Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher!

Wir freuen uns, Sie auf unserer Homepage begrüßen zu dürfen. Auf den folgenden Seiten erlauben wir uns die breite inhaltliche Vielfalt der Grazer Volkspartei zu präsentieren. Unser Ziel ist es, mit den Grazerinnen und Grazern gemeinsam an einer noch besseren Stadt Graz zu arbeiten. Wie das gelingen kann und welche Breite an verschiedensten Persönlichkeiten an diesem Vorhaben mitarbeiten, versuchen wir ebenso auf unserer Homepage abzubilden. In der Hoffnung unserem Anspruch gerecht werden zu können, wünschen wir eine informative und spannende Zeit mit und auf den Seiten der Grazer Volkspartei!

 

    Aktuelle News

    29. Juli 2020

    Neuer Glanz für Naherholung am Thalersee

     

    Ein neues Restaurant, mehr Freizeitangebote und mehr Schutz vor Hochwasser: Das Siegerprojekt eines Wettbewerbs soll dem Thalersee neuen Glanz verleihen.

    Er war bereits vor einem Jahrhundert DAS Naherholungsgebiet für Menschen aus Graz und der weiteren Umgebung – und er soll jetzt wieder an den Glanz früherer Zeiten anschließen können: Die Rede ist vom Thalersee vor den Toren des Grazer Westens, der künftig völlig neu belebt werden soll. In einem vom Referat Hochbau der Stadtbaudirektion EU-weit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb für die Gestaltung des neuen Restaurants samt Freizeiteinrichtungen und Hochwasserschutz setzte sich das Grazer Büro Pittino & Ortner ZT GmbH unter 53 eingereichten Vorschlägen durch. Eine Verwirklichung des Projekts ist bereits bis zum Sommer 2022 vorgesehen.

    Nagl: „Naherholung für rasant wachsenden Großraum Graz“

    Für den Grazer Grünraum-Referenten Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl sind in der dynamisch wachsenden Stadt Graz und im Umland Möglichkeiten zur Naherholung und naturnahen Freizeitgestaltung ein Gebot der Stunde: „Im Osten gibt es mit dem Schloßberg und dem Schöckl beliebte Ausflugsziele, im Westen ist das Angebot noch nicht so gut entwickelt. Da der Bevölkerungszuwachs aber vor allem im Westen stattfindet, brauchen wir in erster Linie hier entsprechende Angebote, die natürlich sanft im Einklang mit der Natur und vor allem auch nachhaltig entwickelt werden müssen!“ Geplant ist beim Projekt „Thalersee neu“ eine ganzjährige Nutzung der Naherholungsangebote.

    Stadt Graz Teileigentümerin des Sees

    Die Weichen für eine gemeinsame Aufwertung des in die Jahre gekommenen Angebots am Thalersee wurden bereits vor einigen Jahren gestellt: 2014 erwarb die Holding Graz die Liegenschaft des Restaurants einschließlich angrenzendem Parkplatz, 2018 kaufte die Stadt Graz dann von den Bundesforsten ein Drittel des Thalersees. Die restlichen zwei Drittel des Sees blieben im Besitz der Marktgemeinde Thal, die bei den Vorbereitungen zur Aufwertung des Areals für die Zukunft in enger Partnerschaft eingebunden wurde, wie auch deren Bürgermeister Matthias Brunner betont.

    Eustacchio: „Neubau schafft zeitgemäße Wohlfühl-Infrastruktur“

    Und so soll sich der „Thalersee neu“ präsentieren: Das derzeitige Restaurant wird abgebrochen und von Grund auf neu gebaut. Über einem Untergeschoss aus Stahlbeton für die Lagerflächen und Technik liegen das Restaurant und Café sowie ein Gästetrakt aus einer Mischkonstruktion aus Stahlbeton und Holzelementen. Das neue Haus soll künftig nicht nur den Gästen zur Verfügung stehen, die den See und seine Umgebung besuchen, sondern auch optimale Voraussetzungen für Veranstaltungen, Seminare und Feiern am See bieten. Vorgesehen sind 100 Sitzplätze im Inneren des Restaurants und zusätzlich 100 Plätze auf den überdachten Terrassen am Haus und den Decks direkt am See. Dazu werden auch acht Gästezimmer mit Seeblick für Übernachtungen geboten. Der bestehende Bootsverleih wird in den künftigen Gebäudekörper integriert und um einen Rad- und Schlittschuhverleih erweitert. Die Boote werden daher nun direkt vor der Seeterrasse ankern. Der gesamte Bereich zwischen Restaurant und See wird mit Sitzmöglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen einladend gestaltet, damit sowohl die Gäste des Restaurants als auch die Ausflugsgäste das attraktivierte Seeufer in direkter Lage am Wasser erleben können. Bürgermeister-Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio kommt fast ins Schwärmen: „Uns war es wichtig, mit der neuen Infrastruktur nicht nur alles auf den Stand der Technik zu bringen, sondern dieses stadtnahe Freizeit- und Sportparadies aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und den Grazern eine Wohlfühloase zu schenken. Fast jeder Grazer verbindet mit dem Thalersee schöne Kindheitserinnerungen, und das möchten wir auch den künftigen Generationen zeitgemäß erhalten.“

    Ein wesentlicher Teil des Projektes ist aber auch die Erneuerung und damit Verbesserung des Hochwasserschutzes für den Thalerbach, der immer wieder im Stadtgebiet von Graz Überschwemmungen angerichtet hat. Als Teil einer Hochwasserschutzanlage erhält der See nun eine neue höhere Staumauer, die das Stauziel des künstlichen Gewässers um einen Meter erhöht. Damit ist im Hochwasserfall wesentlich mehr Fassungsvermögen vorhanden. Aufgabe des Wettbewerbs war es, die Staumauer so in die Architektur des Restaurants mit einzubeziehen, dass sie praktisch nicht sichtbar ist. Eine große Herausforderung, deren Bewältigung schlussendlich hervorragend gelungen ist.

    Siegerprojekt mit vielen Vorzügen

    Das Siegerprojekts des Wettbewerbs vom Grazer Architekturbüro Pittino & Ortner ZT GmbH punktete auf vielen Ebenen. Im Juryprotokoll heißt es: „Ein zweigeschoßiger langgestreckter Baukörper birgt alle Servicefunktionen unter einem Dach und fungiert als Rückgrat für die von allen Seiten frei zugänglichen Terrassenanlagen am Seeufer. Abgerückt von der Thalerseestraße entsteht ein großzügiger Platz, der jetzt auch den Passanten einen Blick auf den See erlaubt. Die Höhenentwicklung ist maßstäblich, Auskragungen im Norden und Süden verleihen dem Baukörper je nach Standpunkt ein schwebendes Erscheinungsbild.“

    Baubeginn im nächsten Jahr geplant

    Der ehrgeizige Zeitplan sieht einen Baubeginn bereits im Frühjahr 2021 vor. Damit soll die Fertigstellung des neuen Restaurants mit seinen Terrassen- und Freianlagen bereits im Sommer 2022 erfolgen. Die Baukosten für das Restaurant wurden im Wettbewerb mit rund vier Millionen Euro veranschlagt. Zusätzlich werden auch der Bestands-Parkplatz saniert und die Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich des Restaurants vorgezogen. Das Projekt soll ein Vorreiterprojekt hinsichtlich Energiekonzept und Nachhaltigkeit werden. Derzeit laufen gerade unter Einbindung von Experten die diesbezüglichen Planungen. Auch im Mobilitätskonzept setzt man auf nachhaltige Ziele: Ein kostenloser E-Bus bringt schon jetzt die BesucherInnen von Gösting nach Thal, und es werden ausreichend Ladestationen und Stellplätze für E-Bikes und E-PKW vorhanden sein.

    Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge

    Eine Ausstellung, in der sämtliche eingereichten Wettbewerbsbeiträge für die Neugestaltung des Restaurants am Thalersee gezeigt werden, ist von Dienstag, 11., bis einschließlich Montag, 31. August, jeweils von 8 bis 14 Uhr im Foyer der Stadtbaudirektion Graz, Europaplatz 20, 5. Stock, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

    Rendering (Copyright Pittino+Ortner ZT GmbH)
    Foto (Copyright Stadt Graz/Thomas Fischer)

    Zukunft Graz

    28. Juli 2020

    Historische Premiere: Sport Austria Finals 2021 in Graz

     

    14 Standorte, 213 Bewerbe, 639 Medaillenentscheidungen und 3000 AthletInnen: Die erste Auflage der Sport Austria Finals wird ein Sportfest der Superlative, bei dem rund 20 rotweißrote Sportverbände vom 3. bis 6. Juni 2021 in Graz ihre österreichischen Meister ermitteln!

    Dabei kündigt sich eine geballte Ladung Spitzensportpower rund um heimische Ausnahmekönner wie Lukas Weißhaidinger, Verena Preiner, Ivona Dadic, Beate Schrott, Sarah Lagger, Bettina Plank, Alisa Buchinger, die Becirovic-Zwillinge, Alexandra Toth oder Vinzenz Höck an.

    Über die Hintergründe zu diesen historischen ersten Sport Austria Finals und warum diese Veranstaltung eine Dauereinrichtung werden soll, informierten Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler, Steiermarks Sportlandesrat Christopher Drexler, Graz-Bürgermeister Siegfried Nagl und Sport Austria-Präsident Hans Niessl im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Anlage des Allgemeinen Turnvereins Graz. Weitere Gesprächspartner waren Diskuswerferin Djeneba Toure und Kunstturner Alexander Benda.

    Die Presseunterlage sowie honorarfreie Fotos (© Sport Austria/Leo Hagen) findet Ihr im Anhang!

    Medieninfo Sport Austria Finals

     

    Foto 1 zeigt v.l.: Sport Austria-Präsident Hans Niessl, Kunstturner Alexander Benda, Diskuswerferin Djeneba Toure, Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler

    Foto 2 zeigt v.l.: Sport Austria-Präsident Hans Niessl, Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler, Kunstturner Alexander Benda, Graz-Bürgermeister Siegfried Nagl, Graz-Sportstadtrat Kurt Hohensinner, Diskuswerferin Djeneba Toure, Steiermarks Sportlandesrat Christopher Drexler

    13. Juli 2020

    Zusammenhalt Graz: Aktionsplan gegen Vereinsamung

     

    „Einsamkeit und das Gefühl unerwünscht zu sein, ist die schlimmste Armut“, hat Mutter Theresa sehr treffend formuliert. Gerade in den urbanen Räumen merkt man derzeit, dass das Problem Vereinsamung immer stärker spürbar wird, so auch in Graz. „Vereinsamung ist ein sehr komplexes Thema, das alle Generationen und alle gesellschaftlichen Schichten treffen kann. Gerade im Sozialressort aber auch darüber hinaus merken wir, dass das Phänomen Vereinsamung immer stärker spürbar wird. Derzeit sind knapp unter 50 Prozent der Grazer Haushalte Single-Haushalte. Alleine zu leben und alleine zu wohnen sucht sich nicht jeder freiwillig aus, und oft geht mit dem Alleine Leben auch die Einsamkeit einher“, erklärt Sozialstadtrat Kurt Hohensinner. Seit Ende des vergangenen Jahres stellt das Sozialressort nun verstärkt das Thema Vereinsamung in den Mittelpunkt. „Soziale Politik heißt für Menschen in all ihren unterschiedlichen Lebenssituationen da zu sein und gerade jenen Menschen zu helfen, die es selbst nicht mehr können. Als Sozialstadtrat ist es mir ein besonderes Anliegen gezielte Strategien aufzuzeigen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Graz zu stärken und um die Vereinsamung in Graz einzudämmen“, so Hohensinner.

    Aktionsplan mit drei Säulen
    Als Startschuss für die Bemühungen gegen Vereinsamung fand im vergangenen Herbst eine Fachtagung zum Thema im Grazer Rathaus statt. Aufbauend auf deren Ergebnisse wurde ein Aktionsplan ausgearbeitet, der nun im gestrigen Stadtsenat beschlossen wurde. Der Aktionsplan baut auf drei Säulen auf:
    1. Maßnahmen des Haus Graz
    2. Schwerpunkt-Kooperation mit dem Kolleg für Sozialpädagogik
    3. 20 ausgewählte Projekte aus dem Fördercall „Vereinsamung“

    „Als ersten Schritt haben wir die Projekte der städtischen Abteilungen gebündelt“, erklärt Hohensinner, „es gibt bereits zahlreiche Initiativen, auf die wir aufbauen können.“ So bietet etwa das SeniorInnenbüro einen Ort der Begegnung, wodurch vor allem älteren Menschen der Zugang zu gesellschaftlichen Teilnahme und Teilhabe ermöglicht wird. Zahlreiche Aktivitäten in jedem Monat, und vor allem das Cafe Graz und das Adventkonzert laden die Senioren ein. Auch das Seniorensommerprogramm findet heuer, wenn auch aufgrund von Covid-19 in angepasster Form, statt. Ebenso hervorzuheben: Zahlreiche Projekte der Stadtbibliothek als niederschwellige Bildungseinrichtung, wie etwa die Bücherboten, Jugendbibliothek oder das Sprachcafe „Deutsch um Drei“, sowie Jugendzentren, Elternberatungen und Freizeitangebote des Amtes für Jugend und Familie. Darüber hinaus wurde das Kolleg für Sozialpädagogik für eine Kooperation gewonnen. Im Sommer 2020 werden dort fünf Praxisprojekte zum Schwerpunktthema durchgeführt. Geplant sind hier „Young Chefs“ – die Entwicklung einer Online-Plattform rund ums Kochen für junge Menschen, „Brücken bauen zwischen Alt und Jung“ – Brieffreundschaften initiieren, „Kräutergarten“ – Beschäftigung rund um Garten und Pflanzen, „Neustart“ – ein Musikprojekt und ein „Fähigkeiten-Flohmarkt“.

    Fördertopf mit gesamt 62.000 Euro
    Herzstück des Aktionsplans ist ein eigens eingerichteter Fördertopf zum Thema Vereinsamung. Insgesamt steht ein Gesamtfördervolumen von 62.000 Euro zur Verfügung. „Wir haben zahlreiche Einreichungen im Fördercall bekommen“, sagt der Sozialstadtrat, „das zeigt auch die Wichtigkeit des Themas. Bei der Auswahl der Projekte wollten wir eine größtmögliche Breite und Vielfalt erreichen, sowohl örtlich als auch in den Zielgruppen.“ Als Entscheidungshilfe für die Beurteilung wurden außerdem Kriterien nach dem „EASE“ Programm (von John Cacioppo, University of Chicago) herangezogen. EASE bedeutet:
    • extent (ausweiten) – zwischenmenschlichen Aktionsradius erweitern, neue Räume, Kontakte ausprobieren.
    • action (Aktivität) – nur eigene Aktivität führt aus der Einsamkeit. Betonung auf das aktiv werden für das eigene Wohlbefinden!
    • selectiv (aussuchen) – Wichtig ist zudem, die besten Beziehungen auszusuchen und zu verstärken, das heißt zu selektieren.
    • expect the best (das Beste erwarten) – nicht aus Angst vor Zurückweisung im Zustand der Einsamkeit verharren.

