Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher!

Wir freuen uns, Sie auf unserer Homepage begrüßen zu dürfen. Auf den folgenden Seiten erlauben wir uns die breite inhaltliche Vielfalt der Grazer Volkspartei zu präsentieren. Unser Ziel ist es, mit den Grazerinnen und Grazern gemeinsam an einer noch besseren Stadt Graz zu arbeiten. Wie das gelingen kann und welche Breite an verschiedensten Persönlichkeiten an diesem Vorhaben mitarbeiten, versuchen wir ebenso auf unserer Homepage abzubilden. In der Hoffnung unserem Anspruch gerecht werden zu können, wünschen wir eine informative und spannende Zeit mit und auf den Seiten der Grazer Volkspartei!

 

    Aktuelle News

    22. Oktober 2020

    Eishalle B: Ab morgen Publikumseislauf wieder möglich

    Das Sportjahr 2021 naht mit großen Schritten. „Unser Ziel ist es Graz von der Sportstadt zur sportlichsten Stadt Österreichs machen“, gibt Sportstadtrat Kurt Hohensinner das Ziel vor, „wir wollen die Grazerinnen und Grazer bewegen und für die positiven Wirkungen des Sports begeistern. Dafür braucht es aber auch die notwendige Infrastruktur.“ Einen wichtigen Meilenstein konnte die Stadt in diesem Zusammenhang vor Kurzem präsentieren, als die neue Eishalle B erstmals ihre Tore öffnete. „Damit verfügt Graz nun endlich über zwei Eisflächen, die während der ganzen Eissaison völlig witterungsunabhängig genutzt werden können. In Liebenau ist damit nun endgültig eine Sportwelt nach modernsten Standards entstanden. Schon seit der ersten Konzeption war es mir als Sportstadtrat ein besonderes Anliegen, dass anstelle der Freieisfläche eine vollwertige Eishalle realisiert wird, in der nun unzählige Sportlerinnen und Sportler eine echte Heimat finden werden. Rund 90 Eissportvereine profitieren, vor allem haben wir damit aber auch eine Top-Eisfläche geschaffen, die auch der Grazer Bevölkerung zur Verfügung steht.“

    COVID-Regeln und neue SozialCard-Ermäßigung
    Der beliebte Publikumseislauf ist damit nach 2-jähriger Pause ab Freitag, 23. Oktober wieder möglich. Das heißt einem ausgiebigen Training für das Sportjahr 2021 steht nichts mehr im Wege. „Als MCG freuen wir uns, dass auch in COVID-Zeiten Publikumseislauf und damit sportliche Aktivität in der Eishalle möglich ist. Herzlich Willkommen in der neuen Eishalle B“, freut sich Messe-Vorständin Barbara Muhr auf regen Besuch. Mit den aktuellen Vorgaben sind derzeit gleichzeitig 50 Personen auf der Eisfläche erlaubt. Mit einer Neuerung wartet Hohensinner in seiner Funktion als Sozialstadtrat auf: Für SozialCard-Besitzer gibt es eine Ermäßigung von 50 Prozent. „Der Sport entfaltet unglaublich viele positive Wirkungen, er ist sozial und integrativ. Mit dieser neuen Ermäßigung wollen wir noch mehr Grazerinnen und Grazern Freude am Eissport ermöglichen“, so Hohensinner abschließend.

    Konditionen für Publikumslauf in der Saison 2020/21:
    Schlittschuhverleih 4,20 Euro/Person
    Eintritt für Erwachsene 4,60 Euro/Person
    Jugendliche 3,80 Euro/Person
    Eintritt für Kinder 3,20 Euro/Person
    NEU: 50% Ermäßigung für SozialCard-Besitzer

    Zeiten:
    Dienstag bis Freitag Vormittag 09:00-11:00 Uhr
    Montag bis Freitag Nachmittag 14:45-16:45 Uhr
    Samstag und Sonntag 15:00-17:00 Uhr Uhr
    Weitere Infos unter www.elz.at

    Foto: Sportstadtrat Kurt Hohensinner, MCG-Vorständin Barbara Muhr und Joe Laimer eröffnen die Publikumseislaufsaison 2020/21. (Credit: MCG, Wiesner)

    13. Oktober 2020

    Stadt Graz präsentiert neue Bildungsstrategie 2025

    5 Handlungsfelder, 20 Programmideen und 43 Projektziele – Das sind die Kennzahlen der neuen Bildungsstrategie 2020-2025. „Die Bildung unserer Kinder ist der wichtigste Rohstoff unserer Zeit. Deshalb braucht es gerade hier eine klare Strategie und Rahmenbedingungen mit denen die zahlreichen Partner bestmöglich arbeiten können“, ist Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner überzeugt und sieht Parallelen zu einem Wald: „Auch wer für einen Wald verantwortlich ist, denkt in Generationen. Bäume werden gepflanzt. Ihren Ertrag werden einmal Kinder, Enkel oder gar Urenkel nutzen können. Für das Wachstum eines Waldes sind viele Faktoren und Zustände verantwortlich. Auch in der Bildung sind die Kompetenzen verteilt. Als Schulerhalter kümmern wir uns um einen guten Nährboden, eine Bildungsgrundlage, und versuchen so aktiv an einer blühenden Zukunft mitzuwirken.“

    Gutes Abschlusszeugnis für abgelaufene Strategie
    „Mit dieser Bildungsstrategie wollen wir uns selbst, aber auch allen wesentlichen Partnern, wie Bildungsdirektion, Wissenschaft, Wirtschaft, etc. einen klaren Rahmenplan und Leitfaden vorlegen“, erklärt Hohensinner. Dabei wurde vor allem auf den positiven Erfahrungen der letzten Bildungsstrategie „Bildung findet statt“ aufgesetzt. Über 90 Prozent der darin enthaltenen Maßnahmen und Projekte wurden umgesetzt, darunter Vorreiter- und Best-Practice-Beispiele wie der Teachers Award (gemeinsam mit der IV Steiermark), der Stärkenpass oder das IBOBB-Cafe zur Bündelung der Kompetenzen in der Berufsorientierung. Besonders hervorzuheben ist darüber hinaus die Schaffung der Bildungsservicestelle, die alle Bildungsanfragen, Anmeldungen, etc. an einem Ort gebündelt hat. Nachhaltig geprägt wurde und wird die Bildungslandschaft vor allem durch das starke Ausbauprogramm. Über 100 Millionen wurden in den Schulbau investiert und über 1.500 Kinderbetreuungsplätze seit 2014 zusätzlich geschaffen. Auch in Sachen Digitalisierung hat sich Graz einen Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus erworben. Mit der Grazer IT-Strategie wurden alle Schulstandorte digitalisiert und mit leistungsstarker Infrastruktur ausgestattet.

