bereit erklärt haben im Rahmen unserer Einkaufshotline für Risikogruppen mitzuhelfen. Die heurige Kampagne „Ohne Ehrenamt geht’s nicht“ wurde von der Abteilung für Kommunikation gemeinsam mit der Agentur achtzigzehn entwickelt und wird in den kommenden drei Wochen im öffentlichen Raum zu sehen sein. In der Kampagne kommen neben Menschen, die sich in Graz ehrenamtlich engagieren, vor allem auch jene Menschen zu Wort, die vom Engagement Ehrenamtlicher profitieren. Stellvertretend für die Stadt Graz sagen sie Danke und erzählen, wie Ehrenamtliche in Graz ihr Leben bereichern. Die tatsächlichen Aussagen der Menschen dienen dabei als zentrale Statements der Kampagne. Die Protagonistinnen und Protagonisten sind nämlich Personen aus dem realen Leben, keine Models. Unter anderem kommen zu Wort: Eine ältere Dame mit ihrer Betreuerin, eine Familie im Verschenkladen, ein Mann mit körperlicher Einschränkung mit seinem Betreuer und ein Mädchen, das regelmäßig an Pfadfinderkursen teilnimmt. Die Kampagne wird auf den Citylights der Stadt, in Print-Sujets und in Videoclips auf Social Media ausgespielt. Ein besonderes Highlight ist das speziell designte Öffi-Wartehäuschen am Südtirolerplatz, das ebenso animieren und Danksagung sein soll.

    10 Milliarden Euro Wertschöpfung
    Die Kampagne soll einmal mehr die immense Bedeutung des Ehrenamts und jener Personen, die diese mit Leben erfüllen, betonen. „Für mich ist das Ehrenamt eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft“, sagt Hohensinner, der auf zahlreiche Statistiken verweist. So ist Österreich etwa unter den europaweiten Spitzenreitern, wenn es um das ehrenamtliche Engagement geht. Rund 46 Prozent aller Erwachsenen, also beinahe jeder Zweite, sind in der einen oder anderen Form als Ehrenamtliche tätig. Zahlen für die Steiermark gehen sogar von rund 50 Prozent aller Steirerinnen und Steirer ab dem 15. Lebensjahr aus, die sich ehrenamtlich engagieren. Der ideelle Wert dieser Unterstützung ist nicht zu beziffern, von der Donau Universität Krems (Prof. Gottfried Haber) wurde allerdings versucht den monetären Wert der ehrenamtlich erbrachten Leistung in Österreich zu beziffern. Dieser liegt bei einer jährlichen Wertschöpfung von rund 10 Milliarden Euro. Heruntergebrochen auf Graz würde dies einen Gegenwert von 330 Millionen Euro pro Jahr bedeuten. Hohensinner abschließend: „Mit dieser Kampagne sagen wir Danke für das großartige Engagement in unserer Stadt. Gleichzeitig wollen wir noch mehr Grazerinnen und Grazer für das Ehrenamt begeistern und einladen sich positiv im Sinne unserer Gesellschaft einzubringen.“

    Weitere Informationen zur Kampagne bzw. zum Ehrenamt in Graz: www.graz.at/engagiert

    Fotos: Stadt Graz/Fischer

    22. Oktober 2020

    Eishalle B: Ab morgen Publikumseislauf wieder möglich

    Das Sportjahr 2021 naht mit großen Schritten. „Unser Ziel ist es Graz von der Sportstadt zur sportlichsten Stadt Österreichs machen“, gibt Sportstadtrat Kurt Hohensinner das Ziel vor, „wir wollen die Grazerinnen und Grazer bewegen und für die positiven Wirkungen des Sports begeistern. Dafür braucht es aber auch die notwendige Infrastruktur.“ Einen wichtigen Meilenstein konnte die Stadt in diesem Zusammenhang vor Kurzem präsentieren, als die neue Eishalle B erstmals ihre Tore öffnete. „Damit verfügt Graz nun endlich über zwei Eisflächen, die während der ganzen Eissaison völlig witterungsunabhängig genutzt werden können. In Liebenau ist damit nun endgültig eine Sportwelt nach modernsten Standards entstanden. Schon seit der ersten Konzeption war es mir als Sportstadtrat ein besonderes Anliegen, dass anstelle der Freieisfläche eine vollwertige Eishalle realisiert wird, in der nun unzählige Sportlerinnen und Sportler eine echte Heimat finden werden. Rund 90 Eissportvereine profitieren, vor allem haben wir damit aber auch eine Top-Eisfläche geschaffen, die auch der Grazer Bevölkerung zur Verfügung steht.“