    Vom Generationentreff über Wohnzimmerkonzerte bis zu mobilen Gärten
    Insgesamt wurden 20 Projekte zur Umsetzung ausgewählt. Die Umsetzung findet nun in der zweiten Jahreshälfte 2020 statt. Alle Projekte wurden dabei in Bezug auf die aktuellen Covid-19-Vorgaben geprüft und gegebenenfalls adaptiert. „Die Projekte sind so vielfältig, wie das Phänomen der Vereinsamung selbst. Auch aktuelle Erfahrungen des Corona-Lockdowns sind teilweise eingeflossen“, so Hohensinner, der sich auch darüber freut, dass neben bewährten Trägern auch einige Einzelpersonen Projekte eingereicht haben. Unter anderem im Programm: Ein Generationentreff des Vereins JUKUS, der Lerntreff „Partnership for Kids“, Wohnzimmerkonzerte vom Verein a.mus.e, ein Straßenspielplatz der Generationen im Andrä Viertel, die „Single AG“ für Menschen mit Behinderung oder „Voll im Leben“ der Lebenshilfe, mobile Gärten von FGM, „Draußen aktiv gesund“ der ARGE für Sport und Körperkultur in Österreich, ein intergeneratives Tanztheatermärchen im BeGS, oder „Graz Com“ der Grazer Stadtidee.

    Rückschau: Fachtagung
    Als Startschuss für die Bemühungen gegen Vereinsamung fand am 20. November 2019 im Grazer Rathaus eine Fachtagung unter dem Titel „Zusammenhalt Graz – Herausforderung Vereinsamung“ statt. Ziel war es, das Phänomen Vereinsamung aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, aber auch Good-Practice-Projekte vorzustellen und zukünftige Maßnahmen zu diskutieren. Im Zentrum der Tagung standen zwei Impulsreden. Psychiater und Beststeller-Autor Reinhard Haller widmete sich den psychologischen Aspekten hinter der Einsamkeit. Von Narzissmus über Sucht bis hin zu Depressionen und weiteren gesundheitlichen Auswirkungen. Erstaunlich: 10-12 Prozent der Bevölkerung leiden laut aktueller Studien an Depressionen, 25 Prozent machen in ihrem Leben zumindest eine schwere Depression durch. Die zahlreich erschienenen Gäste im Grazer Gemeinderatssaal beschäftigte er auch mit der Frage wie es sein könne, dass in einer vernetzten Welt immer mehr Menschen das Gefühl haben einsam zu sein. Genau dieser „Einsamkeit in der Connected Society“ widmete sich danach die Zukunftsforscherin Oona Horx-Strathern. Sie tat das anhand von mehreren globalen Megatrends, die sie ausführte, unter anderem „Silver Society“, also dass Menschen zwar immer älter werden, gleichzeitig aber mit fortschreitendem Alter auch in Gesundheit und Mobilität eingeschränkt sind. Auch die Megatrends „Individualisierung“ und „Konnektivität“ führte sie aus und zeigte auf, welche Risiken, diese in puncto Vereinsamung mit sich bringen können. Im Anschluss an die Impulsreden wurde in Arbeitsgruppen weiter diskutiert und vernetzt. Unter anderem wurden auch Good-Practice-Beispiele der Stadt Graz präsentiert, wie Vereinsamung vorgebeugt werden kann. Etwa „Points4Action“, wo junge Menschen Aktivitäten mit Bewohnern von Altenheimen durchführen, aber auch das Programm „Besuch & Buch“ der Stadtbibliothek, in dem Bücherboten Menschen mit Büchern und Geschichten besuchen.

    Foto Credit: Stadt Graz/Fischer

    7. Juli 2020

    Grazer Kinderspielplätze werden rauchfrei

    „Seit ich Jugend- und Familienstadtrat sein darf, ist mir diese Thematik besonders wichtig“, leitet Stadtrat Kurt Hohensinner ein, „seit Jahren wurde darüber diskutiert, vor allem zwischen den Juristen. Gleichzeitig haben sich unzählige Eltern und Kinder, sowie auch das Kinderbüro an mich gewandt. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass wir in dieser Woche im Gemeinderat beschließen werden, dass die Grazer Kinderspielplätze rauchfrei werden.“ Das Rauchverbot wird für alle öffentlich zugänglichen Kinderspielplätze und –flächen gelten, die im Eigentum der Stadt Graz stehen oder von dieser verwaltet werden. Vom Verbot werden neben den Spielflächen und der Spielgeräte auch die Wege- Pflanzungs- und Rasenflächen, sowie sonstige Einrichtungen, Tische, Bänke und Stühle erfasst sein. Die Kontrolle erfolgt durch die Ordnungswache. Beim ersten Vergehen werden Organstrafen von 30 Euro verhängt. Bei wiederholten Verstößen droht ein Verfahren und Geldstrafen bis zu 1.000 Euro sind möglich. Die Regelung tritt voraussichtlich mit 23. Juli in Kraft.

    1.001 Zigarettenstummeln allein im Stadtpark
    Das Rauchverbot wird mittels Ortspolizeilicher Verordnung in den Gemeinderat eingebracht. Derartige Verordnungen kann die Gemeinde im eigenen Wirkungsbereich erlassen, wenn sie der Beseitigung von Missständen dienen. die das Gemeinschaftsleben stören und beeinträchtigen. Im konkreten Fall wurde der Missstand umfassend dokumentiert. So war vor allem das Grazer Kinderbüro in diesem Zusammenhang sehr aktiv. Im vergangenen Jahr wurde dazu eine Zigarettenstummel-Zählaktion im Stadtpark-Spielplatz durchgeführt. Nach nur kurzer Zeit hatten die Kinder 1.001 Zigarettenstummeln aufgesammelt. „Es geht hier nicht nur um das Rauchen an sich, sondern vor allem auch um die Zigarettenreste“, erklärt Kinderparlament-Projektleiterin Heidi Richter-Jursitzky, „Kinder ahmen die Großen nach und stecken sich die Kippen in den Mund. In diesen stecken dann bis zu 250 unterschiedliche Giftstoffe.“ Auch die Holding Graz, als zuständige Stelle für die Spielplatz-Reinigung, hat gerade in den vergangenen Jahren verstärkt Beschwerden aus der Bevölkerung wahrgenommen. Außerdem verursachen die Zigarettenstummel einen enormen zeitlichen Reinigungsaufwand, nachdem diese nur händisch aufgesammelt und entfernt werden können. Oft finden sich die Zigarettenstummel laut Berichten der Holding dabei auch in Sandkisten, in Ritzen von Spielgeräten oder im allgemeinen Bodenbereich. Deshalb befürwortet auch die Stadtreinigung ein solches Rauchverbot.

    Eine der häufigsten Vergiftungsformen
    Tabakvergiftungen zählen zu den häufigsten Vergiftungen im Kindesalter. Karlheinz Kornhäusl, Arzt und Mandatar im Bundesrat hat sich sehr aktiv in Wien um eine Lösung bemüht: „Als Arzt, als Politiker, aber vor allem als zweifacher Vater ist mir dieser Schritt, den wir jetzt setzen wollen, ein Herzensanliegen. Es geht dabei nicht nur um eine Vorbildwirkung und Präventionsmaßnahme, sondern ganz wesentlich um die unmittelbare Gesundheit unser Kinder. Es kann nicht sein, dass wir als Eltern Angst haben müssen, dass Kleinkinder am Spielplatz herumliegende Zigarettenstummel in den Mund nehmen könnten oder gar verschlucken.“ Hintergrund: Bis ein solcher Zigarettenstummel zersetzt ist, vergehen in der Regel 10 bis 15 Jahre.