    Digitalisierung, Stärkenorientierung, und vieles mehr
    Auch in der neuen Bildungsstrategie 2025 nimmt das Thema Digitalisierung einen besonderen Stellenwert ein. So ist der „Digitale Wandel“ auch eines von fünf Handlungsfeldern. Neben den digitalen Kompetenzen in den Bildungseinrichtungen, ist dabei auch die Begleitung der Eltern ein wichtiges Thema. Auf Verwaltungsebene soll ein Bildungsdatencockpit zusätzlichen Komfort bringen. Auch die erfolgreiche Arbeit im Handlungsfeld „Stärkenorientierung“ wird fortgesetzt. Für Hohensinner ist hier vor allem das Bekenntnis der Stadt Graz zu ihren Mittelschulen ein Highlight: „Wir wollen hier den begonnenen Weg der Schwerpunktsetzungen (Holz, Musik, Sport) weitergehen und eine stärkere Profilbildung der Schulen ermöglichen.“ Ein wesentliches Handlungsfeld ist und bleibt die „Wachsende Stadt“. Neben weiteren Investitionen in Räumlichkeiten wird hier vor allem der immer stärker spürbare Pädagogenmangel eine große Herausforderung sein. Die Stadt will hier neue Wege bestreiten, insbesondere im Bereich Aus- und Weiterbildung. Weitere Handlungsfelder:
    „Moderner Bildungsraum“ und „Servicequalität“. Die gesamte Strategie wird darüber hinaus von mehreren Grundprinzipien getragen, etwa der Förderung aller Begabungen, der Rolle der Familie oder Individualität und Zugänglichkeit.

    Leuchtturmprojekte
    Exemplarisch für die zahlreichen Maßnahmen werden hier einige Leuchtturmprojekte der Bildungslandschaft 2025 dargestellt:
    Handwerkliche Schwerpunktmittelschulen
    In der Sekundarstufe I (Mittelschulen) soll in Graz ein zusätzlicher Fokus auf die Förderung handwerklicher Fähigkeiten in Form von Schwerpunktmittelschulen gelegt werden. (Stichwort Nachwuchsproblem Facharbeiter) Derzeit existieren mit der Holz-MS, der Digital-MS, der MS Musik, der MS mit Naturwissenschaftlichem Schwerpunkt, der Sport-MS und künftig der Kreativ-MS bereits sechs Schulen mit pädagogischer Schwerpunktsetzung. Weitere Schulen (Schwerpunkte Metallverarbeitung, Elektronik/Elektro, Gesundheit/Soziales, Handel, Tourismus/Lebensmittel sowie Baugewerbe) sollen folgen und in Kooperation mit regionalen Wirtschaftstreibenden umgesetzt werden. Um die Durchgängigkeit der Ausbildung zu fördern, sollen dazugehörende dislozierte PTS-Klassen zur Steigerung der Wirksamkeit an den Schwerpunktmittel-schulstandorten errichtet werden.

    Digitale Kompetenzen in der Grazer Bildungslandschaft fördern
    Längst ist die digitale Welt auch schon bei vielen Kleinkindern angekommen. Umso wichtiger ist daher der richtige digitale Erstumgang in Kibibet-Einrichtungen. Es sollen Piloteinrichtungen gefunden, Positionierung zur Digitalisierung im Elementarbereich erarbeitet, verpflichtende Schulungen zu diesem Thema angeboten, Grundregeln entwickelt werden. Ziele sind hier vor allem die Sensibilisierung der Eltern und der richtige, aktive Zugang an Stelle von passivem Digitalkonsum. Wichtig: Nicht die Anwendung soll trainiert werden, sondern die Kinder und vor allem Eltern sollen den sensiblen Umgang lernen. Die Fortsetzung findet im Digitalen Klassenzimmer statt, mit der Evaluierung der Grazer Bildungs-IT-Strategie, laufender Abstimmung mit dem 8-Punkte-Plan für den digitalen Unterricht und weiterer Bedarfe mit der Bildungsdirektion und der Pädagogischen Hochschule, Schulungen der Lehrerinnen und Lehrer am jeweiligen Standort durch die Pädagogische Hochschule in Abstimmung mit der Bildungsdirektion und der Stadt Graz.

    Lückenlose Stärkenorientierung
    Voraussetzung dafür ist das Kennen der eigenen Stärken als Grundlage für die Persönlichkeitsentwicklung – kontinuierlich und nicht nur punktuell. Der Grazer Stärkenpass wurde dafür entwickelt, pilotiert und soll nun evaluiert, weiterausgebaut und weiter ausgerollt werden. Durch Kooperationen kann die Entwicklung von Stärken zusätzlich vertieft werden – natürlich unter Sicherstellung zeitgemäßer Rahmenbedingungen für eine vertrauensbildende Lernumgebung (Pädagogikausbildung, Gesundheit).
    Neben der Stärkenorientierung soll in der Bildungsstrategie auch die systematische Begabungs-, Begabten- und Exzellenzförderung abgebildet sein. Die Entwicklung herausragender Begabungen sichert diese Position von Graz als führende Forschungsregion für die Zukunft.