    COVID-Regeln und neue SozialCard-Ermäßigung
    Der beliebte Publikumseislauf ist damit nach 2-jähriger Pause ab Freitag, 23. Oktober wieder möglich. Das heißt einem ausgiebigen Training für das Sportjahr 2021 steht nichts mehr im Wege. „Als MCG freuen wir uns, dass auch in COVID-Zeiten Publikumseislauf und damit sportliche Aktivität in der Eishalle möglich ist. Herzlich Willkommen in der neuen Eishalle B“, freut sich Messe-Vorständin Barbara Muhr auf regen Besuch. Mit den aktuellen Vorgaben sind derzeit gleichzeitig 50 Personen auf der Eisfläche erlaubt. Mit einer Neuerung wartet Hohensinner in seiner Funktion als Sozialstadtrat auf: Für SozialCard-Besitzer gibt es eine Ermäßigung von 50 Prozent. „Der Sport entfaltet unglaublich viele positive Wirkungen, er ist sozial und integrativ. Mit dieser neuen Ermäßigung wollen wir noch mehr Grazerinnen und Grazern Freude am Eissport ermöglichen“, so Hohensinner abschließend.

    Konditionen für Publikumslauf in der Saison 2020/21:
    Schlittschuhverleih 4,20 Euro/Person
    Eintritt für Erwachsene 4,60 Euro/Person
    Jugendliche 3,80 Euro/Person
    Eintritt für Kinder 3,20 Euro/Person
    NEU: 50% Ermäßigung für SozialCard-Besitzer

    Zeiten:
    Dienstag bis Freitag Vormittag 09:00-11:00 Uhr
    Montag bis Freitag Nachmittag 14:45-16:45 Uhr
    Samstag und Sonntag 15:00-17:00 Uhr Uhr
    Weitere Infos unter www.elz.at

    Foto: Sportstadtrat Kurt Hohensinner, MCG-Vorständin Barbara Muhr und Joe Laimer eröffnen die Publikumseislaufsaison 2020/21. (Credit: MCG, Wiesner)

    13. Oktober 2020

    Stadt Graz präsentiert neue Bildungsstrategie 2025

    5 Handlungsfelder, 20 Programmideen und 43 Projektziele – Das sind die Kennzahlen der neuen Bildungsstrategie 2020-2025. „Die Bildung unserer Kinder ist der wichtigste Rohstoff unserer Zeit. Deshalb braucht es gerade hier eine klare Strategie und Rahmenbedingungen mit denen die zahlreichen Partner bestmöglich arbeiten können“, ist Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner überzeugt und sieht Parallelen zu einem Wald: „Auch wer für einen Wald verantwortlich ist, denkt in Generationen. Bäume werden gepflanzt. Ihren Ertrag werden einmal Kinder, Enkel oder gar Urenkel nutzen können. Für das Wachstum eines Waldes sind viele Faktoren und Zustände verantwortlich. Auch in der Bildung sind die Kompetenzen verteilt. Als Schulerhalter kümmern wir uns um einen guten Nährboden, eine Bildungsgrundlage, und versuchen so aktiv an einer blühenden Zukunft mitzuwirken.“

    Gutes Abschlusszeugnis für abgelaufene Strategie
    „Mit dieser Bildungsstrategie wollen wir uns selbst, aber auch allen wesentlichen Partnern, wie Bildungsdirektion, Wissenschaft, Wirtschaft, etc. einen klaren Rahmenplan und Leitfaden vorlegen“, erklärt Hohensinner. Dabei wurde vor allem auf den positiven Erfahrungen der letzten Bildungsstrategie „Bildung findet statt“ aufgesetzt. Über 90 Prozent der darin enthaltenen Maßnahmen und Projekte wurden umgesetzt, darunter Vorreiter- und Best-Practice-Beispiele wie der Teachers Award (gemeinsam mit der IV Steiermark), der Stärkenpass oder das IBOBB-Cafe zur Bündelung der Kompetenzen in der Berufsorientierung. Besonders hervorzuheben ist darüber hinaus die Schaffung der Bildungsservicestelle, die alle Bildungsanfragen, Anmeldungen, etc. an einem Ort gebündelt hat. Nachhaltig geprägt wurde und wird die Bildungslandschaft vor allem durch das starke Ausbauprogramm. Über 100 Millionen wurden in den Schulbau investiert und über 1.500 Kinderbetreuungsplätze seit 2014 zusätzlich geschaffen. Auch in Sachen Digitalisierung hat sich Graz einen Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus erworben. Mit der Grazer IT-Strategie wurden alle Schulstandorte digitalisiert und mit leistungsstarker Infrastruktur ausgestattet.