    Foto: Stadt Graz/Fischer
    Karlheinz Kornhäusl (Arzt und Bundesrat) und Jugend- und Familienstadtrat Kurt Hohensinner mit den Grazer Kinderbürgermeistern Lea, Luis und Lucia.

    1. Juli 2020

    Sportjahr 2021: LET’S GO GRAZ!

    • Von der Sportstadt zur sportlichsten Stadt Österreichs
    • 12 Monats-Schwerpunkte zeigen die Vielfalt des Sports
    • Markus Pichler wird Programmkoordinator

    Mit dem Sportjahr 2021 – in welchem Sport, Bewegung und ein gesunder Lebenswandel im Mittelpunkt stehen werden – setzt die Stadt Graz einen Schwerpunkt, der den Sport und dessen positive Wirkungen für die Grazerinnen und Grazer mit verschiedenen Projekten und Initiativen stärker ins Bewusstsein ruft. „Sport ist Abbild und gleichzeitig Mikrokosmos unserer Gesellschaft. Er hat eine erzieherische, gesundheitsfördernde, gesellschaftlich-soziale und eine wirtschaftliche Funktion“, weiß Bürgermeister Siegfried Nagl, „körperliche Aktivität, Gesundheit und Lebensqualität stehen in einem engen Zusammenhang. Im Jahr 2021 wird deshalb die gesamte Stadt ganz im Zeichen des Sports stehen.“

    Neues Level für den Sport in Graz
    „Mit dem Sportjahr wollen wir den Sport in Graz nachhaltig stärken, immer mit dem klaren Ziel vor Augen, Begeisterung für Sport und Bewegung zu entfachen“, erklärt Sportstadtrat Kurt Hohensinner. Als Budget für das Sportjahr selbst werden 2,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird ab dem Jahr 2021 auch die Nachwuchs- und Sportförderung der Stadt Graz erstmals seit mehr als 10 Jahren erhöht werden. Dazu wird eine zusätzliche Million für das Budget des Sportamtes zur Verfügung gestellt. Das heißt, das Sportbudget der Stadt wird nachhaltig von vier auf fünf Millionen Euro erhöht. „Wir haben das Sportbudget in den letzten Jahren bereits langsam angehoben. Mit der Erhöhung auf fünf Millionen Euro geht aber nun ein lang gehegter Wunsch von mir in Erfüllung“, so Hohensinner weiter, „mit diesem Schwerpunktjahr heben wir den Sport in Graz auf ein neues Level.“ Dazu erklärt FPÖ-Klubobmann Armin Sippel: „Die Grazer Sportlandschaft hat unglaublich viel zu bieten und viele gute Dinge bestehen bereits. Für uns ist deshalb gerade die Förderung des Breitensports und die nachhaltig verbesserte Vereinsförderung besonders wichtig. Gemeinsam wollen wir die Grazerinnen und Grazer motivieren mitzumachen.“

    Niederschwelliges Mitmachjahr
    Graz hat sich zu einer starken Sportstadt entwickelt, vor allem im Bereich der Infrastruktur. In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 130 Millionen Euro in diese investiert. Rund 60.000 Mitglieder in über 240 Sportvereinen sorgen täglich dafür, dass sich die Sportlandschaft laufend weiterentwickelt. „Mit dem Sportjahr wollen wir einerseits diese Vereine unterstützen und stärken, aber vor allem jene ansprechen, die derzeit noch nicht sportlich aktiv sind“, so Hohensinner, „wir werden die Grazerinnen und Grazer in Bewegung versetzen. Unser Ziel ist es Graz von einer Sportstadt zur sportlichsten Stadt Österreichs zu machen. Jede Bürgerin und jeder Bürger soll am Ende des Jahres zumindest einmal zu Bewegung und Sport motiviert worden sein.“ Das Sportjahr 2021 wird viele Möglichkeiten bieten, um sich zu bewegen und auch neue Sportarten kennenzulernen. Ziel ist aber nicht nur die wirkliche sportliche Betätigung, sondern auch die ganz einfache Alltagsbewegung. „Wenn jemand bewusst das Rad für den Arbeitsweg nimmt oder mehr Wege zu Fuß geht oder am Wochenende einen kleinen Spaziergang oder eine Wanderung plant, dann haben wir unser Ziel erreicht. Es geht um das Bewusstsein, dass Sport und Bewegung sich positiv auf unsere Lebensqualität auswirken“, so der Sportstadtrat.

    Sportstrategie 2030 als Auftrag
    Die Stadt Graz will bei der Konzeption und der Umsetzung des Sportjahres eine möglichst breite Einbindung von Stakeholdern erreichen. Schon im Rahmen der Erarbeitung der Sportstrategie 2030, die im vergangenen Jahr vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde, wurden alle Vereine und Verbände stark eingebunden. Diese Sportstrategie bildet auch den Rahmen für das Sportjahr 2021. Die Sportstrategie 2030 soll allen GrazerInnen unabhängig von Alter, Geschlecht, Ausbildung, Herkunft, Familienstand, Staatsbürgerschaft, Einkommen etc. zugutekommen. Sport und Bewegung im Sinne der Sportstrategie 2030 sollen die GrazerInnen zur gemeinsamen Sportausübung motivieren und damit die gesellschaftlich verbindende Wirkung des Sports betonen. In besonderem Maße gilt das im Sport für das Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung im Sinne der Inklusion. Diese Sportstrategie 2030 der Stadt Graz soll auch einen wichtigen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der von der UNO-Generalversammlung beschlossenen „2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung“ liefern. Wie in dieser UNO-Resolution ausgeführt ist, wird der Sport als ein wichtiger Faktor für die Erreichung der in dieser Resolution beschlossenen 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) eingestuft: „Auch der Sport ist ein wichtiger Ermöglicher nachhaltiger Entwicklung. Wir anerkennen den zunehmenden Beitrag des Sports zur Verwirklichung von Entwicklung und Frieden, indem er Toleranz und Respekt fördert, zur Stärkung der Frauen, der jungen Menschen, des Einzelnen und der Gemeinschaft und zu den Zielen der Gesundheit, der Bildung und der sozialen Inklusion“.[1]

    Breite Einbindung der besten Köpfe
    Zentrale Umsetzungsstelle für das Sportjahr wird der Programmkoordinator sein. „Mit Markus Pichler haben wir hier die perfekte Personalie gefunden“, sind sich Nagl und Hohensinner einig. Der 49-Jährige ist im Sport kein Unbekannter. 2017 wickelte er sehr erfolgreich die Special Olympics in Graz ab. Auch die Vorrunde der Handball-Euro 2010 sowie die Internationalen Schülerspiele 2003 trugen seine Handschrift. Pichler war langjähriger Handball Nationalteamspieler und zweifacher österreichischer Meister. Die Koordination wird er neben seiner Haupttätigkeit als Geschäftsführer der Sportunion Steiermark ausüben. Für die Abwicklung des Sportjahres wurde außerdem ein Trägerverein gegründet. Durch diesen ist sichergestellt, dass auch zahlreiche Proponenten des Sports in die Konzeption und Abwicklung miteingebunden sind. Als Obmann des Vereins fungiert der ehemalige Sportamtsleiter Gerhard Peinhaupt. Als Stellvertreterinnen fungieren die Leistungssportlerin Julia Meder (Rhythmische Gymnastik), Ex-Snowboard-Weltmeisterin Marion Kreiner und Austrian Tennis Committee-Präsidentin und Holding-Vorständin Barbara Muhr. Im Verein sind ebenso alle Präsidenten der Sportdachverbände (Sportunion, ASKÖ, ASVÖ), sowie die Vertreter des Landessportbeirats Steiermark vertreten.