    Ausbau und Strukturierung der Grazer Bildungsräume (Cluster und Campusse)
    In Abstimmung mit der Bildungsdirektion soll geprüft werden, ob Schulen in räumlicher Nähe zu wirkungsvolleren und effizienteren Bildungseinheiten (auch schulartenübergreifend) zusammengefasst werden können. Wichtig ist insbesondere die Durchgängigkeit von Angeboten (z. B: VS Musik/ MS Musik/AHS Musik), um Schwerpunkte die ganze Bildungskarriere hinweg zu ermöglichen. Ergebnisoffen ist zu diskutieren, ob damit auch eine organisatorische Einheit einhergehen soll. Sind elementarpädagogischen Einrichtungen in der Nähe können zusätzlich Bildungscampusse mit klarer Profilbildung entwickelt werden. Damit sollen die Übergänge zwischen elementarpädagogischer Einrichtung und Primarstufe der Schule gut gestaltet werden.
    Zielgerichtetes BildungskundInnenmanagement
    Die erfolgreich agierende ABI-Servicestelle als ein Ergebnis der Bildungsstrategie 2013-2020 soll in der Wirkung noch treffsicherer weiterentwickelt werden. Dabei soll insbesondere auf die Bedürfnisse des KundInnentypus eingegangen werden, z.B. durch:
    – Persönliche Beratung für Unterstützungssuchende
    – Trainingsangebote für volatile KundInnen für einen sicheren, vertrauensbildenden Umgang mit eGovernment Lösungen.
    – Plattformen für Selbstwirksame im modernen Styleguide 3.0 mit eWallet-, validierten Daten-anbindungen für fortschrittlich-attraktive 24/7 KundInnenschnittstellen.

    Foto: Stadt Graz/Fischer
    v.l. Günter Fürntratt (Abteilungsvorstand Bildung und Integration), Kurt Hohensinner (Bildungsstadtrat), Michaela Marterer (Geschäftsführerin Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft), Hans Christian Haberl (Direktor Mittelschule Straßgang)

    7. Oktober 2020

    Grazer Sportjahr startet ab 1. März 2021 voll durch!

    Sportstadtrat Kurt Hohensinner gab heute ein Update zum geplanten Sportjahr 2021. Ab März regiert sozusagen der Sport in der Landeshauptstadt. Rund 240 Projektideen wurden eingereicht, die besten werden im Rahmen von zehn Monatsschwerpunkten umgesetzt.
    Großen Rückenwind gibt es auch für das einzigartige Leuchtturmprojekt „Sport Austria Finals“ vom 3. bis 6. Juni 2021, wie Sport-Austria-Präsident Hans Niessl berichtete.

    Die Vorfreude auf das nächste Jahr ist jetzt schon riesig, vor allem in diesem heurigen, ganz besonderen Jahr der großen Herausforderungen. Nach jedem Tief kommt ein Hoch – und genau dieser Spruch sollte sich in Graz ab März 2021 bewahrheiten. „Wir haben den Startschuss für das Sportjahr mit 1. März festgelegt. In den zehn Monaten bis zum Jahresende wird der Sport eine noch nie dagewesene Rolle in dieser Stadt spielen. Gemeinsam werden wir Graz bewegen und für die positiven Wirkungen des Sports begeistern. Ich kann nur betonen: Freuen Sie sich auf ein sportliches Jahr 2021!“, erklärt Sportstadtrat Kurt Hohensinner.

    Am Foto Austria Finals-Koordinator Jürgen Winter, Sport Austria-Präsident Hans Niessl, StR. Kurt Hohensinner und Programmkoordinator Markus Pichler von Links nach Rechts.

    Fotocredit: Stadt Graz/Fischer

    PA Update Sportjahr 2021 – Oktober 2020

    Monatsschwerpunkte Stand 01102020

     

    29. Juli 2020

    Neuer Glanz für Naherholung am Thalersee

     

    Ein neues Restaurant, mehr Freizeitangebote und mehr Schutz vor Hochwasser: Das Siegerprojekt eines Wettbewerbs soll dem Thalersee neuen Glanz verleihen.

    Er war bereits vor einem Jahrhundert DAS Naherholungsgebiet für Menschen aus Graz und der weiteren Umgebung – und er soll jetzt wieder an den Glanz früherer Zeiten anschließen können: Die Rede ist vom Thalersee vor den Toren des Grazer Westens, der künftig völlig neu belebt werden soll. In einem vom Referat Hochbau der Stadtbaudirektion EU-weit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb für die Gestaltung des neuen Restaurants samt Freizeiteinrichtungen und Hochwasserschutz setzte sich das Grazer Büro Pittino & Ortner ZT GmbH unter 53 eingereichten Vorschlägen durch. Eine Verwirklichung des Projekts ist bereits bis zum Sommer 2022 vorgesehen.

    Nagl: „Naherholung für rasant wachsenden Großraum Graz“

    Für den Grazer Grünraum-Referenten Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl sind in der dynamisch wachsenden Stadt Graz und im Umland Möglichkeiten zur Naherholung und naturnahen Freizeitgestaltung ein Gebot der Stunde: „Im Osten gibt es mit dem Schloßberg und dem Schöckl beliebte Ausflugsziele, im Westen ist das Angebot noch nicht so gut entwickelt. Da der Bevölkerungszuwachs aber vor allem im Westen stattfindet, brauchen wir in erster Linie hier entsprechende Angebote, die natürlich sanft im Einklang mit der Natur und vor allem auch nachhaltig entwickelt werden müssen!“ Geplant ist beim Projekt „Thalersee neu“ eine ganzjährige Nutzung der Naherholungsangebote.

    Stadt Graz Teileigentümerin des Sees

    Die Weichen für eine gemeinsame Aufwertung des in die Jahre gekommenen Angebots am Thalersee wurden bereits vor einigen Jahren gestellt: 2014 erwarb die Holding Graz die Liegenschaft des Restaurants einschließlich angrenzendem Parkplatz, 2018 kaufte die Stadt Graz dann von den Bundesforsten ein Drittel des Thalersees. Die restlichen zwei Drittel des Sees blieben im Besitz der Marktgemeinde Thal, die bei den Vorbereitungen zur Aufwertung des Areals für die Zukunft in enger Partnerschaft eingebunden wurde, wie auch deren Bürgermeister Matthias Brunner betont.