    Digitalisierung, Stärkenorientierung, und vieles mehr
    Auch in der neuen Bildungsstrategie 2025 nimmt das Thema Digitalisierung einen besonderen Stellenwert ein. So ist der „Digitale Wandel“ auch eines von fünf Handlungsfeldern. Neben den digitalen Kompetenzen in den Bildungseinrichtungen, ist dabei auch die Begleitung der Eltern ein wichtiges Thema. Auf Verwaltungsebene soll ein Bildungsdatencockpit zusätzlichen Komfort bringen. Auch die erfolgreiche Arbeit im Handlungsfeld „Stärkenorientierung“ wird fortgesetzt. Für Hohensinner ist hier vor allem das Bekenntnis der Stadt Graz zu ihren Mittelschulen ein Highlight: „Wir wollen hier den begonnenen Weg der Schwerpunktsetzungen (Holz, Musik, Sport) weitergehen und eine stärkere Profilbildung der Schulen ermöglichen.“ Ein wesentliches Handlungsfeld ist und bleibt die „Wachsende Stadt“. Neben weiteren Investitionen in Räumlichkeiten wird hier vor allem der immer stärker spürbare Pädagogenmangel eine große Herausforderung sein. Die Stadt will hier neue Wege bestreiten, insbesondere im Bereich Aus- und Weiterbildung. Weitere Handlungsfelder:
    „Moderner Bildungsraum“ und „Servicequalität“. Die gesamte Strategie wird darüber hinaus von mehreren Grundprinzipien getragen, etwa der Förderung aller Begabungen, der Rolle der Familie oder Individualität und Zugänglichkeit.

    Leuchtturmprojekte
    Exemplarisch für die zahlreichen Maßnahmen werden hier einige Leuchtturmprojekte der Bildungslandschaft 2025 dargestellt:
    Handwerkliche Schwerpunktmittelschulen
    In der Sekundarstufe I (Mittelschulen) soll in Graz ein zusätzlicher Fokus auf die Förderung handwerklicher Fähigkeiten in Form von Schwerpunktmittelschulen gelegt werden. (Stichwort Nachwuchsproblem Facharbeiter) Derzeit existieren mit der Holz-MS, der Digital-MS, der MS Musik, der MS mit Naturwissenschaftlichem Schwerpunkt, der Sport-MS und künftig der Kreativ-MS bereits sechs Schulen mit pädagogischer Schwerpunktsetzung. Weitere Schulen (Schwerpunkte Metallverarbeitung, Elektronik/Elektro, Gesundheit/Soziales, Handel, Tourismus/Lebensmittel sowie Baugewerbe) sollen folgen und in Kooperation mit regionalen Wirtschaftstreibenden umgesetzt werden. Um die Durchgängigkeit der Ausbildung zu fördern, sollen dazugehörende dislozierte PTS-Klassen zur Steigerung der Wirksamkeit an den Schwerpunktmittel-schulstandorten errichtet werden.

    Digitale Kompetenzen in der Grazer Bildungslandschaft fördern
    Längst ist die digitale Welt auch schon bei vielen Kleinkindern angekommen. Umso wichtiger ist daher der richtige digitale Erstumgang in Kibibet-Einrichtungen. Es sollen Piloteinrichtungen gefunden, Positionierung zur Digitalisierung im Elementarbereich erarbeitet, verpflichtende Schulungen zu diesem Thema angeboten, Grundregeln entwickelt werden. Ziele sind hier vor allem die Sensibilisierung der Eltern und der richtige, aktive Zugang an Stelle von passivem Digitalkonsum. Wichtig: Nicht die Anwendung soll trainiert werden, sondern die Kinder und vor allem Eltern sollen den sensiblen Umgang lernen. Die Fortsetzung findet im Digitalen Klassenzimmer statt, mit der Evaluierung der Grazer Bildungs-IT-Strategie, laufender Abstimmung mit dem 8-Punkte-Plan für den digitalen Unterricht und weiterer Bedarfe mit der Bildungsdirektion und der Pädagogischen Hochschule, Schulungen der Lehrerinnen und Lehrer am jeweiligen Standort durch die Pädagogische Hochschule in Abstimmung mit der Bildungsdirektion und der Stadt Graz.