    12 Monatsschwerpunkte, Programm-Highlights und Auftritt
    „Wir wollen alle Grazer (vor allem auch nicht-Sportler, Kinder und Pensionisten) für den Sport aktivieren und begeistern, das Bewusstsein für den gesundheitlichen Aspekt des Sports stärken, die Wahrnehmung von Sportlern durch die Medien verbessern, Vereine ins Rampenlicht stellen und durch Sport eine noch stärkere Inklusion schaffen“, erklärt Programmkoordinator Markus Pichler. Das Sportjahr selbst wird dabei in 12 Monatsschwerpunkte gegliedert. Jeden Monat wird eine andere Gruppe an Sportarten in den Mittelpunkt gerückt, etwa gleich im Jänner der Wintersport oder im Mai die Ausdauersportarten. „Alle Vereine haben so die Möglichkeit mitzuwirken und sich zu präsentieren“, so Pichler. Daneben wird es auch eine Serie an Kongressen bzw. Symposion geben. Und auch erste Highlights werden verraten: So die die Eröffnung des Sportjahres am 18. Jänner in der Grazer Oper über die Bühne gehen und im Zeichen des Zusammenwirkens von Kultur und Sport stehen. Mit 3×3 Olympic Tip-Off wurde ein weiterer Höhepunkt bereits vergangene Woche präsentiert. Als große Klammer für das Sportjahr wird ein eigener Auftritt bzw. Claim fungieren. In einem von den Creative Industries Styria durchgeführten Wettbewerb setzte sich die Designagentur moodley durch. Der Auftritt ist stark auf den Claim „LET’S GO GRAZ“ ausgerichtet. Der ganze Kommunikationsauftritt besticht durch die Einfachheit und damit Niederschwelligkeit: Jeder ist angesprochen und wird motiviert. Ganz im Sinne des Sportjahres 2021.

    Aufnahme in Global Active Cities
    Das Sportjahr wird gleichzeitig auch der Startschuss für eine Teilnahme der Stadt Graz am Global Active Cities-Netzwerk sein. Diese Bewegung wurde 2006 auf Initiative des IOC und der in Deutschland registrierten Non-Profit Organisation TAFISA (The Association For International Sport for All) gegründet. Ein wesentliches Ziel dieser „Active Cities“-Bewegung ist es, dass Städte die Rahmenbedingungen schaffen sollen, damit ihre Bevölkerung einen aktiven und gesundheitsbewussten Lebensstil pflegen kann. Im Jahr 2018 wurde dieses Zertifikat „Global Active Cities“ erstmals an sechs Städte vergeben und zwar an Buenos Aires, Hamburg, Lillehammer, Liverpool, Ljubljana und Richmond (Kanada), die als zertifizierte „Global Active Cities“ eine Pionierrolle einnehmen. Am Ende des Sportjahres soll Graz in die Reihe dieser Städte aufgenommen werden und auch der Trägerverein soll dann in weiterer Folge zur zentralen Drehscheibe der „Active City Graz“ werden.

    Fotos: Stadt Graz/Fischer
    v.l. Ex-Snowboard-Weltmeisterin Marion Kreiner, Sportstadtrat Kurt Hohensinner, Sportjahr-Koordinator Markus Pichler, Bürgermeister Siegfried Nagl, Spitzensportlerin Julia Meder, FPÖ-Klubobmann Armin-Sippel, Sportamtsleiter Thomas Rajakovics, Ex-Kajak-Weltmeister Gerhard Peinhaupt

    22. Juni 2020

    WERTSCHÄTZUNG FÜR CORONABEDINGTE FAMILIENLEISTUNGEN: FAMILIEN ALS HELDEN IN DER KRISE TUT DER KINDERBONUS GUT!

    Bundeskanzler Sebastian KURZ setzt seinen familienfreundlichen Kurs fort: Mit der Einführung des Familienbonus Plus wurde bereits eine starke Steuererleichterung, die endlich die von Familienvertretern jahrzehntelang geforderte Berücksichtigung von Unterhaltsverpflichtungen erfüllt, auf den Weg gebracht.
    Die Corona-Krise hat für die Familien neue große Herausforderungen gebracht. Oft waren organisatorische Meisterleistungen notwendig: Kinderbetreuung, Heimunterricht, Homeoffice und Haushalt mussten monatelang auch in psychisch belastenden Situationen bewältigt werden.
    Den Familien kommt eine große Bedeutung bei der rückläufigen Entwicklung der Corona-Fallzahlen zu. Wie wir aus Umfragen wissen, waren maßgeblich die Mütter, aber auch viele Väter für die konsequente Umsetzung der Vorgaben der Bundesregierung verantwortlich. Sie waren Heldinnen und Helden in der Krise und haben einen unverzichtbaren Beitrag geleistet.
    Familienministerin Christine ASCHBACHER und der Bundeskanzler haben den Familien dafür öffentlich gedankt und nun ein wertschätzendes und wichtiges Signal gesetzt: Im September werden die Familien für jedes Kind zur Familienbeihilfe zusätzlich 360 Euro erhalten.
    Völlig unverständlich ist die zynische Reaktion von SPÖ und NEOS, die hier von einem „Almosen“ sprechen. Wie abgehoben sind jene, die einer Familie mit drei Kindern, die nun über 1000 Euro erhält, signalisieren, dies sei unbedeutend?
    Für die Stadt Graz als größte Kinder-und familienfreundliche Stadt Österreichs bedeutet der Kinderbonus einen wertvollen Beitrag, mit dem sich die Familien nach der Krise Wünsche erfüllen und optimistisch in die Zukunft gehen können.

    Familienstadtrat Kurt HOHENSINNER
    Gemeinderätin Sissi POTZINGER, VP-Familiensprecherin
    Marie-Theres STAMPFL, Stadtleiterin der Grazer VP-Frauen

    Rückfragehinweis:
    Mag.a Dr.in Marie-Theres Stampfl thesi.stampfl@gmx.at Tel.: 06508802169
    GRin Elisabeth Potzinger potzinger.family@aon.at Tel.: 06643942364

    Fotocredit: VP Fauen

    9. Juni 2020

    „Graz hilft“: Neuer Sozialfonds ist mit 100.000 Euro dotiert

    „Die Stadt Graz verfügt über ein sehr dichtes, soziales Netz. Als schwarz-blaue Rathaus-Koalition haben wir uns dazu bekannt, dieses Netz weiter auszubauen und, wo es möglich ist, noch engmaschiger zu knüpfen“, sagt Sozialstadtrat Kurt Hohensinner, „in den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Initiativen auf den Weg gebracht, um Graz noch sozialer zu machen. Der neue Sozialfonds ‚Graz hilft‘ ist ein weiterer großer Meilenstein.“ Mit ein Hintergrund für die Einrichtung eines solchen Fonds waren die Erfahrungen der Sozialsprechstunde, die einmal wöchentlich im Büro des Sozialstadtrats abgehalten wird. „Notsituationen können jeden treffen und sind oft sehr individuell“, weiß Hohensinner, „immer wieder gab es deshalb auch Fälle, bei denen das gesetzliche Hilfssystem nicht ausgereicht hat oder eine Hilfestellung aus diversen Gründen erst gar nicht möglich war.“ Deshalb wurde die Einrichtung eines Hilfsfonds für Grazerinnen und Grazer bereits vor einiger Zeit in der Agenda 22 Plus festgeschrieben.