    Eustacchio: „Neubau schafft zeitgemäße Wohlfühl-Infrastruktur“

    Und so soll sich der „Thalersee neu“ präsentieren: Das derzeitige Restaurant wird abgebrochen und von Grund auf neu gebaut. Über einem Untergeschoss aus Stahlbeton für die Lagerflächen und Technik liegen das Restaurant und Café sowie ein Gästetrakt aus einer Mischkonstruktion aus Stahlbeton und Holzelementen. Das neue Haus soll künftig nicht nur den Gästen zur Verfügung stehen, die den See und seine Umgebung besuchen, sondern auch optimale Voraussetzungen für Veranstaltungen, Seminare und Feiern am See bieten. Vorgesehen sind 100 Sitzplätze im Inneren des Restaurants und zusätzlich 100 Plätze auf den überdachten Terrassen am Haus und den Decks direkt am See. Dazu werden auch acht Gästezimmer mit Seeblick für Übernachtungen geboten. Der bestehende Bootsverleih wird in den künftigen Gebäudekörper integriert und um einen Rad- und Schlittschuhverleih erweitert. Die Boote werden daher nun direkt vor der Seeterrasse ankern. Der gesamte Bereich zwischen Restaurant und See wird mit Sitzmöglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen einladend gestaltet, damit sowohl die Gäste des Restaurants als auch die Ausflugsgäste das attraktivierte Seeufer in direkter Lage am Wasser erleben können. Bürgermeister-Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio kommt fast ins Schwärmen: „Uns war es wichtig, mit der neuen Infrastruktur nicht nur alles auf den Stand der Technik zu bringen, sondern dieses stadtnahe Freizeit- und Sportparadies aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und den Grazern eine Wohlfühloase zu schenken. Fast jeder Grazer verbindet mit dem Thalersee schöne Kindheitserinnerungen, und das möchten wir auch den künftigen Generationen zeitgemäß erhalten.“

    Ein wesentlicher Teil des Projektes ist aber auch die Erneuerung und damit Verbesserung des Hochwasserschutzes für den Thalerbach, der immer wieder im Stadtgebiet von Graz Überschwemmungen angerichtet hat. Als Teil einer Hochwasserschutzanlage erhält der See nun eine neue höhere Staumauer, die das Stauziel des künstlichen Gewässers um einen Meter erhöht. Damit ist im Hochwasserfall wesentlich mehr Fassungsvermögen vorhanden. Aufgabe des Wettbewerbs war es, die Staumauer so in die Architektur des Restaurants mit einzubeziehen, dass sie praktisch nicht sichtbar ist. Eine große Herausforderung, deren Bewältigung schlussendlich hervorragend gelungen ist.

    Siegerprojekt mit vielen Vorzügen

    Das Siegerprojekts des Wettbewerbs vom Grazer Architekturbüro Pittino & Ortner ZT GmbH punktete auf vielen Ebenen. Im Juryprotokoll heißt es: „Ein zweigeschoßiger langgestreckter Baukörper birgt alle Servicefunktionen unter einem Dach und fungiert als Rückgrat für die von allen Seiten frei zugänglichen Terrassenanlagen am Seeufer. Abgerückt von der Thalerseestraße entsteht ein großzügiger Platz, der jetzt auch den Passanten einen Blick auf den See erlaubt. Die Höhenentwicklung ist maßstäblich, Auskragungen im Norden und Süden verleihen dem Baukörper je nach Standpunkt ein schwebendes Erscheinungsbild.“

    Baubeginn im nächsten Jahr geplant

    Der ehrgeizige Zeitplan sieht einen Baubeginn bereits im Frühjahr 2021 vor. Damit soll die Fertigstellung des neuen Restaurants mit seinen Terrassen- und Freianlagen bereits im Sommer 2022 erfolgen. Die Baukosten für das Restaurant wurden im Wettbewerb mit rund vier Millionen Euro veranschlagt. Zusätzlich werden auch der Bestands-Parkplatz saniert und die Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich des Restaurants vorgezogen. Das Projekt soll ein Vorreiterprojekt hinsichtlich Energiekonzept und Nachhaltigkeit werden. Derzeit laufen gerade unter Einbindung von Experten die diesbezüglichen Planungen. Auch im Mobilitätskonzept setzt man auf nachhaltige Ziele: Ein kostenloser E-Bus bringt schon jetzt die BesucherInnen von Gösting nach Thal, und es werden ausreichend Ladestationen und Stellplätze für E-Bikes und E-PKW vorhanden sein.

    Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge

    Eine Ausstellung, in der sämtliche eingereichten Wettbewerbsbeiträge für die Neugestaltung des Restaurants am Thalersee gezeigt werden, ist von Dienstag, 11., bis einschließlich Montag, 31. August, jeweils von 8 bis 14 Uhr im Foyer der Stadtbaudirektion Graz, Europaplatz 20, 5. Stock, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

    Rendering (Copyright Pittino+Ortner ZT GmbH)
    Foto (Copyright Stadt Graz/Thomas Fischer)

    Zukunft Graz

    28. Juli 2020

    Historische Premiere: Sport Austria Finals 2021 in Graz

     

    14 Standorte, 213 Bewerbe, 639 Medaillenentscheidungen und 3000 AthletInnen: Die erste Auflage der Sport Austria Finals wird ein Sportfest der Superlative, bei dem rund 20 rotweißrote Sportverbände vom 3. bis 6. Juni 2021 in Graz ihre österreichischen Meister ermitteln!

    Dabei kündigt sich eine geballte Ladung Spitzensportpower rund um heimische Ausnahmekönner wie Lukas Weißhaidinger, Verena Preiner, Ivona Dadic, Beate Schrott, Sarah Lagger, Bettina Plank, Alisa Buchinger, die Becirovic-Zwillinge, Alexandra Toth oder Vinzenz Höck an.

    Über die Hintergründe zu diesen historischen ersten Sport Austria Finals und warum diese Veranstaltung eine Dauereinrichtung werden soll, informierten Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler, Steiermarks Sportlandesrat Christopher Drexler, Graz-Bürgermeister Siegfried Nagl und Sport Austria-Präsident Hans Niessl im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Anlage des Allgemeinen Turnvereins Graz. Weitere Gesprächspartner waren Diskuswerferin Djeneba Toure und Kunstturner Alexander Benda.

    Die Presseunterlage sowie honorarfreie Fotos (© Sport Austria/Leo Hagen) findet Ihr im Anhang!