    Lückenlose Stärkenorientierung
    Voraussetzung dafür ist das Kennen der eigenen Stärken als Grundlage für die Persönlichkeitsentwicklung – kontinuierlich und nicht nur punktuell. Der Grazer Stärkenpass wurde dafür entwickelt, pilotiert und soll nun evaluiert, weiterausgebaut und weiter ausgerollt werden. Durch Kooperationen kann die Entwicklung von Stärken zusätzlich vertieft werden – natürlich unter Sicherstellung zeitgemäßer Rahmenbedingungen für eine vertrauensbildende Lernumgebung (Pädagogikausbildung, Gesundheit).
    Neben der Stärkenorientierung soll in der Bildungsstrategie auch die systematische Begabungs-, Begabten- und Exzellenzförderung abgebildet sein. Die Entwicklung herausragender Begabungen sichert diese Position von Graz als führende Forschungsregion für die Zukunft.

    Ausbau und Strukturierung der Grazer Bildungsräume (Cluster und Campusse)
    In Abstimmung mit der Bildungsdirektion soll geprüft werden, ob Schulen in räumlicher Nähe zu wirkungsvolleren und effizienteren Bildungseinheiten (auch schulartenübergreifend) zusammengefasst werden können. Wichtig ist insbesondere die Durchgängigkeit von Angeboten (z. B: VS Musik/ MS Musik/AHS Musik), um Schwerpunkte die ganze Bildungskarriere hinweg zu ermöglichen. Ergebnisoffen ist zu diskutieren, ob damit auch eine organisatorische Einheit einhergehen soll. Sind elementarpädagogischen Einrichtungen in der Nähe können zusätzlich Bildungscampusse mit klarer Profilbildung entwickelt werden. Damit sollen die Übergänge zwischen elementarpädagogischer Einrichtung und Primarstufe der Schule gut gestaltet werden.
    Zielgerichtetes BildungskundInnenmanagement
    Die erfolgreich agierende ABI-Servicestelle als ein Ergebnis der Bildungsstrategie 2013-2020 soll in der Wirkung noch treffsicherer weiterentwickelt werden. Dabei soll insbesondere auf die Bedürfnisse des KundInnentypus eingegangen werden, z.B. durch:
    – Persönliche Beratung für Unterstützungssuchende
    – Trainingsangebote für volatile KundInnen für einen sicheren, vertrauensbildenden Umgang mit eGovernment Lösungen.
    – Plattformen für Selbstwirksame im modernen Styleguide 3.0 mit eWallet-, validierten Daten-anbindungen für fortschrittlich-attraktive 24/7 KundInnenschnittstellen.

    Foto: Stadt Graz/Fischer
    v.l. Günter Fürntratt (Abteilungsvorstand Bildung und Integration), Kurt Hohensinner (Bildungsstadtrat), Michaela Marterer (Geschäftsführerin Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft), Hans Christian Haberl (Direktor Mittelschule Straßgang)

    7. Oktober 2020

    Grazer Sportjahr startet ab 1. März 2021 voll durch!

    Sportstadtrat Kurt Hohensinner gab heute ein Update zum geplanten Sportjahr 2021. Ab März regiert sozusagen der Sport in der Landeshauptstadt. Rund 240 Projektideen wurden eingereicht, die besten werden im Rahmen von zehn Monatsschwerpunkten umgesetzt.
    Großen Rückenwind gibt es auch für das einzigartige Leuchtturmprojekt „Sport Austria Finals“ vom 3. bis 6. Juni 2021, wie Sport-Austria-Präsident Hans Niessl berichtete.