    Unbürokratische Hilfe gerade jetzt
    Die aktuellen Ereignisse im Rahmen der Corona-Pandemie haben nun dazu geführt die Umsetzung des Fonds noch weiter zu beschleunigen. „Neben Fragen zur Gesundheit, sind es vor allem Gedanken rund um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krise, die unseren Alltag prägen“, so der Sozialstadtrat. Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit werden das Land noch länger begleiten. Die mittel- und langfristigen Folgen sind noch nicht abzuschätzen. „Gerade jetzt braucht es unbürokratische Hilfe“, ist Hohensinner sicher. Auch FPÖ-Klubobmann Armin Sippel ist überzeugt: „Soziale Unterstützung ist der FPÖ ein wichtiges Anliegen. Unser Ziel ist es, freiwillige städtische Leistungen zielsicher jenen Personen zukommen zu lassen, die ihrer wirklich bedürfen. Wir wollen Menschen in Notsituationen Hilfe zur Selbsthilfe geben, sie aber nicht in dauerhafte Abhängigkeit vom Sozialsystem führen. Genau diesen Weg gehen wir mit dem neuen Sozialfonds.“ So muss die Notsituation nachgewiesenerweise unverschuldet zustande gekommen sein. Außerdem ist eine Unterstützung nur alle fünf Jahre möglich. Für das Jahr 2020 wird der Sozialfonds mit 100.000 Euro gefüllt. In den Folgejahren sollen es jeweils 150.000 Euro sein.

    Das ist der Sozialfonds „Graz hilft“
    Der Sozialfonds „Graz hilft“ ist eine freiwillige Leistung der Stadt ohne Rechtsanspruch und wird vom Sozialamt verwaltet. Die Voraussetzungen sind an die Kriterien für den Bezug der Grazer SozialCard angelehnt:
    • Vollendung des 18. Lebensjahres
    • Hauptwohnsitz in Graz seit zumindest 12 Monaten
    • Österreichische StaatsbürgerInnen oder ausländische/staatenlose Personen, die zu einem mehr als dreimonatigen Aufenthalt in Österreich berechtigt sind
    • Geringes Einkommen muss nachgewiesen werden
    • Nachgewiesene unverschuldete Notsituation
    • Gesetzliche Leistungen (zum Beispiel Mindestsicherung, Sozialhilfe, Leistungen nach dem Stmk. Behindertengesetz oder Arbeitslosengesetz) müssen vorab in Anspruch genommen werden (Subsidiaritätsprinzip)

    Grundsätzliche Ausschlussgründe sind:
    • Asylwerber und andere Personen, denen nach betreuungsrechtlichen Bestimmungen ein Rechtsanspruch auf Gewährung der Grundversorgung zusteht
    • Ausländische/staatenlose Personen, die nicht zu einem mehr als dreimonatigen Aufenthalt in Österreich berechtigt sind
    • Innerhalb der letzten fünf Jahre wurde bereits eine Zuwendung aus dem Sozialfonds „Graz hilft“ bezogen

    Vorprüfung durch Kommission
    Anträge können unter grazhilft@stadt.graz.at eingereicht werden. Eine Kommission prüft den Fall vorab und gibt eine Empfehlung ab. „Ich freue mich, dass wir für den Vorsitz der Kommission mit Günther Feldgrill eine hervorragend geeignete Persönlichkeit gefunden haben“, so Hohensinner, „als langjähriger Leiter der Zweiten Sparkasse kennt er die Nöte der Menschen. Er wird uns mit seiner Expertise bestmöglich unterstützen.“ Gemäß der Grazer Subventionsordnung werden Unterstützungen bis 1.500 Euro vom zuständigen Sozialstadtrat, Unterstützungen über 1.500 Euro vom Stadtsenat entschieden. Die Auszahlung erfolgt je nach Dringlichkeit als „normale“ Überweisung, Postbaranweisung oder Barauszahlung der Stadthauptkassa. Die Einrichtung des Sozialfonds „Graz hilft“ wird im kommenden Gemeinderat beschlossen werden. Die erste Kommissionssitzung wird Anfang Juli stattfinden.

    Schwarz-blaue Sozial-Agenda
    Seit Beginn der schwarz-blauen Rathaus-Koalition setzt diese verstärkt Initiativen im Sozialbereich. Gemeinsam ist es so gelungen in Graz wesentliche Schritte zu setzen, um das soziale Netz weiter auszubauen. So wurde etwa die SozialCard reformiert (Online-Beantragung, Gutscheinsystem, Erhöhung der Schulbeihilfe), der Aktionsplan gegen Vereinsamung ins Leben gerufen, oder etwa eine neue zentrale Infostelle im Sozialamt umgesetzt. Das Wohnungslosenangebot der Stadt wurde verstärkt, etwa durch Einrichtung eines Kältetelefons und Ausweitung der Notschlafbetten und neue Schwerpunkte, wie etwa Unterbringung für pflegebedürftige Obdachlose. In der Behindertenhilfe wurde das Beschäftigungsprojekt Step by Step umgesetzt, der Aktionsplan Barrierefreie Innenstadt oder etwa die Rampe Graz.

    Foto: Stadt Graz/Fischer
    v.l. Kurt Hohensinner, Günther Feldgrill

    8. Juni 2020

    Sommer- und Ferienprogramm 2020

    • Land Steiermark: Umfassendes Sommer-Unterstützungspaket zur Absicherung der Ferienbetreuung
    • Stadt Graz: So viele Betreuungsplätze wie noch nie im städtischen Sommerpaket

    „Die Corona-Pandemie hat die Steiermark vor große Herausforderungen gestellt, insbesondere auch Familien“, betonen Familienlandesrätin Juliane Bogner-Strauß sowie Stadtrat Kurt Hohensinner in ihren Einleitungen. „Viele mussten ihre Urlaube für die Kinderbetreuung während des Lockdowns verbrauchen, haben nun finanzielle Engpässe oder Urlaube wurden aufgrund der Unsicherheit abgesagt und storniert. Viele Familien haben sich mit diesen Problemlagen an uns gewandt. Deshalb braucht es gerade im heurigen Sommer ein vielfältiges und niederschwelliges Betreuungsangebot, um die Familien zu unterstützen“, so Bogner-Strauß und Hohensinner.

    Das Land Steiermark und die Stadt Graz haben deshalb alle Kräfte im Bereich der Sommer- und Ferienbetreuung gebündelt und ein umfangreiches Maßnahmenpaket zusammengestellt. Für die Grazer Familien bedeutet das mehr Plätze denn je, und neue Schwerpunktsetzungen von Sommersportwochen über die Ferienspaß-Aktion bis hin zu Englisch-Förderwochen: „Wir gehen gestärkt aus der Krise. Noch nie hatten wir so viele Betreuungsplätze und so ein umfangreiches Angebot wie heuer“, so Hohensinner. Neben der institutionellen Betreuung in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen, wurde das Angebot der Stadt auf 7.500 Plätze ausgebaut.

    Auch Familienministerin Christine Aschbacher freut sich über das breite Ferienangebot in ihrer Heimat: „Ich habe mich im Interesse der Familien dafür eingesetzt, dass Kinderbetreuung in den Ferien möglich ist. Durch die COVID-Krise ist die Organisation der Ferienbetreuung für viele Eltern eine besondere Herausforderung. Daher ist es wichtig, hier ein breites Angebot sicher zu stellen. Ich freue mich daher ganz besonders, dass Land Steiermark und Stadt Graz ein so innovatives und umfassendes Sommerbetreuungspaket zusammengestellt haben.“

    Land Steiermark: Umfassende digitale Plattform für Ferienbetreuung von A bis Z
    Auf Initiative von Familienlandesrätin Juliane Bogner-Strauß wurde ein umfassendes Corona-Sommer-Unterstützungspaket für die steirischen Familien am 4. Juni 2020 in der Steiermärkischen Landesregierung beschlossen. Dieses Paket beinhaltet im Zentrum den Ausbau der „Plattform Ferienbetreuung Steiermark“ zu einer umfassenden Übersicht und Suchmöglichkeit für Eltern zu Anbietern und Angeboten von Ferienbetreuung für ihre Kinder und Jugendlichen. „Bereits jetzt finden sich auf der Plattform Ferienbetreuung der Kinderdrehscheibe Steiermark rund 240 FerienanbieterInnen. Sie wird nun rasch bzw. laufend um Angebote aus allen Bereichen der Ferienbetreuung ergänzt“, informiert Familienlandesrätin Bogner-Strauß und dankt zugleich den Gemeinden und Anbietern für ihre aktive Teilnahme.