    Medieninfo Sport Austria Finals

     

    Foto 1 zeigt v.l.: Sport Austria-Präsident Hans Niessl, Kunstturner Alexander Benda, Diskuswerferin Djeneba Toure, Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler

    Foto 2 zeigt v.l.: Sport Austria-Präsident Hans Niessl, Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler, Kunstturner Alexander Benda, Graz-Bürgermeister Siegfried Nagl, Graz-Sportstadtrat Kurt Hohensinner, Diskuswerferin Djeneba Toure, Steiermarks Sportlandesrat Christopher Drexler

    13. Juli 2020

    Zusammenhalt Graz: Aktionsplan gegen Vereinsamung

     

    „Einsamkeit und das Gefühl unerwünscht zu sein, ist die schlimmste Armut“, hat Mutter Theresa sehr treffend formuliert. Gerade in den urbanen Räumen merkt man derzeit, dass das Problem Vereinsamung immer stärker spürbar wird, so auch in Graz. „Vereinsamung ist ein sehr komplexes Thema, das alle Generationen und alle gesellschaftlichen Schichten treffen kann. Gerade im Sozialressort aber auch darüber hinaus merken wir, dass das Phänomen Vereinsamung immer stärker spürbar wird. Derzeit sind knapp unter 50 Prozent der Grazer Haushalte Single-Haushalte. Alleine zu leben und alleine zu wohnen sucht sich nicht jeder freiwillig aus, und oft geht mit dem Alleine Leben auch die Einsamkeit einher“, erklärt Sozialstadtrat Kurt Hohensinner. Seit Ende des vergangenen Jahres stellt das Sozialressort nun verstärkt das Thema Vereinsamung in den Mittelpunkt. „Soziale Politik heißt für Menschen in all ihren unterschiedlichen Lebenssituationen da zu sein und gerade jenen Menschen zu helfen, die es selbst nicht mehr können. Als Sozialstadtrat ist es mir ein besonderes Anliegen gezielte Strategien aufzuzeigen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Graz zu stärken und um die Vereinsamung in Graz einzudämmen“, so Hohensinner.

    Aktionsplan mit drei Säulen
    Als Startschuss für die Bemühungen gegen Vereinsamung fand im vergangenen Herbst eine Fachtagung zum Thema im Grazer Rathaus statt. Aufbauend auf deren Ergebnisse wurde ein Aktionsplan ausgearbeitet, der nun im gestrigen Stadtsenat beschlossen wurde. Der Aktionsplan baut auf drei Säulen auf:
    1. Maßnahmen des Haus Graz
    2. Schwerpunkt-Kooperation mit dem Kolleg für Sozialpädagogik
    3. 20 ausgewählte Projekte aus dem Fördercall „Vereinsamung“

    „Als ersten Schritt haben wir die Projekte der städtischen Abteilungen gebündelt“, erklärt Hohensinner, „es gibt bereits zahlreiche Initiativen, auf die wir aufbauen können.“ So bietet etwa das SeniorInnenbüro einen Ort der Begegnung, wodurch vor allem älteren Menschen der Zugang zu gesellschaftlichen Teilnahme und Teilhabe ermöglicht wird. Zahlreiche Aktivitäten in jedem Monat, und vor allem das Cafe Graz und das Adventkonzert laden die Senioren ein. Auch das Seniorensommerprogramm findet heuer, wenn auch aufgrund von Covid-19 in angepasster Form, statt. Ebenso hervorzuheben: Zahlreiche Projekte der Stadtbibliothek als niederschwellige Bildungseinrichtung, wie etwa die Bücherboten, Jugendbibliothek oder das Sprachcafe „Deutsch um Drei“, sowie Jugendzentren, Elternberatungen und Freizeitangebote des Amtes für Jugend und Familie. Darüber hinaus wurde das Kolleg für Sozialpädagogik für eine Kooperation gewonnen. Im Sommer 2020 werden dort fünf Praxisprojekte zum Schwerpunktthema durchgeführt. Geplant sind hier „Young Chefs“ – die Entwicklung einer Online-Plattform rund ums Kochen für junge Menschen, „Brücken bauen zwischen Alt und Jung“ – Brieffreundschaften initiieren, „Kräutergarten“ – Beschäftigung rund um Garten und Pflanzen, „Neustart“ – ein Musikprojekt und ein „Fähigkeiten-Flohmarkt“.

    Fördertopf mit gesamt 62.000 Euro
    Herzstück des Aktionsplans ist ein eigens eingerichteter Fördertopf zum Thema Vereinsamung. Insgesamt steht ein Gesamtfördervolumen von 62.000 Euro zur Verfügung. „Wir haben zahlreiche Einreichungen im Fördercall bekommen“, sagt der Sozialstadtrat, „das zeigt auch die Wichtigkeit des Themas. Bei der Auswahl der Projekte wollten wir eine größtmögliche Breite und Vielfalt erreichen, sowohl örtlich als auch in den Zielgruppen.“ Als Entscheidungshilfe für die Beurteilung wurden außerdem Kriterien nach dem „EASE“ Programm (von John Cacioppo, University of Chicago) herangezogen. EASE bedeutet:
    • extent (ausweiten) – zwischenmenschlichen Aktionsradius erweitern, neue Räume, Kontakte ausprobieren.
    • action (Aktivität) – nur eigene Aktivität führt aus der Einsamkeit. Betonung auf das aktiv werden für das eigene Wohlbefinden!
    • selectiv (aussuchen) – Wichtig ist zudem, die besten Beziehungen auszusuchen und zu verstärken, das heißt zu selektieren.
    • expect the best (das Beste erwarten) – nicht aus Angst vor Zurückweisung im Zustand der Einsamkeit verharren.