    Die Vorfreude auf das nächste Jahr ist jetzt schon riesig, vor allem in diesem heurigen, ganz besonderen Jahr der großen Herausforderungen. Nach jedem Tief kommt ein Hoch – und genau dieser Spruch sollte sich in Graz ab März 2021 bewahrheiten. „Wir haben den Startschuss für das Sportjahr mit 1. März festgelegt. In den zehn Monaten bis zum Jahresende wird der Sport eine noch nie dagewesene Rolle in dieser Stadt spielen. Gemeinsam werden wir Graz bewegen und für die positiven Wirkungen des Sports begeistern. Ich kann nur betonen: Freuen Sie sich auf ein sportliches Jahr 2021!“, erklärt Sportstadtrat Kurt Hohensinner.

    Am Foto Austria Finals-Koordinator Jürgen Winter, Sport Austria-Präsident Hans Niessl, StR. Kurt Hohensinner und Programmkoordinator Markus Pichler von Links nach Rechts.

    Fotocredit: Stadt Graz/Fischer

    PA Update Sportjahr 2021 – Oktober 2020

    Monatsschwerpunkte Stand 01102020

     

    29. Juli 2020

    Neuer Glanz für Naherholung am Thalersee

     

    Ein neues Restaurant, mehr Freizeitangebote und mehr Schutz vor Hochwasser: Das Siegerprojekt eines Wettbewerbs soll dem Thalersee neuen Glanz verleihen.

    Er war bereits vor einem Jahrhundert DAS Naherholungsgebiet für Menschen aus Graz und der weiteren Umgebung – und er soll jetzt wieder an den Glanz früherer Zeiten anschließen können: Die Rede ist vom Thalersee vor den Toren des Grazer Westens, der künftig völlig neu belebt werden soll. In einem vom Referat Hochbau der Stadtbaudirektion EU-weit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb für die Gestaltung des neuen Restaurants samt Freizeiteinrichtungen und Hochwasserschutz setzte sich das Grazer Büro Pittino & Ortner ZT GmbH unter 53 eingereichten Vorschlägen durch. Eine Verwirklichung des Projekts ist bereits bis zum Sommer 2022 vorgesehen.

    Nagl: „Naherholung für rasant wachsenden Großraum Graz“

    Für den Grazer Grünraum-Referenten Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl sind in der dynamisch wachsenden Stadt Graz und im Umland Möglichkeiten zur Naherholung und naturnahen Freizeitgestaltung ein Gebot der Stunde: „Im Osten gibt es mit dem Schloßberg und dem Schöckl beliebte Ausflugsziele, im Westen ist das Angebot noch nicht so gut entwickelt. Da der Bevölkerungszuwachs aber vor allem im Westen stattfindet, brauchen wir in erster Linie hier entsprechende Angebote, die natürlich sanft im Einklang mit der Natur und vor allem auch nachhaltig entwickelt werden müssen!“ Geplant ist beim Projekt „Thalersee neu“ eine ganzjährige Nutzung der Naherholungsangebote.

    Stadt Graz Teileigentümerin des Sees

    Die Weichen für eine gemeinsame Aufwertung des in die Jahre gekommenen Angebots am Thalersee wurden bereits vor einigen Jahren gestellt: 2014 erwarb die Holding Graz die Liegenschaft des Restaurants einschließlich angrenzendem Parkplatz, 2018 kaufte die Stadt Graz dann von den Bundesforsten ein Drittel des Thalersees. Die restlichen zwei Drittel des Sees blieben im Besitz der Marktgemeinde Thal, die bei den Vorbereitungen zur Aufwertung des Areals für die Zukunft in enger Partnerschaft eingebunden wurde, wie auch deren Bürgermeister Matthias Brunner betont.