    Denn, nicht nur private Anbieter und Vereine, sondern gerade auch Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtungen und Schulstandorte waren und sind ganz wesentliche Säulen der Ferienbetreuung in den Gemeinden und Regionen: über 790 Kinderbetreuungseinrichtungen haben, neben den 218 steirischen Ganzjahresbetrieben, für diesen Sommer Betreuungsmöglichkeiten angemeldet. Dazu kommen zahlreiche Ganztagesschulen, die auch im Sommer unterschiedliche Angebote setzen wollen. Die konkreten Angebote für den heurigen Sommer werden gerade bei den Trägern erhoben und vervollständigen die Angebotsübersicht auf der „Plattform Ferienbetreuung Steiermark“.

    So kann erstmals die Bandbreite an Angeboten der steirischen Sommerbetreuung von institutionellen Einrichtungen, wie Kindergarten, Ganztagesschulen, Horten, über die ZWEI UND MEHR-Kinder-Ferien-Aktivwochen bis hin zu attraktiven Gemeinschaftsaktivitäten für Jugendliche von Eltern bedarfsgerecht und entsprechend den jeweiligen regionalen, zeitlichen Anforderungen über eine einfache Suchmaske – die Eltern können nach Region, Ort, Alter des Kindes, Art, Zeitraum sowie Kosten des Angebotes suchen – abgerufen werden. „Von der Tagesbetreuung, über Feriencamps bis zu umfassenden Gemeindeprogrammen mit Workshops, Camps und Tagesausflügen ist für Kinder und Jugendliche jeden Alters etwas dabei“, so die zuständige Familienlandesrätin. „Zudem“, so Bogner-Strauß weiter, „bietet die Plattform allen AnbieterInnen von Ferienangeboten die Möglichkeit, ihre vielfältigen Maßnahmen zu präsentieren und Familien mit Ferienbetreuungsbedarfen noch gezielter als bisher zu erreichen.“

    Nicht nur durch die von der Landesregierung beschlossene Erweiterung der „Plattform Ferienbetreuung Steiermark“ unter www.kinderdrehscheibe.net wird das Service für Eltern deutlich verbessert. Zudem steht die Kinderdrehscheibe Steiermark auch als One-Stop-Shop für alle Betreuungsfragen und -bedarfe, die nicht via Angebotssuche in der Datenbank gelöst werden können, telefonisch unter 0316/37 40 44 als Erstanlaufstelle auch für alle Ferienbetreuungsfragen zur Verfügung.

    Stadt Graz: Institutionelle Sommerbetreuung in den städtischen Einrichtungen
    Rückgrat der Sommerbetreuung ist auch in der Stadt Graz die institutionelle Betreuung in den städtischen Einrichtungen. Alle Kinder, die während des Jahres betreut werden, haben auch die Möglichkeit die Sommerbetreuung in diesen in Anspruch zu nehmen. Dies gilt für die städtischen Volks- und Mittelschulen, Kinderkrippen, Kindergärten und Horte. Auch im heurigen Sommer werden wieder einzelne Standorte geöffnet um diese Sommerbetreuung zu ermöglichen. Im vergangenen Jahr wurden rund 2.000 Kinder in diesem Bereich betreut. Für das heurige Jahr geht man von ähnlichen Zahlen aus. Die Anmeldung für die Kinderbetreuungseinrichtungen ist noch bis Mittwoch, 10.06.2020, online möglich. Die Anmeldung für die schulische Betreuung ist über die einzelnen Schulen möglich.

    Freizeithits und Ferienspaß
    Neben der institutionellen Betreuung wurde das weitere Ferienangebot massiv ausgebaut. Seit Jahren großer Beliebtheit erfreuen sich die „Freizeithits für Grazer Kids“ des Amtes für Jugend und Familie. Auch heuer erwartet die Kinder wieder ein buntes Programm mit vielen Höhepunkten, von Kinderzauberkurs, Kochkurs für Kids, Zirkusschule, Programmieren (Coding Week) über Theaterwoche, Näh- und Webkurse und Pferdeerlebnistage bis hin zu Fotoworkshops, Wanderungen, etc. Insgesamt stehen hier 1.400 Plätze zur Verfügung. Die Anmeldung startet am Montag, 8. Juni um 5:30 Uhr auf der Plattform Venuzle https://partner.venuzle.at/freizeithits-graz

    Aber das Jugendamt wartet auch mit einem neuen Familienangebot auf. „Viele Rückmeldungen aus der Bevölkerung haben uns gezeigt, dass es gerade heuer vermehrt Nachfrage nach ganztätiger Betreuung gibt“, erklärt Hohensinner, „eine Antwort auf diese Anfragen ist die neu konzipierte Serie ‚Ferienspaß‘.“ Ferienspaß ist eine wochenweise buchbare Ganztagesbetreuung im Grazer Stadtgebiet. Das Programm wird gemeinsam mit den etablierten Partnern Kinderfreunde, WIKI und Jakotopia durchgeführt. Die Betreuung erfolgt zwischen 8 und 16:30 Uhr an vier Standorten. Insgesamt stehen rund 400 Betreuungsplätze zur Verfügung. Die Kosten liegen bei 120 Euro pro Woche, für SozialCard-Inhaber sind es 90 Euro. Die Anmeldung startet am Montag, 15. Juni ebenfalls auf Venuzle. „Beim Ferienspaß greifen wir auf das Know-how unserer langjährigen Partner zurück. Damit konnten wir in kurzer Zeit rund 400 zusätzliche Ganztagesbetreuungsplätze schaffen“, freut sich der Stadtrat.

    Ebenfalls mit im Programm sind auch heuer wieder die Grazer Spielmobile. Diese sind seit 2. Juni in den Grazer Parks unterwegs. Die Einsätze werden aufgrund der aktuellen Gesundheitslage monatlich geplant und angepasst, immer aktuell abrufbar unter www.graz.at/Freizeit.

    Sportlich durch die Ferien
    Auch das Sportamt wartet mit Neuigkeiten auf: Neben den beliebten Sportkursen werden heuer auch erstmals Sommersportwochen angeboten. Diese sind wochenweise buchbar und verstehen sich als Ganztagesbetreuung inkl. Essen mit speziellem sportlichen Schwerpunkt. Die Sommersportwochen werden in Kooperation mit den drei bewährten Vereinen ATG, VGT und #Kickit Augustinum angeboten. Die Kosten liegen bei 150 Euro pro Woche, pro Geschwisterkind gibt es 10 Prozent Rabatt. Spezielle Ermäßigungen gibt es außerdem für SozialCard-Besitzer. „Sport ist besonders wichtig für viele Kinder, gerade jetzt nach Wochen, in denen viele ihren Bewegungsdrang nicht genug ausleben konnten. Deshalb war für uns klar, dass wir unser sportliches Angebot in den Ferien ausbauen werden“, so Hohensinner, „mit den drei Vereinen haben wir tolle Partner, die ihre Erfahrungen hier großartig eingebracht haben. Durch sie war es auch möglich, diese Angebote so kurzfristig auf die Beine zu stellen.“ Die Sommersportwochen sind speziell für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren konzipiert. Die Betreuung ist von 7:30 Uhr bis 18:00 Uhr möglich und wird durch geschultes Betreuungspersonal sowie ausgebildete Sporttrainer durchgeführt. Geboten wird ein bunter Sportmix aus Ballspielen, Leichtathletik, Schwimmen und vielem mehr. Die Anmeldung ist am 3. Juni auf Venuzle (https://partner.venuzle.at/sportamt-graz/courses/) gestartet. Insgesamt sind 300 Plätze verfügbar. Bei großer Nachfrage können die Kapazitäten aber noch weiter ausgebaut werden.