    Vom Generationentreff über Wohnzimmerkonzerte bis zu mobilen Gärten
    Insgesamt wurden 20 Projekte zur Umsetzung ausgewählt. Die Umsetzung findet nun in der zweiten Jahreshälfte 2020 statt. Alle Projekte wurden dabei in Bezug auf die aktuellen Covid-19-Vorgaben geprüft und gegebenenfalls adaptiert. „Die Projekte sind so vielfältig, wie das Phänomen der Vereinsamung selbst. Auch aktuelle Erfahrungen des Corona-Lockdowns sind teilweise eingeflossen“, so Hohensinner, der sich auch darüber freut, dass neben bewährten Trägern auch einige Einzelpersonen Projekte eingereicht haben. Unter anderem im Programm: Ein Generationentreff des Vereins JUKUS, der Lerntreff „Partnership for Kids“, Wohnzimmerkonzerte vom Verein a.mus.e, ein Straßenspielplatz der Generationen im Andrä Viertel, die „Single AG“ für Menschen mit Behinderung oder „Voll im Leben“ der Lebenshilfe, mobile Gärten von FGM, „Draußen aktiv gesund“ der ARGE für Sport und Körperkultur in Österreich, ein intergeneratives Tanztheatermärchen im BeGS, oder „Graz Com“ der Grazer Stadtidee.

    Rückschau: Fachtagung
    Als Startschuss für die Bemühungen gegen Vereinsamung fand am 20. November 2019 im Grazer Rathaus eine Fachtagung unter dem Titel „Zusammenhalt Graz – Herausforderung Vereinsamung“ statt. Ziel war es, das Phänomen Vereinsamung aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, aber auch Good-Practice-Projekte vorzustellen und zukünftige Maßnahmen zu diskutieren. Im Zentrum der Tagung standen zwei Impulsreden. Psychiater und Beststeller-Autor Reinhard Haller widmete sich den psychologischen Aspekten hinter der Einsamkeit. Von Narzissmus über Sucht bis hin zu Depressionen und weiteren gesundheitlichen Auswirkungen. Erstaunlich: 10-12 Prozent der Bevölkerung leiden laut aktueller Studien an Depressionen, 25 Prozent machen in ihrem Leben zumindest eine schwere Depression durch. Die zahlreich erschienenen Gäste im Grazer Gemeinderatssaal beschäftigte er auch mit der Frage wie es sein könne, dass in einer vernetzten Welt immer mehr Menschen das Gefühl haben einsam zu sein. Genau dieser „Einsamkeit in der Connected Society“ widmete sich danach die Zukunftsforscherin Oona Horx-Strathern. Sie tat das anhand von mehreren globalen Megatrends, die sie ausführte, unter anderem „Silver Society“, also dass Menschen zwar immer älter werden, gleichzeitig aber mit fortschreitendem Alter auch in Gesundheit und Mobilität eingeschränkt sind. Auch die Megatrends „Individualisierung“ und „Konnektivität“ führte sie aus und zeigte auf, welche Risiken, diese in puncto Vereinsamung mit sich bringen können. Im Anschluss an die Impulsreden wurde in Arbeitsgruppen weiter diskutiert und vernetzt. Unter anderem wurden auch Good-Practice-Beispiele der Stadt Graz präsentiert, wie Vereinsamung vorgebeugt werden kann. Etwa „Points4Action“, wo junge Menschen Aktivitäten mit Bewohnern von Altenheimen durchführen, aber auch das Programm „Besuch & Buch“ der Stadtbibliothek, in dem Bücherboten Menschen mit Büchern und Geschichten besuchen.

    Foto Credit: Stadt Graz/Fischer

    7. Juli 2020

    Grazer Kinderspielplätze werden rauchfrei

    „Seit ich Jugend- und Familienstadtrat sein darf, ist mir diese Thematik besonders wichtig“, leitet Stadtrat Kurt Hohensinner ein, „seit Jahren wurde darüber diskutiert, vor allem zwischen den Juristen. Gleichzeitig haben sich unzählige Eltern und Kinder, sowie auch das Kinderbüro an mich gewandt. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass wir in dieser Woche im Gemeinderat beschließen werden, dass die Grazer Kinderspielplätze rauchfrei werden.“ Das Rauchverbot wird für alle öffentlich zugänglichen Kinderspielplätze und –flächen gelten, die im Eigentum der Stadt Graz stehen oder von dieser verwaltet werden. Vom Verbot werden neben den Spielflächen und der Spielgeräte auch die Wege- Pflanzungs- und Rasenflächen, sowie sonstige Einrichtungen, Tische, Bänke und Stühle erfasst sein. Die Kontrolle erfolgt durch die Ordnungswache. Beim ersten Vergehen werden Organstrafen von 30 Euro verhängt. Bei wiederholten Verstößen droht ein Verfahren und Geldstrafen bis zu 1.000 Euro sind möglich. Die Regelung tritt voraussichtlich mit 23. Juli in Kraft.

    1.001 Zigarettenstummeln allein im Stadtpark
    Das Rauchverbot wird mittels Ortspolizeilicher Verordnung in den Gemeinderat eingebracht. Derartige Verordnungen kann die Gemeinde im eigenen Wirkungsbereich erlassen, wenn sie der Beseitigung von Missständen dienen. die das Gemeinschaftsleben stören und beeinträchtigen. Im konkreten Fall wurde der Missstand umfassend dokumentiert. So war vor allem das Grazer Kinderbüro in diesem Zusammenhang sehr aktiv. Im vergangenen Jahr wurde dazu eine Zigarettenstummel-Zählaktion im Stadtpark-Spielplatz durchgeführt. Nach nur kurzer Zeit hatten die Kinder 1.001 Zigarettenstummeln aufgesammelt. „Es geht hier nicht nur um das Rauchen an sich, sondern vor allem auch um die Zigarettenreste“, erklärt Kinderparlament-Projektleiterin Heidi Richter-Jursitzky, „Kinder ahmen die Großen nach und stecken sich die Kippen in den Mund. In diesen stecken dann bis zu 250 unterschiedliche Giftstoffe.“ Auch die Holding Graz, als zuständige Stelle für die Spielplatz-Reinigung, hat gerade in den vergangenen Jahren verstärkt Beschwerden aus der Bevölkerung wahrgenommen. Außerdem verursachen die Zigarettenstummel einen enormen zeitlichen Reinigungsaufwand, nachdem diese nur händisch aufgesammelt und entfernt werden können. Oft finden sich die Zigarettenstummel laut Berichten der Holding dabei auch in Sandkisten, in Ritzen von Spielgeräten oder im allgemeinen Bodenbereich. Deshalb befürwortet auch die Stadtreinigung ein solches Rauchverbot.