    Eustacchio: „Neubau schafft zeitgemäße Wohlfühl-Infrastruktur“

    Und so soll sich der „Thalersee neu“ präsentieren: Das derzeitige Restaurant wird abgebrochen und von Grund auf neu gebaut. Über einem Untergeschoss aus Stahlbeton für die Lagerflächen und Technik liegen das Restaurant und Café sowie ein Gästetrakt aus einer Mischkonstruktion aus Stahlbeton und Holzelementen. Das neue Haus soll künftig nicht nur den Gästen zur Verfügung stehen, die den See und seine Umgebung besuchen, sondern auch optimale Voraussetzungen für Veranstaltungen, Seminare und Feiern am See bieten. Vorgesehen sind 100 Sitzplätze im Inneren des Restaurants und zusätzlich 100 Plätze auf den überdachten Terrassen am Haus und den Decks direkt am See. Dazu werden auch acht Gästezimmer mit Seeblick für Übernachtungen geboten. Der bestehende Bootsverleih wird in den künftigen Gebäudekörper integriert und um einen Rad- und Schlittschuhverleih erweitert. Die Boote werden daher nun direkt vor der Seeterrasse ankern. Der gesamte Bereich zwischen Restaurant und See wird mit Sitzmöglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen einladend gestaltet, damit sowohl die Gäste des Restaurants als auch die Ausflugsgäste das attraktivierte Seeufer in direkter Lage am Wasser erleben können. Bürgermeister-Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio kommt fast ins Schwärmen: „Uns war es wichtig, mit der neuen Infrastruktur nicht nur alles auf den Stand der Technik zu bringen, sondern dieses stadtnahe Freizeit- und Sportparadies aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und den Grazern eine Wohlfühloase zu schenken. Fast jeder Grazer verbindet mit dem Thalersee schöne Kindheitserinnerungen, und das möchten wir auch den künftigen Generationen zeitgemäß erhalten.“

    Ein wesentlicher Teil des Projektes ist aber auch die Erneuerung und damit Verbesserung des Hochwasserschutzes für den Thalerbach, der immer wieder im Stadtgebiet von Graz Überschwemmungen angerichtet hat. Als Teil einer Hochwasserschutzanlage erhält der See nun eine neue höhere Staumauer, die das Stauziel des künstlichen Gewässers um einen Meter erhöht. Damit ist im Hochwasserfall wesentlich mehr Fassungsvermögen vorhanden. Aufgabe des Wettbewerbs war es, die Staumauer so in die Architektur des Restaurants mit einzubeziehen, dass sie praktisch nicht sichtbar ist. Eine große Herausforderung, deren Bewältigung schlussendlich hervorragend gelungen ist.

    Siegerprojekt mit vielen Vorzügen

    Das Siegerprojekts des Wettbewerbs vom Grazer Architekturbüro Pittino & Ortner ZT GmbH punktete auf vielen Ebenen. Im Juryprotokoll heißt es: „Ein zweigeschoßiger langgestreckter Baukörper birgt alle Servicefunktionen unter einem Dach und fungiert als Rückgrat für die von allen Seiten frei zugänglichen Terrassenanlagen am Seeufer. Abgerückt von der Thalerseestraße entsteht ein großzügiger Platz, der jetzt auch den Passanten einen Blick auf den See erlaubt. Die Höhenentwicklung ist maßstäblich, Auskragungen im Norden und Süden verleihen dem Baukörper je nach Standpunkt ein schwebendes Erscheinungsbild.“

    Baubeginn im nächsten Jahr geplant

    Der ehrgeizige Zeitplan sieht einen Baubeginn bereits im Frühjahr 2021 vor. Damit soll die Fertigstellung des neuen Restaurants mit seinen Terrassen- und Freianlagen bereits im Sommer 2022 erfolgen. Die Baukosten für das Restaurant wurden im Wettbewerb mit rund vier Millionen Euro veranschlagt. Zusätzlich werden auch der Bestands-Parkplatz saniert und die Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich des Restaurants vorgezogen. Das Projekt soll ein Vorreiterprojekt hinsichtlich Energiekonzept und Nachhaltigkeit werden. Derzeit laufen gerade unter Einbindung von Experten die diesbezüglichen Planungen. Auch im Mobilitätskonzept setzt man auf nachhaltige Ziele: Ein kostenloser E-Bus bringt schon jetzt die BesucherInnen von Gösting nach Thal, und es werden ausreichend Ladestationen und Stellplätze für E-Bikes und E-PKW vorhanden sein.

    Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge

    Eine Ausstellung, in der sämtliche eingereichten Wettbewerbsbeiträge für die Neugestaltung des Restaurants am Thalersee gezeigt werden, ist von Dienstag, 11., bis einschließlich Montag, 31. August, jeweils von 8 bis 14 Uhr im Foyer der Stadtbaudirektion Graz, Europaplatz 20, 5. Stock, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

    Rendering (Copyright Pittino+Ortner ZT GmbH)
    Foto (Copyright Stadt Graz/Thomas Fischer)

    Zukunft Graz