    Ein beliebter Fixpunkt im Grazer Ferienkalender seit Jahren sind die Sportkurse. Diese werden auch heuer mit Corona-angepassten Rahmenbedingungen stattfinden. Insgesamt stehen rund 4.000 Kursplätze in über 40 Sportarten zur Verfügung. Heuer neu im Programm. Quidditch, Drachenboot und Kanupolo. Die Online-Anmeldung startet am Montag, 8. Juni. Unter dem Motto „Sport für jedes Kind“ gibt es auch heuer wieder Teilnahmemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit intellektueller oder körperlicher Beeinträchtigung.

    Spielerisch fördern
    Einen Ausbau der Plätze gibt es auch im Bereich des Integrationsreferats. „Wir investieren große Summen in den Bereich der Deutschförderung, nicht nur während des Schuljahres, sondern auch in der Sommerbetreuung“, weiß Integrationsstadtrat Hohensinner, „Deutsch ist der wesentliche Schlüssel für gelungene Integration. Gerade heuer war es uns wichtig auch in diesem Bereich die Plätze auszubauen – vor allem auch für jene Kinder, die durch den Lockdown im Unterricht etwas zurückgefallen sind. Insgesamt können wir im Integrationsbereich heuer 1.300 Plätze zur Verfügung.“ Größter Anbieter ist die „deutsch und mehr“-Sommerschule mit rund 800 Plätzen für Volksschulkinder und Kindergartenkinder vor Schuleintritt. Hier auch neu im Programm sind zusätzliche 50 Plätze, in denen Englisch-Förderung forciert wird. Deutschförderung für Schüler der Neuen Mittelschulen bieten die ISOP Sommerkurse für über 200 Kinder. Ein allseits beliebtes Betreuungshighlight mit einem spannenden Mix aus Sport und Lernförderung ist GRAgustl der Caritas. Das Angebot wird heuer auf mehrere Schulstandorte verteilt und von 140 auf 200 Kinder ausgebaut. Außerdem werden für die 50 Teilnehmer des Projekts LeO, das aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht wie geplant stattfinden konnte, die entfallenen Einheiten über den Sommer nachgeholt.

    Talente entdecken und stärken
    Ebenfalls mit im Programm ist der Talentesommer gemeinsam mit der Begabungsakademie Steiermark und der Bildungsdirektion Steiermark. Gleich in der ersten Ferienwoche finden in der Volksschule Algersdorf Talenteförderkurse zu Themen wie Chemie, Physik, Kreativ etc. für rund 100 Kinder statt. Die Kosten liegen bei 150 Euro inkl. Verpflegung.

    Land Steiermark: Ausbau der Ferien-Aktivwochen
    Auch im Familienressort des Landes Steiermark wird das Ferienprogramm zur Unterstützung der Familien erweitert, etwa das ZWEI UND MEHR-Kinder-Ferien-Aktivwochen-Programm. Ziel der Kinder-Ferien-Aktivwochen ist es, möglichst vielen Kinder und Jugendlichen die Teilnahme an vielfältigen und bedarfsgerechten Ferienangeboten zu ermöglichen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch eine verlässliche, leistbare, betreute Feriengestaltung, insbesondere für einkommensschwache Familien und Alleinerziehende zu verbessern. Darunter gibt es Angebote, wie z.B.:
    • Sportunion regioMOTION – Polysportive Kindersportcamps Region Murau – Polysportive Kindersportcamps Region Murau, Zeitraum: Sommerferien, Montag, 20. Juli 2020 bis Freitag, 24. Juli 2020 Kosten: € 135 inkl. Verpflegung

    • MGH – Mehrgenerationenhaus Waltendorf – 1,2,3,4,5,6,7 – Guten Appetit, ihr Lieben. Zeitraum: Sommerferien, Montag, 20. Juli 2020 bis Freitag, 24. Juli 2020 Kosten: € 140 inkl. Verpflegung

    • TSA- Tanz & Sport Akademie – SummerDanceDays, Zeitraum: Sommerferien, Montag, 13. Juli 2020 bis Mittwoch, 15. Juli 2020 Kosten: € 129 inkl. Verpflegung

    • Familienreferat Diözese Graz-Seckau – ab in die Ferien; Zeitraum: Sommerferien, Montag, 13. Juli 2020 bis Freitag, 17. Juli 2020 Kosten: € 75 – 150 inkl. Verpflegung
    und viele mehr.

    Durch die coronabedingte Anpassung der bestehenden Förderungsrichtlinien, die ebenfalls am 4. Juni 2020 von der Steiermärkischen Landesregierung beschlossen wurde, werden zusätzliche flexiblere, kostengünstigere und auch neue Sommertagesangebote (durch Verlängerung der Einreichfrist für AnbieterInnen bis 31. Juli, die Anhebung des Tagsatzes für die AnbieterInnen wie auch durch eine Erhöhung der Beihilfe für die Eltern/Erziehungsberechtigten) ermöglicht. Familienlandesrätin Juliane Bogner-Strauß freut sich: „Damit verstärken wir nicht nur das Angebot an Kinder-Ferien-Aktivwochen und ermöglichen noch mehr Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an Kinder-Ferien-Aktivwoche mit Tagesbetreuung, sondern stärken in diesen herausfordernden Zeiten auch unsere 40 anerkannten AnbieterInnen im Netzwerk.“

    Auch Jugendliche fühlten sich in ihren Bedürfnissen, ihren Sorgen und ihrer Lebenswelt, wie aus der Studie JuCo der Universität Hildesheim hervorgeht, in der Krise gesellschaftliche nicht richtig wahrgenommen und auf die Rolle als „Homeschooler*innen“ reduziert. Daher ist es in der aktuellen Situation, nach Monaten der Ausgangsbeschränkungen und Beschränkungen der sozialen Kontakte, mehr denn je wichtig das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen ins Zentrum zu stellen und Angebote und Aktivitäten zu setzen, die Ausgleich und Normalität der sozialen Beziehungen fördern und Entlastung und Durchatmen ermöglichen. Es ist notwendig, den Kindern und Jugendlichen wieder einen besonderen Platz in der Gesellschaft zu geben. Die Außerschulische Jugendarbeit – speziell Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit sowie Verbände und Vereine der Verbandlichen Jugendarbeit – kann hier mit professionell betreuten, qualitätsvollen Angeboten ein Baustein der Entlastung von Kinder, Jugendlichen und damit auch von Familien sein. Jugendliche brauchen nach der Zeit des Lockdowns wieder die Möglichkeit, ihre Freundschaften zu pflegen und ihren Bedürfnissen entsprechende attraktive Angebote außerhalb des Elternhauses. Im Rahmen dieses Sommerunterstützungspaketes leistet die außerschulische Jugendarbeit durch ein ausgeweitetes Angebot und zusätzliche Projekte ihren Beitrag.

    Das landeseigene Bildungshaus Retzhof leistet ebenfalls seinen Beitrag zur Entlastung der Familien in der Region und verdoppelt sein Angebot der Sommerferien-Betreuung vom 13. Juli bis 21. August 2020 auf nunmehr sechs Wochen zu einem besonders günstigen Preis, der durch die finanzielle Unterstützung durch das Land Steiermark ermöglicht wird.

    Fotos: Stadt Graz/Fischer

     

    2020-06-05 Sommerbetreuungspaket