    Eine der häufigsten Vergiftungsformen
    Tabakvergiftungen zählen zu den häufigsten Vergiftungen im Kindesalter. Karlheinz Kornhäusl, Arzt und Mandatar im Bundesrat hat sich sehr aktiv in Wien um eine Lösung bemüht: „Als Arzt, als Politiker, aber vor allem als zweifacher Vater ist mir dieser Schritt, den wir jetzt setzen wollen, ein Herzensanliegen. Es geht dabei nicht nur um eine Vorbildwirkung und Präventionsmaßnahme, sondern ganz wesentlich um die unmittelbare Gesundheit unser Kinder. Es kann nicht sein, dass wir als Eltern Angst haben müssen, dass Kleinkinder am Spielplatz herumliegende Zigarettenstummel in den Mund nehmen könnten oder gar verschlucken.“ Hintergrund: Bis ein solcher Zigarettenstummel zersetzt ist, vergehen in der Regel 10 bis 15 Jahre.

    Foto: Stadt Graz/Fischer
    Karlheinz Kornhäusl (Arzt und Bundesrat) und Jugend- und Familienstadtrat Kurt Hohensinner mit den Grazer Kinderbürgermeistern Lea, Luis und Lucia.

    1. Juli 2020

    Sportjahr 2021: LET’S GO GRAZ!

    • Von der Sportstadt zur sportlichsten Stadt Österreichs
    • 12 Monats-Schwerpunkte zeigen die Vielfalt des Sports
    • Markus Pichler wird Programmkoordinator

    Mit dem Sportjahr 2021 – in welchem Sport, Bewegung und ein gesunder Lebenswandel im Mittelpunkt stehen werden – setzt die Stadt Graz einen Schwerpunkt, der den Sport und dessen positive Wirkungen für die Grazerinnen und Grazer mit verschiedenen Projekten und Initiativen stärker ins Bewusstsein ruft. „Sport ist Abbild und gleichzeitig Mikrokosmos unserer Gesellschaft. Er hat eine erzieherische, gesundheitsfördernde, gesellschaftlich-soziale und eine wirtschaftliche Funktion“, weiß Bürgermeister Siegfried Nagl, „körperliche Aktivität, Gesundheit und Lebensqualität stehen in einem engen Zusammenhang. Im Jahr 2021 wird deshalb die gesamte Stadt ganz im Zeichen des Sports stehen.“

    Neues Level für den Sport in Graz
    „Mit dem Sportjahr wollen wir den Sport in Graz nachhaltig stärken, immer mit dem klaren Ziel vor Augen, Begeisterung für Sport und Bewegung zu entfachen“, erklärt Sportstadtrat Kurt Hohensinner. Als Budget für das Sportjahr selbst werden 2,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird ab dem Jahr 2021 auch die Nachwuchs- und Sportförderung der Stadt Graz erstmals seit mehr als 10 Jahren erhöht werden. Dazu wird eine zusätzliche Million für das Budget des Sportamtes zur Verfügung gestellt. Das heißt, das Sportbudget der Stadt wird nachhaltig von vier auf fünf Millionen Euro erhöht. „Wir haben das Sportbudget in den letzten Jahren bereits langsam angehoben. Mit der Erhöhung auf fünf Millionen Euro geht aber nun ein lang gehegter Wunsch von mir in Erfüllung“, so Hohensinner weiter, „mit diesem Schwerpunktjahr heben wir den Sport in Graz auf ein neues Level.“ Dazu erklärt FPÖ-Klubobmann Armin Sippel: „Die Grazer Sportlandschaft hat unglaublich viel zu bieten und viele gute Dinge bestehen bereits. Für uns ist deshalb gerade die Förderung des Breitensports und die nachhaltig verbesserte Vereinsförderung besonders wichtig. Gemeinsam wollen wir die Grazerinnen und Grazer motivieren mitzumachen.“

    Niederschwelliges Mitmachjahr
    Graz hat sich zu einer starken Sportstadt entwickelt, vor allem im Bereich der Infrastruktur. In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 130 Millionen Euro in diese investiert. Rund 60.000 Mitglieder in über 240 Sportvereinen sorgen täglich dafür, dass sich die Sportlandschaft laufend weiterentwickelt. „Mit dem Sportjahr wollen wir einerseits diese Vereine unterstützen und stärken, aber vor allem jene ansprechen, die derzeit noch nicht sportlich aktiv sind“, so Hohensinner, „wir werden die Grazerinnen und Grazer in Bewegung versetzen. Unser Ziel ist es Graz von einer Sportstadt zur sportlichsten Stadt Österreichs zu machen. Jede Bürgerin und jeder Bürger soll am Ende des Jahres zumindest einmal zu Bewegung und Sport motiviert worden sein.“ Das Sportjahr 2021 wird viele Möglichkeiten bieten, um sich zu bewegen und auch neue Sportarten kennenzulernen. Ziel ist aber nicht nur die wirkliche sportliche Betätigung, sondern auch die ganz einfache Alltagsbewegung. „Wenn jemand bewusst das Rad für den Arbeitsweg nimmt oder mehr Wege zu Fuß geht oder am Wochenende einen kleinen Spaziergang oder eine Wanderung plant, dann haben wir unser Ziel erreicht. Es geht um das Bewusstsein, dass Sport und Bewegung sich positiv auf unsere Lebensqualität auswirken“, so der Sportstadtrat.

    Sportstrategie 2030 als Auftrag
    Die Stadt Graz will bei der Konzeption und der Umsetzung des Sportjahres eine möglichst breite Einbindung von Stakeholdern erreichen. Schon im Rahmen der Erarbeitung der Sportstrategie 2030, die im vergangenen Jahr vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde, wurden alle Vereine und Verbände stark eingebunden. Diese Sportstrategie bildet auch den Rahmen für das Sportjahr 2021. Die Sportstrategie 2030 soll allen GrazerInnen unabhängig von Alter, Geschlecht, Ausbildung, Herkunft, Familienstand, Staatsbürgerschaft, Einkommen etc. zugutekommen. Sport und Bewegung im Sinne der Sportstrategie 2030 sollen die GrazerInnen zur gemeinsamen Sportausübung motivieren und damit die gesellschaftlich verbindende Wirkung des Sports betonen. In besonderem Maße gilt das im Sport für das Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung im Sinne der Inklusion. Diese Sportstrategie 2030 der Stadt Graz soll auch einen wichtigen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der von der UNO-Generalversammlung beschlossenen „2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung“ liefern. Wie in dieser UNO-Resolution ausgeführt ist, wird der Sport als ein wichtiger Faktor für die Erreichung der in dieser Resolution beschlossenen 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) eingestuft: „Auch der Sport ist ein wichtiger Ermöglicher nachhaltiger Entwicklung. Wir anerkennen den zunehmenden Beitrag des Sports zur Verwirklichung von Entwicklung und Frieden, indem er Toleranz und Respekt fördert, zur Stärkung der Frauen, der jungen Menschen, des Einzelnen und der Gemeinschaft und zu den Zielen der Gesundheit, der Bildung und der sozialen Inklusion“.[1]

    Breite Einbindung der besten Köpfe
    Zentrale Umsetzungsstelle für das Sportjahr wird der Programmkoordinator sein. „Mit Markus Pichler haben wir hier die perfekte Personalie gefunden“, sind sich Nagl und Hohensinner einig. Der 49-Jährige ist im Sport kein Unbekannter. 2017 wickelte er sehr erfolgreich die Special Olympics in Graz ab. Auch die Vorrunde der Handball-Euro 2010 sowie die Internationalen Schülerspiele 2003 trugen seine Handschrift. Pichler war langjähriger Handball Nationalteamspieler und zweifacher österreichischer Meister. Die Koordination wird er neben seiner Haupttätigkeit als Geschäftsführer der Sportunion Steiermark ausüben. Für die Abwicklung des Sportjahres wurde außerdem ein Trägerverein gegründet. Durch diesen ist sichergestellt, dass auch zahlreiche Proponenten des Sports in die Konzeption und Abwicklung miteingebunden sind. Als Obmann des Vereins fungiert der ehemalige Sportamtsleiter Gerhard Peinhaupt. Als Stellvertreterinnen fungieren die Leistungssportlerin Julia Meder (Rhythmische Gymnastik), Ex-Snowboard-Weltmeisterin Marion Kreiner und Austrian Tennis Committee-Präsidentin und Holding-Vorständin Barbara Muhr. Im Verein sind ebenso alle Präsidenten der Sportdachverbände (Sportunion, ASKÖ, ASVÖ), sowie die Vertreter des Landessportbeirats Steiermark vertreten.

    12 Monatsschwerpunkte, Programm-Highlights und Auftritt
    „Wir wollen alle Grazer (vor allem auch nicht-Sportler, Kinder und Pensionisten) für den Sport aktivieren und begeistern, das Bewusstsein für den gesundheitlichen Aspekt des Sports stärken, die Wahrnehmung von Sportlern durch die Medien verbessern, Vereine ins Rampenlicht stellen und durch Sport eine noch stärkere Inklusion schaffen“, erklärt Programmkoordinator Markus Pichler. Das Sportjahr selbst wird dabei in 12 Monatsschwerpunkte gegliedert. Jeden Monat wird eine andere Gruppe an Sportarten in den Mittelpunkt gerückt, etwa gleich im Jänner der Wintersport oder im Mai die Ausdauersportarten. „Alle Vereine haben so die Möglichkeit mitzuwirken und sich zu präsentieren“, so Pichler. Daneben wird es auch eine Serie an Kongressen bzw. Symposion geben. Und auch erste Highlights werden verraten: So die die Eröffnung des Sportjahres am 18. Jänner in der Grazer Oper über die Bühne gehen und im Zeichen des Zusammenwirkens von Kultur und Sport stehen. Mit 3×3 Olympic Tip-Off wurde ein weiterer Höhepunkt bereits vergangene Woche präsentiert. Als große Klammer für das Sportjahr wird ein eigener Auftritt bzw. Claim fungieren. In einem von den Creative Industries Styria durchgeführten Wettbewerb setzte sich die Designagentur moodley durch. Der Auftritt ist stark auf den Claim „LET’S GO GRAZ“ ausgerichtet. Der ganze Kommunikationsauftritt besticht durch die Einfachheit und damit Niederschwelligkeit: Jeder ist angesprochen und wird motiviert. Ganz im Sinne des Sportjahres 2021.

    Aufnahme in Global Active Cities
    Das Sportjahr wird gleichzeitig auch der Startschuss für eine Teilnahme der Stadt Graz am Global Active Cities-Netzwerk sein. Diese Bewegung wurde 2006 auf Initiative des IOC und der in Deutschland registrierten Non-Profit Organisation TAFISA (The Association For International Sport for All) gegründet. Ein wesentliches Ziel dieser „Active Cities“-Bewegung ist es, dass Städte die Rahmenbedingungen schaffen sollen, damit ihre Bevölkerung einen aktiven und gesundheitsbewussten Lebensstil pflegen kann. Im Jahr 2018 wurde dieses Zertifikat „Global Active Cities“ erstmals an sechs Städte vergeben und zwar an Buenos Aires, Hamburg, Lillehammer, Liverpool, Ljubljana und Richmond (Kanada), die als zertifizierte „Global Active Cities“ eine Pionierrolle einnehmen. Am Ende des Sportjahres soll Graz in die Reihe dieser Städte aufgenommen werden und auch der Trägerverein soll dann in weiterer Folge zur zentralen Drehscheibe der „Active City Graz“ werden.

    Fotos: Stadt Graz/Fischer
    v.l. Ex-Snowboard-Weltmeisterin Marion Kreiner, Sportstadtrat Kurt Hohensinner, Sportjahr-Koordinator Markus Pichler, Bürgermeister Siegfried Nagl, Spitzensportlerin Julia Meder, FPÖ-Klubobmann Armin-Sippel, Sportamtsleiter Thomas Rajakovics, Ex-Kajak-Weltmeister Gerhard Peinhaupt